Zwischen Tradition und Verfolgung

Die ökumenische Zusammenarbeit nicht nur mit den Kirchen der Reformation, sondern auch mit den orthodoxen Kirchen intensivieren zu wollen, das betonte Weihbischof Wilhelm Zimmermann beim ersten Treffen mit Vertretern aller orthodoxen Gemeinden im Ruhrbistum. Mit den orthodoxen Christen wachse die Vielfalt christlichen Lebens im Ruhrgebiet.


Weihbischof Wilhelm Zimmermann trifft orthodoxe Gemeinden

Erstmals trafen sich jetzt auf Einladung von Weihbischof Wilhelm Zimmermann, dem Bischofsvikar für Ökumene und Interreligiösen Dialog, Vertreter aller orthodoxen Gemeinden im Bereich des Bistum Essen. „Wir möchten die ökumenische Zusammenarbeit nicht nur mit den Kirchen der Reformation, sondern auch mit den orthodoxen Kirchen intensivieren“, so Zimmermann.

Er wies darauf hin, dass die orthodoxen Gemeinden im Ruhrbistum weiter wachsen. Durch die Zuwanderer aus Osteuropa und Flüchtlinge aus dem Nahen Osten seien teilweise neue Gemeinden entstanden. So wachse die Vielfalt des christlichen Lebens im Ruhrgebiet. „Die orthodoxen Christen bringen die Schätze ihrer Tradition in das Miteinander der Kirchen ein“, freute sich der Weihbischof. „Gleichzeitig erinnern sie uns daran, dass Christen in vielen Ländern unterdrückt und verfolgt werden und unsere Solidarität, unsere Hilfe und unser Gebet brauchen.“

Im Bistum Essen sind Griechisch-Orthodoxe, Russisch-Orthodoxe, Serbisch-Orthodoxe, Rumänisch-Orthodoxe, Syrisch-Orthodoxe, Koptisch-Orthodoxe und Assyrische Seelsorger tätig. Ihre Gemeinden umfassen jeweils mehrere Städte, aus denen die Christen zu den Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen, zur Sonntagsschule und zur Pflege der eigenen Traditionen zusammenkommen. Einige orthodoxe Gemeinden haben ehemalige katholische Kirchen übernommen, andere sind mit ihren Gottesdiensten in katholischen Kirchen oder Gemeindehäusern zu Gast.

Sehr positiv äußerten sich die Vertreter der orthodoxen Gemeinden über die Kontakte zu den katholischen Gemeinden und die Unterstützung, die sie durch die Pfarreien und das Bistum erhalten. Weihbischof Zimmermann würdigte seinerseits das Engagement vieler orthodoxer Gemeinden für Neuzuwanderer und Flüchtlinge. Als zusätzliche Hilfestellung wies er auf die Initiative des Bistums zur Flüchtlingshilfe hin. Weitere Themen des Gesprächs waren die Mitarbeit der orthodoxen Gemeinden in den lokalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen (ACK) sowie die Verbesserung der seelsorglichen Betreuung von Mitgliedern der orthodoxen Gemeinden in Krankenhäusern. Der Austausch – darüber waren sich am Ende des Abends alle einig – soll auf jeden Fall fortgesetzt werden. (vm/do)

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