Ausgedruckt am:  22.05.12

Inklusion an jeder Schule

Prof. Dr. Sternberg, schulpolitischer Sprecher der CDU
Sören Link, schulpolitischer Sprecher der SPD
Angelika Frücht, Bezirksregierung Düsseldorf
Lucia Schneider, „Schule für alle e.V.“ Fotos: Gesing

lautete eine der übereinstimmenden grundlegenden Aussagen einer schulpolitischen Diskussion am Abend des 26. März in der katholischen Akademie "Die Wolfsburg".

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert das offensive Einstellen der Gesellschaft auf Menschen mit Behinderungen für alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Dazu gehört auch das Recht für Kinder, nicht vom Besuch einer allgemeinbildenden Schule grundsätzlich ausgeschlossen zu sein. Die Referentinnen und Referenten des Abends waren sich in ihrer grundsätzlichen Bejahung einer inklusiven Schule als Teil einer inklusiven Gesellschaft schnell einig. Dieser Konsens wurde von Dr. Judith Wolf, Dozentin an der "Wolfsburg", in ihren einführenden Anmerkungen mit ethischen Aspekten unterstützt.

In der anschließenden von Dr. Wolf moderierten Diskussion, an der sich auch das Plenum engagiert beteiligte, zeigten sich dann auch die noch offenen Fragen und Kontroversen in der konkreten Umsetzung.

So ist die Forderung nach mindestens hinreichenden, möglichst aber guten Rahmenbedingungen sicher berechtigt, sie kann aber angesichts des engen finanziellen Rahmens von Land und Kommunen auch zu einem Verhinderungsargument instrumentalisiert werden. Insbesondere dürfte es kaum möglich sein, eine Parallelstruktur von gut ausgestatteten inklusiven Regelschulen und einem ebenso gut ausgebauten Förderschulsystem gleichzeitig zu finanzieren.

Eltern von Kindern mit Einschränkungen haben keine unbegrenzte Geduld für langfristige Entwicklungen, wenn ihr Kind jetzt eingeschult wird. Sie wollen aber zurecht eine gute Förderung bzgl. der spezifischen Bedarfe ihres Kindes, die nur gut qualifizierte Lehrer/innen gewährleisten können. Die hierfür notwendigen Fortbildungsmaßnahmen brauchen wiederum Zeit. Noch schwieriger wird eine Erhöhung der Zahl der Studierenden mit dem Lehramt Sonderpädagogik, weil im Land NRW nur zwei Universitäten diesen Studiengang anbieten, der zudem noch mit einem engen Numerus Clausus versehen ist.

Noch vor dem Erwerb der notwendigen Kompetenzen steht die grundsätzliche Haltung, sich auf den Umgang mit heterogenen Lerngruppen einzulassen. Aus schulfachlicher Sicht wurde darauf hingewiesen, dass die verschiedenen Schulformen hierzu noch unterschiedlich lange Wege zurücklegen müssen. So arbeitet die Grundschule als "Schule für alle" traditionell mit sehr heterogenen Lerngruppen, während z. B. das Gymnasium hier eher weniger Erfahrungen hat. Zwar herrschte Einigkeit darüber, dass sich die Schulform Gymnasium grundsätzlich auch dem Gedanken der Inklusion öffnen müsse, kontrovers wurde allerdings diskutiert ob Gymnasien nur diejenigen Schülerinnen und Schüler unterrichten sollen, die auch die Abiturprüfung bestehen können, oder ob sie Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Bildungsabschlüssen führen sollen.

 

 

 

 

Bischof Dr. Overbeck verleiht die Missio Canonica

Fotos: Streier

Die zunehmende religiöse Pluralität in der Gesellschaft ist nach Ansicht von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck "Herausforderung und Chance zugleich". Gerade im Ruhrbistum habe die religiöse Pluralität von Schülerinnen und Schülern und deren Eltern erheblich zugenommen. "In vielen Klassen machen die katholischen Schüler nicht mehr die Mehrheit aus", betonte Overbeck am Samstagabend, 10. März, vor 93 angehenden Religionslehrerinnen und –lehrern im Essener Dom. Dort verlieh er ihnen im Rahmen eines Gottesdienstes die "Missio canonica", die nach dem Kirchenrecht erforderliche offizielle Beauftragung und Erlaubnis, den Glauben zu verkünden und Religionsunterricht zu erteilen.

In manchen Städten bildeten muslimische Kinder und Jugendliche in den Klassen die Mehrheit. Die wachstumsstärkste Gruppe bildeten diejenigen, "die ohne Konfession und ohne erkennbare religiöse Prägung aufwachsen und leben", so Overbeck. Selbst die Bekenntnisse dieser Konfessionslosen seien bunt und vielfältig.

"In einer solchen Zeit sind Sie bei der Erteilung des Religionsunterrichtes aufgefordert, mit Ihrem Wissen und Ihren Fähigkeiten der Vermittlung eine klare katholische Persönlichkeit zu entwickeln und zu leben", betonte der Bischof. Pluralität könne "nur von einem klaren Standpunkt aus gestaltet und gleichzeitig um die eigene Sichtweise bereichert" werden. Als Beispiel nannte Overbeck den Begriff "Gott". Dieser habe in den jeweiligen religiösen Traditionen eine sehr unterschiedliche Einfärbung und Bedeutung. "Hier sind klare Überzeugungen und Positionen zu entwickeln", so Overbeck. (do)

 

 

Religionspädagogischer Abend 2012 - Religionsunterricht als Ort der Theologie

Fotos: Streier

Der religionspädagogische Abend des Dezernates 2: Schule und Hochschule fand am 13. Januar 2012 wie gewohnt in der Katholischen Akademie die Wolfsburg statt.

Unter der fachkundigen Anleitung der beiden Referenten Prof. Dr. Dr. h. c. Norbert Mette von der technischen Universität Dortmund und Prof. Dr. Ralf Miggelbrink von der Universität Duisburg-Essen stand das Forschungsprojekt "RoTh": Religionsunterricht als Ort der Theologie im Mittelpunkt des Abends.

Dieses Graduiertenkolleg wird durchgeführt im Rahmen der Universitätsallianz Metropole Ruhr und hat sich zum Ziel gesetzt, den Religionsunterricht als Anwendungs- und Bewährungsort gegenwärtiger Theologie zu entdecken.

Das Projekt, das auf mehrere Jahre hin angelegt ist, fand starke Resonanz bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Insgesamt wird eine Entwicklung erwartet, die den Religionsunterricht in einem zunehmend säkularen Umfeld auch in Zukunft sprachfähig hält.

Die Thematik des Abends regte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu intensivem Gedankenaustausch untereinander, mit den Referenten und nicht zuletzt mit Bischof Dr. Overbeck an.

 

 

 

Religiöse Pluralität - Herausforderung, aber auch Chance!

so lautet der von Prof. Dr. Rudolf Englert verfasste Leitartikel der neuen Ausgabe der "kontexte", Januar 2012.

Die Ausgabe ist gedruckt und wird voraussichtlich noch vor Ende des Jahres 2011 die Empfänger erreichen.

 

 

 

neue Stellenausschreibungen für 2012

Die im Jahr 2012 zu besetzenden neuen Stellen an den Schulen des Bistums Essen sind unter dem Link "Stellenausschreibungen" auf dieser Homepage abrufbar.

 

 

neue Arbeitshilfe: Die Schatzkarte des Kirchenjahres

Anregungen für den Religionsunterricht in den Klassen 1 bis 6

Diese Schatzkarte verweist auf 13 wesentliche Festtage im Kirchenjahr der Katholischen Kirche. Entgegen dem Uhrzeigersinn bezeichnet sie Advent, Weihnachten, Heilige Drei Könige, Taufe Jesu, Aschermittwoch/ Fastenzeit, Palmsonntag, Gründonnerstag, Karfreitag, Ostern, Christi Himmelfahrt, Pfingsten, Erntedank und Sankt Martin.

Die ansprechende Gestaltung der Karte und die Art eines Suchbildes sollen zu Rekonstruktion des Kirchenjahres motivieren. Dabei trennt die auf dem Bild befindliche Brücke die Feste und Zeiten, die auf Person und Wirken Jesu zurückgehen und deshalb dem Herrenjahr zugeordnet sind, vom Namensfest St. Martin, das dem Heiligenkalender angehört, und dem Erntedankfest, dessen Brauchtum bis in die vorchristlichen Religionen zurückgeht.

Die Arbeitshilfe besteht aus einem Set mit
- 30 Exemplaren der Schatzkarte in einem farbigen DIN A3-Druck (hier nur als Muster in sw). Diese sind zum Einheften zugeschnitten und gelocht und können als Klassensatz nachgekauft werden.
- einem Heft, das eine didaktische Zuordnung, Einordnungen in den kompetenzorientierten Lehrplan der Grundschule und methodisch aufbereitete Lernaufgaben für die Grundschule und die Orientierungsstufe beinhaltet.
- drei Materialblättern als Kopiervorlagen.

Die Schatzkarte kann auch zusätzlich als Wandkarte erworben werden.

Die Arbeitshilfe ist im Sekretariat des Dezernates Schule und Hochschule (Frau Leske  und Frau Meyer) zum Selbstkostenpreis von 5,- € pro Stück (+Versandkosten) zu bestellen.
fon:     0201.2204-342
fax:     0201.2204-619
e-mail: dezernat.schule.und.hochschule(at)bistum-essen.de






neue Arbeitshilfe: Erfahrung - Glaube - Kunst

Wojnarowicz: BEGLEITET STATT VERMESSEN; Foto: Cronauge

 

Anregungen und Projekte für den Religionsunterricht

Kunstwerke sind erfahrungshaltig und fördern die Empathie. Sie schulen den Symbolsinn und wecken den Möglichkeitssinn. Sie können Übergänge ins Transzendente bewirken, fixierte Glaubensvorstellungen erweitern und sensibilisieren für die Unbegreiflichkeit Gottes. Das macht die Arbeit an und mit Werken der Kunst so bedeutsam für den Religionsunterricht.

Diese Arbeitshilfe lädt ein, den Zusammenhang von Erfahrung, Glaube und Kunst in allen Schulformen und -stufen durch die Auseinandersetzung mit Plastiken, Gemälden und Fotos zu intensivieren. Die folgenden Unterrichtsanregungen ermöglichen dies auf dreierlei Weise, nämlich über
- die aktive Auseinandersetzung mit originaler Kunst an außerschulischen Lernorten,
- reflexive Prozesse im aktiv aneignenden Umgang mit bildender Kunst und
- den produktiv-gestalterischen Ausdruck des Glaubens und der eigenen Stellungnahme zum Glauben.

Die Arbeitshilfe besteht aus einem Set mit
- einem umfangreichen Heft (64 Seiten) im hochwertigen Farbdruck und
- einer CD-ROM, die nahezu alle im Heft gedruckten Bilder zur nicht-kommerziellen Verwendung im Unterricht enthält. Zusätzlich die einzelnen Artikel als pdf-Dateien.

Die Arbeitshilfe ist im Sekretariat des Dezernates Schule und Hochschule (Frau Leske und Frau Meyer) zum bezuschussten Preis von 10,- € pro Stück (+Versandkosten) zu bestellen.
fon:     0201.2204-342
fax:     0201.2204-619
e-mail: dezernat.schule.und.hochschule(at)bistum-essen.de





Arbeitshilfe zum Lehrplan Katholische Religionslehre für die Grundschule

Zum Lehrplan für das Fach Katholische Religionslehre für die Grundschule in NRW ist eine aktuelle Arbeitshilfe im Dezernat Schule und Hochschule erhältlich.

In dieser Arbeitshilfe sind sämtliche Kompetenzerwartungen des Lehrplanes nach den fünf Bereichen gegliedert aufgelistet. Zu jeder Kompetenzerwartung sind in der Regel drei Aufgabenvorschläge in tabellarischer Form formuliert, je einer in jedem Anforderungsbereich. Diese sind so konkret und unterrichtsbezogen wie möglich konzipiert und in diesem Sinne als Arbeitsaufträge für die Kinder formuliert.

Die Aufgabenbeispiele erfüllen eine doppelte Funktion: Sie können sowohl zur Gestaltung des Unterrichts hilfreiche Impulse geben als auch die Wahrnehmung bzgl. der Annäherung der Kinder an die Kompetenzerwartungen dienen.

Die Arbeitshilfe ist im Sekretariat des Dezernates Schule und Hochschule (Frau Leske und Frau Meyer) zum Selbstkostenpreis von 3,- € pro Stück (+Versandkosten) zu bestellen.
fon:     0201.2204-342
fax:     0201.2204-619
e-mail: dezernat.schule.und.hochschule(at)bistum-essen.de