Abk. in Schwesternnamen, häufig als Zusatz zum Ordensnamen; steht für Maria.

Ital. »meine Herrin«; Bez. für Maria, die Mutter Jesu; in der christlichen Kunst die Darstellung der Gottesmutter (mit dem Kind).

Schwestern (Mägde) Mariens von der Unbefleckten Empfängnis, lat. Ancillae Mariae, Abk. AM, kath. Frauenorden.

Lat. »mehr«; Ausdruck aus der ignatianischen Spiritualität, steht für einen dynamischen Wachstumsprozess im Glauben und die Offenheit für das, was mehr dem Willen und der Ehre Gottes und zugleich der eigenen Freiheit entspricht.

Lat. »Meister«; Bez. für
1. akademischen Grad;
2. den Novizenmeister eines Ordens.

Auch: Interstiz; zweijähriger Abschnitt in der Ausbildung von Jesuiten, in der Regel zwischen Philosophie- und Theologiestudium gelegen, zum Sammeln praktischer Seelsorgeerfahrungen.

Lat. magnificare = »rühmen, hochpreisen«; erstes Wort in der lat. Übersetzung des Lobgesangs, den Maria nach der Erzählung des Lukasevangeliums bei ihrer Begegnung mit Elisabeth anstimmt (Lk 1, 46–55). Das Magnifikat als Dankgebet ist Bestandteil der Vesper, des Abendgebets der Kirche.

Im Monat Mai fanden und finden in den Kirchen Maiandachten statt. Für die persönliche Frömmigkeit wurden bis in die 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts in den katholischen Haushalten Deutschlands Maialtäre aufgebaut. Es handelte sich dabei um eine Marienplastik oder ein Marienbild, das mit frischen Blumengeschmückt den Mai über in der Wohnung, meist in Verbindung zum  Herrgottswinkel, aufgestellt wurde. Hier betete man still für sich oder in der Familiengemeinschaft.

Andacht zu Ehren der Gottesmutter Maria. Sie findet an jedem Tag des Maria geweihten Monats Mai (»Marienmonat«) statt. Diese Andachtsform entstand in Italien und breitete sich von dort weltweit in der kath. Kirche aus.

Lat. »Hoheit des Herrn«; die Darstellung Jesu Christi als Herrscher des Alls, v. a. in der Romanik ein beliebtes Motiv der Kirchenausmalung in der Apsis.

Abk. MHD; 1953 vom dt. Zweig des Souveränen Malteserordens und vom Deutschen Caritasverband (siehe auch: Caritas) gegründet. Seine ehrenamtlichen Helfer(innen) engagieren sich im Katastrophenschutz, im Sanitätsdienst, in der Erste-Hilfe-Ausbildung und in ehrenamtlichen Sozialdiensten. Der Auslandsdienst des MHD fördert Partner in aller Welt und entsendet Fachkräfte in Krisengebiete. In der Hospizarbeit begleiten Malteser unheilbar kranke Menschen und ihre Angehörigen. Köln ist Sitz des Malteser-Hilfsdienstes, der nach eigenen Angaben rund 35.000 ehrenamtliche und 3.500 hauptamtliche Mitarbeiter(innen) sowie 850.000 Förderer zählt.

Vollständiger Titel: Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Hl. Johannes zu Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta; ältester geistlicher Ritterorden, um das Jahr 1050 in Jerusalem gegründet, hervorgegangen aus einem von Kaufleuten aus Amalfi lange vor dem ersten Kreuzzug gestifteten Pilgerhospital, das Johannes dem Täufer geweiht war. 1113 folgte die Anerkennung als kirchl. Orden durch Papst Paschalis II. (1099–1118). Neben der Krankenpflege übernahmen die Ordensritter den Schutz der Pilger im Heiligen Land. Nach dem Fall Jerusalems (1187) und Akkos (1291) gründete der Orden einen souveränen Ritterstaat auf Rhodos. 1522/23 fiel die Insel an das Osmanische Reich, der Orden wurde nach Malta verlegt (daher: »Malteserritter«). Nach der Reformation kam es zur Ordensspaltung. Der evangelische Zweig besteht unter dem Namen »Johanniterorden« (siehe auch: Johanniter) weiter, der katholische als »Malteserorden «. 1798 wurde der Orden durch Napoleon I. von Malta vertrieben. Seit 1834 ist Rom Sitz des Ordens, der bis heute von einem Großmeister im Rang eines Kardinals geleitet wird. Der Souveräne Malteserorden ist als staatsähnliches Völkerrechtssubjekt ohne Staatsgebiet anerkannt. Der Ordenssitz auf dem Aventin in Rom gilt als extraterritoriales Gebiet. Der weltweitüber 10.000 Mitglieder (Ritter und Damen) zählende Orden unterhält mit über 90 Staaten diplomatische Beziehungen, hat in sechs Staaten (darunter Deutschland)eine offizielle ständige Vertretung und genießt einen Beobachterstatus bei den Vereinten Nationen (UNO). Außerdem prägt der Orden eigene Münzen, gibt Briefmarken heraus und führt ein eigenes Autokennzeichen (SMOM). Der Malteserorden ist weltweit v. a. karitativ tätig (siehe auch: Malteser-Hilfsdienst). Erkennungszeichen des Ordens ist ein weißes achtspitziges Kreuz auf rotem Hintergrund (»Malteserkreuz«).

Ital.; mandelförmiger Strahlen- oder Lichtschein (siehe auch: Heiligenschein).

Ein am linken Unterarm getragenes (oft ein gesticktes) Stoffband, das der Priester früher als Teil seines liturgischen Gewandes in der Hl. Messe trug. Der Manipel hat sich aus dem Handtuch (Schweißtuch) entwickelt.

Name der Mutter von Jesus von Nazaret. Als Muttergottes wird Maria in der kath. und orthodoxen Kirche besonders verehrt. Der Titel der Mutter Jesu als »Gottesmutter« oder »Muttergottes« beruht auf der dogmatischen Festlegung der Gottesmutterschaft (griech. theotókos) durch das Konzil von Ephesus im Jahr 431, um zu verdeutlichen, dass Jesus von Anfang an Gottes Sohn war. Die immerwährende Jungfräulichkeit Mariens (vor, während und nach der Geburt Jesu) war schon im 4. Jh. Glaubensbestandteil. Sehr alt sind auch jene Überzeugungen, die erst im 19. und 20. Jh. dogmatisiert wurden: die Unbefleckte Empfängnis (lat. immaculata conceptio, 1854) und die leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel (lat. assumpta, 1950). Im Protestantismus wird überwiegend die Jungfrauengeburt anerkannt, die Verehrung der Maria als Muttergottes aber abgelehnt. Siehe auch: Theotokos. Siehe auch: Marienfeste.

Eines der Marienfeste im Kirchenjahr, gefeiert am 8. September.

Gefeiert am 2. Juli; siehe auch: Marienfeste.

Auch: Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel; gefeiert am 15. August. Auf frühkirchliche Tradition zurückgehend, wurde die Lehre von der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel 1950 zum Dogma erklärt. Darin drückt sich aus, dass nicht nur die Seele, sondern der ganze Mensch, gerade in seiner Leiblichkeit (d.h. mit seiner Geschichte und Identität), bei Gott Leben und bleibenden Wert behält. Siehe auch: Marienfeste.

Mariengedenktag am 22. August; Siehe auch: Marienfeste.

Lat. Congregatio Jesu, Abk. CJ, auch: Englische Fräulein; kath. Frauenorden, der nach dem Namen seiner Ordenstifterin Mary Ward (* 1585, †1645) benannt ist. Die aus England stammende Nonne gründete 1609 eine Gemeinschaft, die nach der Regel der Jesuiten lebt. In Deutschland sind die Schwestern v. a. in der Bildungs- und Erziehungsarbeit tätig und übernehmen seelsorgliche und soziale Aufgaben.

Siehe: Lichtmess.

Dankfest für die Befreiung Wiens; nur noch im deutschsprachigen Regionalkalender am 12. September; siehe auch: Marienfeste.

Siehe: Verkündigung des Herrn.

Siehe: Gemeinschaft christlichen Lebens.

Lat. Congregatio Missionariorum de Mariannhill (Kongregation der Missionare von Mariannhill), Abk. CMM; kath. Männerorden. Der Name verweist auf den Gründungsort des Ordens, ein ehem. Kloster der Trappisten in Mariannhill in der Nähe von Durban (Südafrika). Die Mariannhiller Missionare leiten Missionsstationen, betreuen Basisgemeinden und leisten Entwicklungshilfe. In Deutschland sind die Ordensbrüder in Schulen, Krankenhäusern und Pfarreien tätig.

Das sinnlich wahrnehmbare Erscheinen der Gottesmutter Maria einzelnen oder mehreren Menschen gegenüber zählt nach katholischer Lehre (siehe auch: Katechismus) zu den so genannten Privatoffenbarungen. Sie haben damit keine allgemeine Glaubensverbindlichkeit, selbst wenn die katholische Kirche eine Marienerscheinung als gesichert ansieht und sie offiziell anerkannt hat. Marienerscheinungen lassen sich bis in die frühchristliche Zeit zurückverfolgen. Bereits im Jahr 41 soll Maria dem heiligen Jakobus während einer Missionsreise im heutigen Spanien erschienen sein. Sind es bis ins Mittelalter häufig erwachsene Männer (zumeist Kleriker), denen Maria erschienen sein soll, berichten später vor allem Kinder und Menschen aus dem einfachen Volk von Marienerscheinungen (siehe auch: Lourdes; sieh auch: Fatima, Knock).Viele Orte von Marienerscheinungen entwickelten sich schnell zu bekannten Pilgerstätten, häufig verbunden mit Berichten von Wunderheilungen.

Nach der leibl. Aufnahme Mariens in den Himmel erfolgt ihre Krönung, dargestellt meist zwischen Gottvater und dem Sohn (zugehöriges Fest Mariä Himmelfahrt).

Der Monat Mai; Siehe auch: Maiandacht.

Das Kirchenjahr kennt folgende Marienfeste: das Hochfest der Gottesmutter Maria am 1. Januar, das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (Mariä Himmelfahrt)am 15. August und das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria am 8. Dezember. Weitere Marienfeste sind das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli und das Fest Mariä Geburt am 8. September sowie die Marien-Gedenktage Unserer Lieben Frau in Lourdes am 11. Februar, Unbeflecktes Herz Mariä am Samstag nach dem zweiten Sonntag nach Pfingsten, Unserer Lieben Frau auf dem Berge Karmel am 16. Juli, Maria Königin am 22. August, Mariä Namen am 12. September, Gedächtnis der Schmerzen Mariens am 15. September, Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz am 7. Oktober, Unserer Lieben Frau in Jerusalem am 21. November sowie Unserer Lieben Frau in Guadalupe am 12. Dezember.Wunderheilungen.

Lat. Societas Mariae Immaculatae, Abk. SMI; kath. Frauenorden, entwickelte sich aus einem 1854 von dem Priester Johannes Schneider (* 1824, † 1876) in Breslau gegr. Verein zur Betreuung von Dienstboten. Die Marienschwestern sind weltweit sozial-karitativ tätig. Sie setzen sich u. a. für Prostituierte ein, unterhalten Frauenhäuser, engagieren sich in der Bildungsarbeit für Frauen und Mädchen und arbeiten in der Krankenpflege und Altenbetreuung. Daneben übernehmen sie seelsorgliche Aufgaben.

Die Verehrung von Maria, der Mutter Jesu, als Gottesmutter ist schon seit dem 2. Jh. bekannt und hat sich v. a. in der katholischen und orthodoxen Kirche entfaltet. Maria wird als Fürsprecherin und Mittlerin zu Jesus Christus angesprochen. Sie gilt nach kirchl. Verständnis als schon in ihrem Leben erlöst. Sie sagt Ja zu Gottes Willen, die Gottesherrschaft durch Jesus Christus anbrechen zu lassen. In der kirchl. Tradition wird sie auch »Gottesgebärerin« genannt. Siehe auch: Theotokos.

Lat. Societas Mariae, Abk. SM; kath. Männerorden, von dem französischen Priester Jean-Claude Colin (* 1790, †1875) gegründet. In Deutschland sind die Maristen in der Seelsorge sowie in der Bildungs- und Erziehungsarbeit tätig.

Lat. Institutum Fratrum Maristarum a Scholis, Abk. FMS; kath. Männerorden, 1817 durch den später heiliggesprochenen Priester Marcellin Champagnat (* 1789, † 1840) in Südfrankreich gegründet. Die in 78 Ländern verbreitete Brüdergemeinschaft widmet sich der Erziehungs- und Bildungsarbeit, der offenen Jugendarbeit, der Erwachsenenbildung sowie dem Einsatz für Randgruppen.

Auch: Johannes Markus, einer der vier Evangelisten (Symbol: der Löwe). Markus war mit dem Apostel Petrus bekannt und begleitete Barnabas und Paulus auf ihrer ersten Missionsreise. Der Legende nach war er Gründer und erster Bischof der Kirche von Alexandrien. Er starb als Martyrer.

Abk. Mk; das zweite und älteste Evangelium im Neuen Testament (entstanden um 70 n. Chr.), das aus überlieferten Jesusworten und Jesuserzählungen einen zusammenhängenden Bericht von der Taufe Jesu bis zur Auffindung des leeren Grabes herstellt; vor allem für heidenchristliche Leser geschrieben.

Engl. = »Begegnung in der Ehe«, Abk. ME; 1968 in Nordamerika entstandene Bewegung in der kath. Kirche, die Ehepaaren zu einer erfüllteren und lebendigeren Partnerschaft verhelfen will. Marriage Encounter steht aber auch Priestern und Ordensleuten offen, die sich in ihrem Dienst »eine Vertiefung des persönlichen Kontakts zu ihrer Gemeinde oder Gemeinschaft wünschen«. Die sog. ME-Wochenenden sollen den Teilnehmern Zeit zum Nachdenken und vertrauensvollen Gespräch geben, um einander neu zu entdecken und die gemeinsame Beziehung in den Mittelpunkt zu stellen.

Auch: Märtyrer; kirchenlat. martyr = »Glaubens-, Blutzeuge«; jmd., der für seinen Glauben verfolgt wird, körperliches Leid ertragen und den Tod erleiden muss. Der erste Martyrer der Christenheit war Stephanus (Apg 7, 59). Er hat im Heiligenkalender einen bevorzugten Platz, den 26. Dezember, gleich nach dem Geburtsfest Jesu. An die Eucharistiefeiern über den Gräbern der Martyrer, die ab dem 2. Jh. üblich waren, erinnern heute noch die in jedem Altar eingelassenen Reliquien. Seit der Konstantinischen Wende können nicht nur Martyrer, sondern auch Bekenner zu Heiligen werden.

Griech. martyría = »Zeugenaussage; Zeugnis, Beweis«. Im heutigen theologischen Sprachgebrauch wird Martyria als christliches Lebenszeugnis verstanden. Sie gehört, zusammen mit dem Dienst am Nächsten (siehe auch: Diakonia) und der Feier des Gottesdienstes (siehe auch: Liturgie) zu den Grundvollzügen der Kirche.

Eine Zusammenstellung der Todestage der Heiligen der Kirche.

Geometrische, mit dem Zirkel gemessene Ornamente der Gotik, zuerst eingesetzt für die Fensterfüllungen am Chor der Kathedrale von Reims, später in allen Bereichen der gotischen Kunst verwendet. 

Einer der zwölf Apostel, der als Verfasser des Matthäusevangeliums gilt und daher zu den vier Evangelisten (Symbol: Engel bzw. Geflügelter Mensch) zählt. Nach Mt 9,9 soll Matthäus ein Zöllner gewesen sein und der Legende nach in Äthiopien, Parthien (Kaspisches Meer) und Persien missioniert haben.

Abk. Mt; das erste und umfangreichste Evangelium im Neuen Testament; zwischen 75 und 90 n. Chr. von einem anonymen Judenchristen in griechischer Sprache verfasst. Erst später wird der Apostel Matthäus als Verfasser bezeichnet. Seine Hauptquelle ist das ältere Markusevangelium. Adressaten waren v. a. judenchristliche Gemeinden. Jesus von Nazaret wird als der im Alten Testament verheißene Messias (»Sohn Davids«) dargestellt, der gekommen ist, um die alttestamentlichen Weissagungen und Verheißungen zu erfüllen.

Lat. matutinus = »morgendlich«; urspr. das erste Gebet (Morgengebet) des Stundengebets, später das diesem vorausgehende Gebet in der Nacht. Siehe auch: Horen.

Prächtiger, monumentaler Grabbau, benannt nach dem Grabmal des Königs Mausolos in Halikarnassos, einem der Sieben Weltwunder der Antike. Siehe auch: Engelsburg.

Abk. für Congregatio Mariana (Jesuiten, Gemeinschaft Christlichen Lebens) sowie für Missionarinnen Christi, kath. Frauenorden.

Abk. für Missionaries of Charity, siehe auch: Missionarinnen der Nächstenliebe.

Abk. für Missionarii Comboniani Cordis Iesu, Comboni-Missionare, kath. Männerorden.

Abk. für Marriage Encounter.

Abk. MMS; siehe auch: Missionsärztliche Schwestern.

Siehe auch: Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel.

Dorf in Bosnien-Herzegowina; im Juni 1981 berichteten sechs Kinder, ihnen sei die Gottesmutter Maria erschienen, während sie in den nahegelegenen Hügeln Schafe hüteten. Diese Marienerscheinungen sollen nach Darstellung der inzwischen erwachsenen Kinder bis heute andauern. Der Vatikan hat sie bislang nicht anerkannt. Dennoch entwickelte sich Medjugorje zu einem Wallfahrtsort, der jedes Jahr tausende Pilger anzieht.

Siehe: Gedächtnis.

Lat. mendicare = »betteln«; siehe auch: Bettelorden.

Hebr. menora = »Leuchter, Lampe«; siebenarmiger Leuchter, Teil des israelischen Staatswappens und ein wichtiges religiöses Symbol. Die Menora entstand im Auftrag Gottes (Ex 25, 31–40) als Teil des Kultgerätes der Stiftshütte und war Bestandteil des zweiten Tempels zu Jerusalem. Dabei kommt der Zahl Sieben besondere Bedeutung zu. Die Menora ging bei der Zerstörung des Tempels durch die Römer verloren; zuletzt wurde sie auf dem römischen Titusbogen dargestellt.

Lat. »Tisch«; Platte des christlichen Altars.

Auch: Messner; Helfer in Kirche und Sakristei, z.B. zur Vorbereitung des Gottesdienstes (siehe auch: Küster, Sakristan).

Auch: Ministrant(in); zumeist Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, die dem Priester bei der Messfeier oder anderen gottesdienstlichen Feiern zur Hand gehen. In Deutschland sind rund 400.000 Jungen und Mädchen registriert, die als Messdiener (innen) Dienst tun.

Lat. missio = »Entlassung«; abgeleitet von der lat. Entlassungsformel »ite, missa est« = »geht, [die Versammlung] ist entlassen«; auch: Messfeier, heilige Messe oder Eucharistiefeier; die wichtigste kath. Gottesdienstfeier, in der des Todes und der Auferstehung Jesu gedacht wird. Die Messe gliedert sich in folgende Teile: Eröffnung: Einzug und Eröffnungsgesang (Introitus), Begrüßung, Schuldbekenntnis, siehe auch: siehe auch: Kyrie, siehe auch: Gloria, Tagesgebet; Wortgottesdienst: erste Lesung, Antwortpsalm (Graduale), zweite Lesung, Ruf vor dem Evangelium (Halleluja), Evangelium, Predigt, Credo, Fürbitten; Eucharistiefeier: Gabenbereitung, Eucharistisches Hochgebet mit Präfation, Sanctus, Kommunionteil mit Vaterunser, Friedensgebet und Friedensgruß, Brotbrechung und Agnus Dei, Kommunionspendung, Schlussgebet; Entlassung: Segen, Entlassungsruf, Auszug.

Liturgisches Obergewand des Priesters bei der Messfeier. Siehe auch: Kasel.

Hebr. maschiach oder moschiach, aram. meschiah, griech. christos, latinisiert zu Christus; die Bez. stammt aus dem Tanach, der jüdischen Heiligen Schrift, bestehend aus der Tora (»Weisung«), den Nevi’im (»Propheten«) und Ketuvim (»Schriften«), und bedeutet »der Gesalbte«. Dies ist der im Alten Testament verheißene und im Judentum erwartete Heilsbringer; die Christen sehen in Jesus von Nazaret den Messias, Jesus Christus.

Bez. für einen Gottesdienst am Gedenktag für einen Verstorbenen; der »bestellte« Gottesdienst ist mit einer kleinen finanziellen Spende verbunden. Des Verstorbenen wird dann vom Priester innerhalb des Hochgebetes gedacht.

Auch: Mesner, Mesmer; lat. mansionarius = »Haushüter«; v. a. im Süddeutschen Bez. für den Küster.

Bez. für die Feier der Hl. Messe, der Eucharistie, als Gedächtnisfeier und Vergegenwärtigung des Opfers Jesu Christi am Kreuz.

Die von einer Pfarrgemeinde festgelegte Ordnung und zeitliche Abfolge der verschiedenen Eucharistiefeiern.

Eine Geldspende oder Stiftung, verbunden mit der Bitte an den Priester, während der Hl. Messe einer bestimmten Person oder eines Anliegens des Spenders zu gedenken.

Bez. für den in der Eucharistiefeier verwendeten Wein. Zugelassen ist nur Qualitätswein (also kein Tafel-, Likör- oder Schaumwein).

Griech. Siehe auch: Umkehr.

Kirchenlat. Metropolita = »Bischof in der Hauptstadt«; Titel eines Erzbischofs, der einer Kirchenprovinz (Erzbistum) vorsteht. Der Metropolit leitet die Erzdiözese und hat ein Aufsichtsrecht über die Reinerhaltung des Glaubens und die Aufrechterhaltung der kirchl. Ordnung in den ihm unterstellten Diözesen (siehe auch: Suffraganbistümer).

Kirchl. Gericht (Offizialat) eines Erzbistums, das Appellationsinstanz der Offizialate der zugehörigen Bistümer ist.

Siehe: Domkapitel an der Bischofskirche eines Erzbischofs (Siehe auch: Metropolit).

Abk. für Malteser-Hilfsdienst.

Lat. matutinus = »morgendlich«; ein nächtlicher bzw. frühmorgendlicher Gottesdienst; an Weihnachten Bez. für die Messe in der Heiligen Nacht (»Christmette«), an den letzten Tagen der Karwoche für die Morgenhoren (»Trauermetten«).

Einer der vier Erzengel, neben Gabriel, Raphael und 3Uriel. So wie Michael im Judentum als »Fürst der Synagoge« galt, gilt er im Christentum als »Fürst der Kirche«. Weil der Erzengel Michael in Deutschland besonders verehrt wurde, erhielten die Deutschen den Spitznamen Michel (»der deutsche Michel«). Michael gilt als der Engel, der den Drachen, Symbol des Bösen, in den Abgrund stürzt (Offb 20, 2–3). Schon vor der Erschaffung der Welt soll Michael den aufständischen Engel Luzifer aus dem Himmel gestürzt haben. In dieser Rolle, einen Schild mit der Aufschrift »Quis ut Deus?« (»Wer ist wie Gott?«) tragend, wird er ebenso oft dargestellt wie in seiner Rolle als Seelenbegleiter. Vorchristlichen Vorstellungen des ägyptischen Thot oder des griechischen Hermes folgend, trägt Michael die Seelenwaage (»Du wurdest auf einer Waage gewogen und für zu leicht befunden«, Hiob 31, 6; Dan 5, 27)und entscheidet über den Zugang zum Himmel. Mit der Bitte, »dass der Bannerträger Sankt Michael die Seelen ins heilige Licht führe«, wird der Erzengel noch heute im Begräbnisgottesdienst angerufen. Traditionell werden Bergheiligtümer Michael geweiht (das älteste in Europa ist Monte Sant’Angelo auf dem Gargano in Süditalien, am bekanntesten ist der Mont St. Michel auf dem Monte Tumba in der Normandie), aber auch Friedhofskirchen.

Durch Konkordate geregelte Zusammenarbeit von Kirche und Staat zur Seelsorge bei den Streitkräften. Auf katholischer Seite steht in Deutschland an der Spitze der Militärbischof, i.d.R. ein Diözesanbischof, der diese Aufgabe ehrenamtlich zusätzlich wahrnimmt. Das Katholische Militärbischofsamt befindet sich in Berlin. Zu den Aufgaben der Militärseelsorger gehören die geistliche Begleitung der Soldatinnen und Soldaten und ihrer Familien, die Feier von Gottesdiensten und lebenskundlicher Unterricht.

Siehe: Minoriten.

Lat. ministrare = »dienen«; Messdiener(in). Dieser Dienst, der zunächst nur Jungen und Männern vorbehalten war, steht heute auch getauften und zur Erstkommunion gegangenen Christinnen offen.

Lat. Ordo Fratrum Minorum Conventualium, Abk. OFMConv, »Orden der Minderbrüder Konventualen«, auch: Franziskaner-Minoriten, Franziskaner-Konventuale; Männerorden. Die Minoriten gehören neben den Franziskanern und den Kapuzinern zum Zweig der franziskanischen Ordensgemeinschaften (siehe auch: Bettelorden).

Veralteter Begriff für die konfessionsverbindende Ehe.

Kath. Hilfswerk gegen Hunger und Krankheit in der Welt, auf Anregung des Kölner Kardinals Joseph Frings 1958 von den dt. Bischöfen gegründet, mit Sitz in Aachen. Der Name Misereor leitet sich her von der Äußerung Jesu im Markusevangelium: lat. Misereor super turbam = »Ich habe Mitleid mit diesen Menschen« (Mk 8, 2). Das Werk gilt als die weltweit größte kirchl. Hilfsorganisation für die Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Gemeinsam mit einheimischen Partnern leistet Misereor v. a. Hilfe zur Selbsthilfe. Die Schwerpunkte der Projektarbeit liegen im Gesundheits- und Bildungsbereich sowie in der nachhaltigen Landwirtschaft. Neben der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit hat Misereor den Auftrag, mit Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit die Öffentlichkeit über die Situation der Armen zu informieren und sie dafür zu sensibilisieren. Neben Spendengeldern, kirchlichen und staatlichen Zuschüssen finanziert sich das Hilfswerk durch die jährlich in der Fastenzeit stattfindende »Fastenkollekte«.

Lat. misericordia = »Erbarmen, Barmherzigkeit«; häufig mit Schnitzereien versehener Vorsprung an der Unterseite der Sitzfläche des Chorgestühls, damit sich die Gläubigen während längerer liturgischer Handlungen beim Stehen anlehnen können.

Auch: Chrisam-Messe; feierlicher Gottesdienst, häufig am Morgen des Gründonnerstages, in dem der Bischof die Heiligen Öle weiht, die in der kath. Kirche v. a. für Salbungen bei der Taufe und Firmung, der Priester- und Bischofsweihe und der Krankensalbung gebraucht werden; sie bringen die stärkende, heilende Zuwendung Gottes und die Gemeinschaft mit Christus (dem Gesalbten) zum Ausdruck.

Auch Pontifikalamt genannt; die feierliche Hl. Messe eines Bischofs (pontifikal bedeutet »bischöflich«, siehe auch: Pontifex).

Lat. »feierliche Messe«; Bez. für ein festliches Hochamt in der kath. Kirche, aber auch für eine symphonische Komposition, bei der die gesamte Messe vertont ist, mit Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus und Agnus Dei (im Gegensatz zur verkürzten Form der Missa brevis). Ein berühmtes Beispiel ist die Missa solemnis von Ludwig van Beethoven.

Das amtl. Messbuch in der kath. Kirche, das die bei der Messe vorgeschriebenen Texte enthält.

Lat. Messbuch; ein liturgisches Buch (Altarbuch), das die bei der Messe vorgeschriebenen Texte enthält. Papst Pius V. (1566–1572) setzte in Durchführung der Beschlüsse des Konzils von Trient 1570 das Missale Romanum in Kraft. Im Rahmen der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils erschien 1970 ein erneuertes Missale Romanum.

Lat. »Sendung«; internationales kath. Missionswerk mit Sitz in Aachen und München, 1832 gegründet, eines von weltweit über 100 päpstlichen Missionswerken. Seine Aufgabe besteht darin, partnerschaftliche Beziehungen zu den Kirchen in Afrika, Asien und Ozeanien zu unterhalten, Projekte dieser Kirchen zu unterstützen und in Deutschland Bewusstseinsbildung zu leisten. Finanziert werden diese Projekte überwiegend aus Spenden und dem Ergebnis der Kollekte am Weltmissionssonntag, aber auch aus Kirchensteuermitteln.

Lat. »kirchenamtliche Sendung«; die nach dem Kirchenrecht (siehe auch: Kanon) erforderliche offizielle Beauftragung und Erlaubnis, den Glauben zu verkünden und Religionsunterricht zu erteilen. Die Missio canonica wird durch den Bischof erteilt und kann durch ihn auch wieder entzogen werden.

Lat. missio = »Auftrag, Sendung«; die Verkündigung des Evangeliums unter Nichtchristen. Gemäß dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist die kath. Kirche ihrem Wesen nach »missionarisch«. Es ist urchristlicher Auftrag, den Glauben an den auferstandenen Jesus zu verkünden (»Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen«, Mk 16, 15; »Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern!«, Mt 28, 19). In der Reflexion des eigenen Verhaltens hat sich die Kirche von gewalttätiger Mission in der Vergangenheit distanziert und Fehler eingestanden. Der christliche Missionsauftrag kann nur so erfüllt werden, dass sich Menschen von einem überzeugend gelebten Glauben ansprechen lassen.

Lat. Congregatio Missionariorum Pretiosissimi Sanguinis, Abk. CPPS; der 1815 in Italien gegründete kath. Männerorden ist »dem missionarischen Dienst am Wort Gottes verpflichtet«. Die Missionare der dt. Provinz leben und arbeiten in Deutschland, Österreich und in Liechtenstein. Sie übernehmen u. a. Aufgaben in Pfarreien, Schulen, Jugend- und Exerzitienhäusern.

Lat. Congregatio Missionariorum a S. Familia, Abk. MSF; kath. Männerorden, 1895 von dem franz. Priester Jean Berthier (* 1840, † 1908) in der niederländischen Stadt Grave gegründet. Der Orden widmet sich in mehr als 20 Ländern sozialen und karitativen Aufgaben. In Deutschland arbeiten die Missionare u. a. als Seelsorger in Pfarrgemeinden und Krankenhäusern oder sind in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung tätig.

Abk. MSC; Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu.

Abk. WV; siehe auch: Weiße Väter.

Abk. MCCI; Comboni-Missionare vom Herzen Jesu; siehe auch: Comboni-Missionare.

Abk. MSC; siehe auch: Herz-Jesu-Missionare.

Abk. MC; kath. Frauenorden, 1956 von dem dt. Pater Christian Moser (* 1899, † 1961) gegründet. Die weltweit tätigen Schwestern widmen sich u. a. der Kranken und Altenpflege, der Gemeinde-, Alten und Krankenseelsorge oder sind als Sozialarbeiterinnen, Psychologinnen und Supervisorinnen tätig.

Engl. Missonaries of Charity, Abk. M.C.; kath. Frauenorden, 1948 von Mutter Teresa gegründet. Die Schwestern arbeiten weltweit in Armenvierteln und Heimen für Sterbende, Lepra- und Aidskranke, Obdachlose und Kinder.

Engl. Medical Mission Sisters, Abk. MMS; kath. Frauenorden, 1925 in Washington (USA) von der österreichischen Ärztin Anna Dengel (* 1892, † 1980) gegründet. In Deutschland engagieren sich die Schwestern in kleinen Gemeinschaften oder allein lebend für Kranke, Alte und Wohnungslose sowie für Menschen, die Lebens- und Sinnorientierung suchen. Der weltweit verbreiteten Ordensgemeinschaft gehören nach eigenen Angaben über 660 Schwestern an.

Lat. Congregatio Missionaria S. Francisci Assisiensis, Abk. CMSF; kath. Männerorden, dessen Mitglieder nach der Regel des hl. Franz von Assisi leben. Der 1901 von dem Deutschen Paulus Moritz in Nagpur (Indien) gegr. Orden widmet sich u. a. der Erziehungsabeit in Schulen und Waisenhäusern, bietet Ausbildungen im Handwerk an und unterhält ambulante Kranken- und Sozialstationen. Einzige dt. Niederlassung des Ordens ist das Missionshaus Bug in Bamberg.

Von lat. procura = »Fürsorge, Versorgung«; Einrichtung zur Unterstützung von Missionarinnen und Missionaren.

Lat. Filiae Sanctae Pauli, auch: Paulus- Schwestern, Abk. FSP; kath. Frauenorden, 1915 in Alba bei Turin (Italien) gegr. Ordensgemeinschaft. Die Schwestern widmen sich v. a. der Arbeit mit Medien, um den Glauben zeitgemäß zu verkünden. Sie unterhalten weltweit Buchhandlungen, Medienzentren und Videoverleihstellen, bieten Radio- und Fernsehsendungen mit religiösem Inhalt an und veranstalten u. a. Besinnungstage für Jugendliche.

Lat. Missionariae Sacratissimi Cordis, Abk. MSC; kath. Frauenorden, 1900 von dem gebürtigen Niederländer Hubert Linckens (* 1861, † 1922) als weiblicher Zweig der Herz-Jesu-Missionare gegründet, heute weltweit verbreitet. Die Schwestern betreuen
z.B. Straßenkinder in Rumänien, sind in Armenvierteln in Peru tätig, arbeiten in Deutschland in der Kranken- und Altenpflege oder kümmern sich um Frauen in Notsituationen.

Auch: Inful, volkst. »Bischofsmütze«; Bez. für die liturgische Kopfbedeckung von Papst, Bischof und Abt; eine hohe, spitz zulaufende Mütze, die an der Rückseite mit zwei herabhängenden Zierbändern versehen ist.

Abk. für Medical Mission Sisters, Missionsärztliche Schwestern, kath. Frauenorden.

In mehreren Pfarrgemeinden, die zu einem Seelsorgebereich zusammengeschlossen sind, Bez. des Priesters, der die Leitungsaufgabe wahrnimmt.

Lat. Bez. für Kloster.

Griech. mónos = »allein«; der Lebensform eines Mönchs (einer Nonne) entsprechend. Monastische Orden sind geistliche Gemeinschaften, deren Mitglieder die feierlichen Gelübde abgelegt haben.

Griech. monachós = »Einsiedler«; ein Mann, der allein oder in einer Klostergemeinschaft (Orden) ein von religiösen Grundsätzen bestimmtes asketisches Leben führt (Evangelische Räte, Gelübde). Zu den Mönchsorden oder monastischen Orden gehören u. a. die  Benediktiner(innen), Zisterzienser(innen), Trappist(inn)en und Kartäuser. Mönche, die zugleich Priester sind, werden mit  »Pater« und ihrem Vornamen, die übrigen Ordensmitglieder mit »Frater« oder »Bruder« und ihrem Vornamen ausgesprochen. Die weibliche Entsprechung zum Mönch ist die Nonne.

Ital. »mein Herr«; Abk. Msgr. oder Mons.; Titel und Anrede für Kleriker, die mindestens Träger des päpstlichen Ehrentitels »Kaplan Seiner Heiligkeit« sind (siehe auch: Ehrenkaplan, siehe auch: Prälat).

Lat. monstrare = »zeigen«; kostbares liturgisches Gefäß, in das eine konsekrierte Hostie eingesetzt ist (Lunula) und den Gläubigen, insbes. bei Prozessionen oder bei Aussetzungen, gezeigt wird.

Lat. Societas Mariae Montfortana, Abk. SMM; kath. Männerorden, zu Beginn des 18. Jh. von dem französischen Priester Ludwig-Maria Grignion (* 1673, † 1716) gegründet. Die Montfortaner sind weltweit in 35 Ländern tätig. Sie arbeiten z.B. in Elendsvierteln südamerikanischer Großstädte und setzen sich für die arme Landbevölkerung in einigen Ländern Afrikas und Asiens ein. In Deutschland engagiert sich die Ordensgemeinschaft neben der Pfarrseelsorge in der Kranken-, Behinderten-und Jugendpastoral und unterstützt ihre Mitbrüder in verschiedenen Entwicklungsländern.

Lat. »aus eigenem Antrieb«; ein Erlass des Papstes in Briefform ohne Anrede. Es wird v. a. für Gesetzgebungsakte des Papstes, aber auch für Verwaltungsakte verwendet. 

Siehe: Chorkleidung; ein vorn geknöpfter, bis zu den Ellbogen reichender Schulterumhang.

Abk. für Missionarii Sacratissimi Cordis Iesu, Herz-Jesu-Missionare bzw. Missionsschwestern vom Heiligsten Herzen Jesu, kath. Männer- bzw. Frauenorden.

Abk. für Congregatio Missionariorum a S. Familia, Missionare von der Heiligen Familie, kath. Männerorden.

Auch: Mons., Abk. für Monsignore (siehe auch: Prälat).

Die traditionelle Form der hl. Kommunion, bei der die kath. Gläubigen, stehend oder kniend, die konsekrierte Hostie direkt mit dem Mund empfangen. Erst seit einigen Jahrzehnten wird daneben auch die Handkommunion praktiziert. Die beiden Formen des Empfangs der Eucharistie spiegeln quasi exemplarisch zwei unterschiedliche Denkrichtungen in der Kirche wider; die konservative Richtung spricht sich gegen die Handkommunion aus und möchte sie wieder rückgängig machen.

Lat. monasterium = »Kloster«; urspr. die Kirche eines Klosters oder Kapitels(Stiftskirche), später im dt. Sprachgebiet – v. a. im alemannischen Raum – auch Bez. für die Hauptkirche einer Stadt sowie für einzelne Bischofskirchen (z.B. Essener Münster). Siehe auch: Dom, siehe auch: Kathedrale.

Siehe: Maria, siehe auch: Theotokos.

Räumliches Zentrum eines Ordens, nicht selten auch Ursprungsort des Ordens und/oder Sitz der Oberen.

Griech.: »Heranführung ans Geheimnis«; religionspädagogischer Ansatz, dem es um die religiöse Deutung eigener biographischer Erfahrungen geht. Die »mystagogische Katechese« (Karl Rahner) nimmt an, dass der Mensch, der nach dem Sinn seiner Existenz sucht, dies als Suche nach Gott und sogar als Dialog mit ihm verstehen darf. Die Begegnung mit dem Geheimnis Gottes führt auch zur Begegnung mit dem Geheimnis der eigenen Existenz, und umgekehrt. Zunächst steht das Erleben vor dem Verstehen, das Fragen und Verstehen folgt dann dem Erleben. Eine wichtige Rolle kommt dabei der Teilnahme am Gemeindeleben und dem Mitfeiern von Gottesdiensten zu.

Von griech. mystikós = »geheimnisvoll«; Form der Religiosität, bei der der Mensch durch Versenkung (Kontemplation), Hingabe und Gebet dem göttlichen Geheimnis zu begegnen und die persönliche Vereinigung (»Einswerdung«) mit Gott zu erlangen versucht. Die Blütezeit der christlichen Mystik war das Mittelalter; zu den bekanntesten Mystikern jener Zeit zählen Meister Eckhart und Hildegard von Bingen.

Quelle: Katholisch A bis Z | Manfred Becker-Huberti, Ulrich Lota | Herder Verlag

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