Lat. familiaris = »Hausgenosse«; Bez. für Männer oder Frauen, die in einer Ordensgemeinschaft leben und arbeiten, dem Orden selbst aber nicht angehören.

Siehe: Liturgische Farben.

Fasttage gibt es nicht nur in der Fastenzeit, und die Abstinenz von Fleisch ist gleichfalls nicht auf die Fastenzeit begrenzt. Abstinenztag ist jeder Freitag im Kirchenjahr, weil er an den Tod Jesu Christi erinnert. Fast- und Abstinenztage zugleich sind aber nur zwei Tage im Jahr: Aschermittwoch und  Karfreitag. Der erste Tag eröffnet die Zeit der Buße und Vorbereitung auf Ostern, der zweite Tag gedenkt des Sterbetages Jesu Christi.

Die erste Speise nach der Fastenzeit wird als Fastenbrechen bezeichnet (vgl. engl. breakfast für das erste Essen nach der Nacht). Es ist nicht Bestandteil der Liturgie, wird aber in manchen Gemeinden und Klöstern gemeinschaftlich nach der Feier der Osternacht begangen. Auch im Islam ist das Fastenbrechen als Feier nach dem Fasten (= Ramadan) bekannt.

Siehe: Fastenvelum.

Die Sonntage in der Fastenzeit. Sie werden gelegentlich auch nach den Anfangsworten des Introitus, des Eingangsverses der Hl. Messe, benannt. Erster Fastensonntag: Invocabit (Invocabit me = »Er ruft mich an«), Zweiter Fastensonntag: Reminiscere (Reminiscere miserationum tuarum = »Denke an deine Güte«), Dritter Fastensonntag: Oculi (Oculi mei semper ad Dominum = »Meine Augen schauen immer auf zum Herrn«), Vierter Fastensonntag: Laetare (Laetare, Jerusalem = »Freu’ dich, Jerusalem«), Fünfter Fastensonntag (früher: Erster Passionssonntag): Judica (Judica me, Deus = »Schaff’ Recht mir, Gott«), Palmsonntag. Zu Zeiten, da man als Katholik die Fastensonntagsnamen wissen musste, lernte man sie mit einem auf die Schnepfenjagd bezogenen Spruch: »Invocabit – nimm den Hund mit; Reminiscere – putzt die Gewehre; Oculi –da kommen sie; Laetare – das ist dasWahre; Judica – sind sie auch noch da; Palmarum – lirum, larum; Osterzeit – wenig Beut’; Quasimodogeniti – halt, Jäger, halt, jetzt brüten sie«.

Siehe: Fastenzeit.

Siehe: Fastenvelum.

Siehe: Velum. Im Mittelalter, mindestens seit dem Jahr 1000, verhängte während der Fastenzeit ein besonders gestaltetes Tuch den Durchgang des Lettners und damit den Anblick des Hauptaltars. Nur sonntags wurde das Tuch so gerafft, dass man den Priester am Altar sehen konnte. Seit 1976 produziert das Bischöfliche Hilfswerk Misereor moderne Hungertücher, die sich als künstlerisch gestaltete Zeitanzeige verstehen. Das Fastenvelum kennt viele Aliasbezeichnungen: Velum quadragesimale, Fastentuch, Fastenlaken, Hungertuch, Kummertuch, Schmachtlappen.

Auch: österliche Bußzeit; Bez. für die 40 Tage dauernde Vorbereitung auf das Osterfest (siehe auch: Ostern), das höchste Fest im Kirchenjahr. Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch und endet mit der Osternacht, wobei die jeweiligen Sonntage keine Fasttage sind und deshalb nicht mitgezählt werden. Als äußeres Zeichen der Buße und Besinnung sollen die Gläubigen in dieser Zeit Verzicht auf persönliche Annehmlichkeiten üben, nur eine volle Mahlzeit pro Tag und zwei kleine Stärkungen zu sich nehmen. An allen Freitagen gilt das Gebot der Abstinenz, der Enthaltung von Fleischspeisen. Zwei Tage im Jahr sind Fast- und Abstinenztage zugleich: Aschermittwoch und Karfreitag.

Urspr. der Abend vor dem Beginn der Fastenzeit; seit dem 15. Jh. auch die Woche davor. So unterschiedlich das Fastnachtsbrauchtum ist (Verkleidungen, Umzüge, Sitzungen, Repräsentanten wie Prinz Karneval), so regional verschieden sind auch die Bezeichnungen für die »närrischen Tage« in urspr. kath. Gegenden. Das Wort »Fastnacht« (regional auch: Fassenacht, Fasnacht, Fastelovend oder Fosenet) wird v. a. in Mainz und Umgebung verwendet, in den schwäbisch-alemannischen Gebieten ist von »Fasnet« die Rede. Vom »Fasching« spricht man insbes. im bayerisch-österreichischen Raum. Im Kölner Raum wird dagegen »Karneval« (oder Fasteleer) gefeiert. Die Auslegung, das Wort stamme vom Italienischen »carne vale« und bedeute »Fleisch, lebe wohl«, ist umstritten. Höhepunkte der Fastnachts- oder Karnevalswoche sind der Donnerstag vor  Aschermittwoch (Weiberfastnacht), Rosenmontag und der Veilchendienstag, an dem der Karneval oft »feierlich« zu Grabe getragen wird. Die Fastnacht ist weltweit ein kath. Phänomen, weil sie Schwellenfest zur Fastenzeit nach katholischem Brauch ist.

Portugiesische Stadt, zwischen Lissabon und Coimbra gelegen, der bekannteste Marienwallfahrtsort in Portugal. Hier hatten 1917 drei Hirtenkinder im Alter zwischen sieben und zehn Jahren berichtet, ihnen sei am 13. Mai die Gottesmutter Maria erschienen. Die Erscheinungen wiederholten sich bis Oktober jeweils am 13. eines jeden Monats. Dabei forderte Maria die Menschen zu Umkehr, Buße und Gebet auf. Sie sollten der Lehre der Kirche folgen und deren Gebote beachten. Bei der Erscheinung am 13. Juli soll die Gottesmutter Prophezeiungen ausgesprochen haben, die als »Geheimnisse von Fátima« bekannt wurden. 1930 erkannte die kath. Kirche die Marienerscheinungen als glaubwürdig an. Siehe auch: Fátima-Weltapostolat.

Internationale Gemeinschaft, um die sog. Fátima-Botschaft der Gottesmutter Maria in Erinnerung zu halten und zu verbreiten (siehe auch: Fátima). Der 1947 in den Vereinigten Staaten gegr. Gemeinschaft gehören Laien, Priester und Ordensleute an. Sie wurde 2006 vom Vatikan offiziell anerkannt. Das Fátima-Weltapostolat ist nach eigenen Angaben in etwa 120 Ländern verbreitet und zählt rund 22 Mio. Beter.

Abk. für Franciscanae Cordis Jesu et Mariae, Franziskanerinnen von Salzkotten, kath. Frauenorden.


Abk. für Filles du Coeur de Marie, Töchter vom Herzen Mariä, kath. Frauenorden.


Abk. für Filiae Sanctae Crucis, Töchter vom heiligen Kreuz, kath. Frauenorden.


Mhd. vegen = »reinigen«; bildhafter Ausdruck für einen »Reinigungsort« (lat. purgatorium) der Verstorbenen, d.h. derjenigen verstorbenen Seelen, die sich noch im »Läuterungszustand« befinden und die volle Gemeinschaft mit Gott noch nicht erreicht haben. Das Kompendium des Katechismus der kath. Kirche lehrt: »Das Purgatorium ist der Zustand jener, die in der Freundschaft Gottes sterben, ihres ewigen Heils sicher sind, aber noch der Läuterung bedürfen, um in die himmlische Seligkeit eintreten zu können.« Papst Johannes Paul II. hatte im 1992 approbierten »Weltkatechismus« zur Präzisierung ein Zitat nach Gregor dem Großen aufgeführt: »Man muss glauben, dass es vor dem Gericht für gewisse leichte Sünden noch ein Reinigungsfeuer gibt, weil die ewige Wahrheit sagt, dass, wenn jemand wider den Heiligen Geist lästert, ihm ›weder in dieser noch in der zukünftigen Welt‹ vergeben wird (Mt 12, 32).« Dieser Aussage darf man entnehmen, so Papst Johannes Paul II., dass in dieser Welt bestimmte Sünden, in der anderen Welt aber andere nachgelassen werden können. Das Fegefeuer darf nicht mit dem Limbus verwechselt werden.

Im christlichen Feiertag verbindet sich das christliche Erbe mit dem menschlichen Bedürfnis nach Pausen vom Alltag. Somit wird im Feiertag das religiöse und kulturelle Gedächtnis der Kirche ausgedrückt. In der Gestaltung des Feiertags erinnert sich die Gemeinde an bestimmte Ereignisse aus dem Leben und Sterben Jesu sowie aus der Kirchengeschichte und feiert damit Gottes Heilshandeln. Zu den Feiertagen selbst: siehe auch: Hochfest. Siehe auch: Marienfeste. Siehe auch: Kirchenjahr. Siehe auch: Osterfestberechnung.

Der Hirtenstab des Papstes, der statt der Krümme des Bischofsstabs einen geraden, von einem Kreuz gekrönten Schaft zeigt.

Unter der »Heiligen Familie« versteht man Josef, Maria und das Jesuskind. Der 26. Dezember, der Tag nach dem Fest der Geburt Jesu, wird als Fest der Heiligen Familie begangen.

Abk. für Institutum Fratrum Franciscalium a Santa Cruce loci Waldbreitbach, Franziskanerbrüder vom Heiligen Kreuz, kath. Männerorden.

Siehe: Franziskanische Gemeinschaft.

Ein sehr schlankes Türmchen, das bei gotischen Bauten auf den Strebepfeilern steht, aber auch Baldachine bekrönt und Konsolen schmückt. Die Fiale trägt auf ihrer Spitze meist eine Kreuzblume.

Abk. FCr; Töchter vom heiligen Kreuz.

Abk. FSP, auch: Paulus-Schwestern; Missionsschwestern vom heiligen Paulus.

Bez. für einen weiteren Gottesdienstort in einer Gemeinde. Diese zusätzliche Kirche ist einer Gemeinde bzw. Pfarrei zugeordnet und von ihr abhängig.

Abk. FdC; siehe auch: Vinzentinerinnen.

Abk. FCM; siehe auch: Töchter vom Herzen Mariä.

Abk. für Fédération Internationale des Mouvements de Jeunesse Catholique d’Action Paroissiale, internationaler Dachverband der kath. gemeindenahen Jugendverbände (siehe auch: Katholische Junge Gemeinde).

Lat. firmare = »festmachen, bestärken«; ein vom Bischof (oder einem von ihm beauftragten Priester) durch Salbung unter Handauflegung gespendetes Sakrament. Mit der Firmspendung bekräftigen die Kinder bzw. Jugendlichen (»Firmlinge«) ihren Glauben und ihre Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Kirche und empfangen »die Gabe Gottes, den Heiligen Geist«. Die Firmung gehört neben der Taufe und der Erstkommunion (siehe auch: Eucharistie) zu den Initiationssakramenten.

Frühchristliches Symbol für Christus. Der Fisch (griech. ichthys), dargestellt in zwei sich an der Schwanzflosse kreuzenden Linien, war das (historisch allerdings nicht belegte) geheime Erkennungszeichen der Urchristen und ist bis heute für viele Christen ein Symbol für ihren Glauben. Die Buchstaben des Wortes Ichthys (ausgesprochen: ichtüs) stehen für Iesous Christos Theou Hyios Soter (»Jesus, der Gesalbte, Gottes Sohn, Retter«).

Lat. anulus piscatoris; seit dem 14. Jh. der Amtsring (Siegelring) der Päpste. Auf der Ringplatte ist neben dem Apostel Petrus, der ein Fischernetz ins Boot zieht, ein Fisch dargestellt und der Name des Papstes eingraviert. Der Ring verweist auf das Matthäusevangelium, wo Jesus auf die beiden fischenden Brüder Andreas und Petrus trifft und sie auffordert: »Folget mir nach. Ich will euch zu Menschenfischern machen« (Mt 4, 18f.). Der Fisch erinnert zugleich an das geheime Erkennungszeichen der Urchristen, bis heute für viele Christen ein Symbol für ihren Glauben (siehe auch: Fisch). Nach dem Tod des Papstes zieht der 3Camerlengo den Fischerring vom Finger des Papstes ab. Der Ring wird in der ersten Sitzung des Kardinalskollegiums nach dem Tod des Papstes zerbrochen.

Das Matthäusevangelium (Mt 2, 13–23) erzählt von der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten: Die Eltern Josef und Maria flüchten mit ihrem neugeborenen Sohn Jesus, um ihn vor seiner Ermordung durch Soldaten des Königs Herodes zu schützen. Erst nach dem Tod des Herodes kehrt die Hl. Familie nach Nazaret zurück. Auf dieseWeise symbolisiert diese Familie zugleich, was schon viele Jahrhunderte vorher Schicksal aller Israeliten war: Sie mussten aus Israel nach Ägypten fliehen. Die Flucht der Hl. Familie ist häufig durch Künstler dargestellt worden (siehe auch: Fest der Heiligen Familie).

Auch: Klapp(en)altar; ein Altaraufsatz, bei dem das feststehende Altarbild durch drei (Triptychon), fünf (Pentaptychon) oder mehrere (Polyptychon) Flügel ergänzt wird. Ein nur zweiflügeliges Altarbild wird als Diptychon bezeichnet. Die beweglichen Flügel können umgeklappt und vor das zentrale Bild gebracht werden.Weil sich ein Flügelaltar – je nach Ansicht – an den Werk- und Feiertagen verschieden darstellt, nennt man ihn auch »Wandelaltar«. Wenn das Hauptbild oder andere Teile der Vorder- oder Rückseiten der Flügel geschnitzt sind, spricht man auch vom »Schnitzaltar«.

Abk. für Fratres Misericordiae de Montabaur,siehe auch: Barmherzige Brüder von Montabaur, kath. Männerorden.

Abk. für Fratres Misericordiae Mariae Auxiliatricis, Barmherzige Brüder von Maria-Hilf, kath. Männerorden.

Abk. für Institutum Fratrum Maristarum a Scholis, Maristenbrüder, kath. Männerorden.

Ital. focolare = »Herdfeuer«; 1943 in Trient (Italien) von Chiara Lubich († 2008) gegr. geistliche Gemeinschaft. Ziel der christlich- charismatischen Vereinigung ist es, »den Geist der Geschwisterlichkeit und der Einheit in alle Bereiche des menschlichen Lebens hineinzutragen«. Neben dem Engagement in der Ökumene setzt sich die Fokolar-Bewegung besonders für einen Dialog unter den Religionen ein. Die Bewegung ist heute in mehr als 180 Ländern aktiv und zählt nach eigenen Angaben rund 140.000 Mitglieder sowie über zwei Mio. »Freunde« und Anhänger.

Siehe: Piscina.

Abk. für Frater; auch: engl. Abk. für Father = Pater.

Abk. FCJM; siehe auch: Franziskanerinnen von Salzkotten.

Auch: Franziskus; ital. Francesco d’Assisi, eigentlich Giovanni Bernadone (* 1181 oder 1182 in Assisi, † 3. Oktober 1226 in Portiuncula bei Assisi), Gründer des Franziskanerordens (siehe auch: Franziskaner). Er entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie. Sein Vater, ein Tuchgroßhändler, nannte seinen Sohn »Francesco« (kleiner Franzose). Im Krieg zwischen Assisi und Perugia wurde Franz 1202 gefangengenommen, erkrankte schwer und geriet in eine Lebenskrise. Er bekehrte sich im Glauben, pflegte Aussätzige und verzichtete schließlich auf das väterliche Erbe, um als Bettler und Wanderprediger zu leben. Im Laufe der Zeit schlossen sich ihm immer mehr junge Männer an. Franz verpflichtete sie in einer ersten, auf Texten des Neuen Testaments gründenden Regel zu einem Leben in Armut und Buße im Dienst an den Menschen und der Kirche. 1210 zog er mit seinen Brüdern nach Rom. Dort billigte Papst Innozenz III. (1198–1216) mündlich die »Armutsbewegung«. 1223 bestätigte Papst Honorius III. die endgültige Regel (»Regula bullata«) des Ordens der Minderen Brüder, die Franziskus mit einigen Vertrauten zusammen verfasst hatte. Bereits 1220 war Franz von der Leitung der Ordensgemeinschaft zurückgetreten. Am 3. Oktober 1226 starb er in Portiuncula (siehe auch: Portiuncula-Ablass) unterhalb von Assisi. Zwei Jahre später, 1228, sprach Papst Gregor IX. (1227–1241) Franz von Assisi heilig.

Lat. Ordo Fratrum Minorum, Abk. OFM, Orden der Minderen Brüder, auch: Minderbrüder; Ordensgemeinschaft, die nach der Regel des hl. Franz von Assisi lebt. Die Franziskaner gehören zur Gruppe der Bettelorden und verpflichten sich zum Dienst an den Menschen und der Kirche in Armut und Buße. Der Orden ist tätig in Seelsorge, Schule, Wissenschaft und Mission. Ordenstracht: brauner Habit mit Kapuze und weißem Strick, oft auch Sandalen. Auseinandersetzungen über die Ordensregel führten im Verlauf der Geschichte zur Entstehung weiterer Ordensgemeinschaften. Heute wird zwischen drei voneinander unabhängigen und selbständigen Ordensgemeinschaften unterschieden: den Franziskanern (Orden der Minderen Brüder), hervorgegangen aus der Observanzbewegun (Franziskanerobservanten),den 1517 entstandenen Konventualen (Abk. OFMConv), auch Minoriten genannt (Ordenstracht: schwarzer Habit, weißer Strick), und den Kapuzinern (Abk. OFMCap), die ein braunes Gewand mit langer Kapuze und weißem Strick tragen. Der weibliche Zweig geht auf die hl. Clara von Assisi zurück (siehe auch: Klarissen).

Lat. Institutum Fratrum Franciscalium a Santa Cruce loci Waldbreitbach, Abk. FFSC; kath. Männerorden, der zur franziskanischen Ordensfamilie (siehe auch: Franz von Assisi) gehört. Die 1862 von Jakobus Wirth (* 1830, †1871) gegr. Ordensgemeinschaft widmet sich u. a. der Kranken- und Altenpflege, kümmert sich um wohnungslose Menschen und arbeitet in der Seelsorge.

Lat. Ordo Sancti Francisci, Abk. OSF; Bez. für verschiedene kath. Frauenorden, die nach der Regel des hl. Franz von Assisi leben. Die meisten Ordensgemeinschaften widmen sich sozial-karitativen Aufgaben.

Lat. Franciscanae Cordis Jesu et Mariae, Abk. FCJM; kath. Frauenorden, 1860 von der in Hallenberg/Westfalen geborenen Theresia Pfänder (* 1827, † 1882) gegr. Gemeinschaft. Sie gehört zur franziskanischen Ordensfamilie (siehe auch: Franz von Assisi). Die Schwestern widmen sich heute u. a. der Erziehung und Ausbildung von Kindern, sind in der Altenpflege tätig, betreuen Behinderte und Suchtkranke und arbeiten in der Seelsorge. Das Mutterhaus ist in Salzkotten (Nordrhein-Westfalen).

Abk. OFMObs. Die heutigen Franziskaner sind aus der Observanzbewegung innerhalb des Franziskanerordens hervorgegangen. Kennzeichen dieser Bewegung war die Rückkehr zu einer strengen Beachtung (lat. Observanz) der ursprünglichen Ordensregel (Armutsideal, Niederlassung in Einsiedeleien, Wanderpredigt). Die Observanten erhielten regen Zulauf und wurden zur Mehrheit im Orden. Streitigkeiten führten 1517 zur Trennung durch Papst Leo X. Seitdem ist der Franziskanerorden in zwei selbständige Zweige geteilt: die Konventualen (siehe auch: Minoriten) und die Observanten (siehe auch: Franziskaner).

Abk. FG; geistliche Gemeinschaft katholischer Christen, die im Sinne des hl. Franz von Assisi versuchen, ihren Glauben in der Familie, in der Nachbarschaft und am Arbeitslatz zu bezeugen. Die Mitglieder treffen sich regelmäßig zum Gebet und gemeinsamen Lesen der Bibel. Sie setzen sich u. a. für Randgruppen ein, engagieren sich für Menschenrechte und Umweltschutz.

Siehe: Franz von Assisi.

Lat. »Bruder«.


Abk. FSSP; Priesterbruderschaft St. Petrus.

Abk. FMM; siehe auch: Barmherzige Brüder von Montabaur.

Abk. FMMA; siehe auch: Barmherzige Brüder von Maria-Hilf.

Abk. FCF; internationale Gemeinschaft ehelos lebender Frauen. Sie versuchen ihren Alltag aus einer kontemplativen Haltung heraus zu gestalten, die sich an dem 2005 seliggesprochenen Franzosen Charles de Foucauld († 1916) orientiert. Die Frauen leben meist allein und bleiben in ihrem bisherigen Beruf und Umfeld tätig. Im Mittelpunkt ihrer regelmäßigen Treffen stehen Gebet, das Lesen der Heiligen Schrift und die Feier der Eucharistie. Ihre Mitglieder legen gegenüber der Gemeinschaft ein Versprechen ab. Die Frauengemeinschaft ist in 23 Ländern vertreten, hauptsächlich in Europa und Südamerika.

Siehe: Päpstliches Missionswerk der Frauen.

Zweimal jährlich stattfindende Konferenz der Bischöfe aus Bayern und aus der Diözese Speyer unter dem Vorsitz des Erzbischofs von München und Freising.

Früher war damit das Gebot gemeint, an Freitagen – im Gedenken an den Kreuzestod Christi – kein Fleisch zu essen. Heute kann das Freitagsgebot verschiedene Formen annehmen: Verzicht auf Fleischspeisen, spürbare Einschränkung im Konsum, bes. bei Genussmitteln, Hilfeleistungen für den Nächsten.

Siehe: Kulturkampf.

Christen wollten schon früh »in geweihter Erde« bestattet werden. Man bestattete in Katakomben, in Kirchen und um Kirchen herum. Der Friedhof musste mit einer Mauer oder einem Zaun gesichert sein, damit die Gräber geschützt (eingefriedet) waren. Mit der Bevölkerungszunahme im 19. Jh. mussten neue Friedhöfe am Stadtrand angelegt werden. Diese Friedhöfe befinden sich fast ausnahmslos in kommunaler Hand.

Mhd. fron = »Herr« und lichnam = »lebendiger Leib«; Hochfest am Donnerstagnach dem Dreifaltigkeitssonntag, zehn Tage nach Pfingsten, zur besonderen Verehrung des Altarsakramentes, der bleibenden Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie. Seit dem 13. Jh. wurde als sichtbares Zeichen für den Glauben an die Gegenwart Christi das eucharistische Brot (Hostie) in einem Schaugefäß (Monstranz) durch die Straßen getragen. Solche Fronleichnamsprozessionen gibt es auch zu Wasser, beispielsweise in Köln-Mülheim, in Duisburg und im Kanton Luzern. Erzdiakon Robert von Lüttich führte aufgrund der Visionen der Augustinernonne und Mystikerin Juliana von Lüttich das Fest 1246 in der Diözese Lüttich ein. Papst Urban IV. (1261–1264) legte 1264 fest, Fronleichnam am zweiten Donnerstag nach Pfingsten zu feiern. Papst Johannes XXII. (1316–1334) sorgte 1317 dafür, dass das Fest in der ganzen abendländischen Kirche begangen wird. Die erste Fronleichnamsprozession fand in der zweiten Hälfte des 13. Jh. in Köln statt. Bis heute werden Prozessionswege und Stationen mit Fahnen und Blumenteppichen geschmückt.

Abk. für Institutum Fratrum Scholarum Christianarum, Brüder der christlichen Schulen (auch: Schulbrüder), kath. Männerorden.

Abk. für Institutum Fratrum Maristarum a Scholis; siehe auch: Maristenbrüder.


Abk. für Filiae Sanctae Pauli, Missionsschwestern vom heiligen Paulus, Paulus-Schwestern, kath. Frauenorden.

Priesterbruderschaft St. Petrus.


Persönliches oder gemeinsames Gebet für andere; Fürbitten von Priester und Gemeinde sind Teil der Hl. Messe.

Ein »gefürsteter Bischof« war jener, der in Personalunion Leiter eines Bistums und zugleich Landesherr über ein Territorium war. Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation wurde diese Regelung mit der Säkularisation 1803 obsolet. In Montenegro überdauerte sie bis 1918. Eingeführt worden war die Erhebung der Bischöfe in den Rang von Reichsfürsten durch die Politik der deutschen Könige im Frühmittelalter, die auf diese Weise den Erbgang und Einfluss von Adelsfamilien minimierten. Die bedeutendsten drei geistlichen Fürsten in Mainz, Köln und Trier wurden 1356 durch die Goldene Bulle neben den vier weltlichen Kurfürsten zu geistlichen Kurfürsten erhoben und nahmen so an der Kaiserwahl teil.

Siehe: Gründonnerstag.

Quelle: Katholisch A bis Z | Manfred Becker-Huberti, Ulrich Lota | Herder Verlag

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