„Wir brauchen Eure Hilfe. Wir brauchen Euer Gebet.“

Vor dem Schweigemarsch der Christen an Rhein und Ruhr am Freitag zeigte sich der chaldäische Erzbischof von Mossul, Emil Shimoun Nona, heute bei einem Kurzbesuch in Essen beeindruckt von den vielfältigen Zeichen der Solidarität mit den Verfolgten im Nordirak und in Syrien. Gleichzeitig berichtete er: "Die Situation wird immer schlimmer"

Bistum und Caritas erwarten mehrere hundert Teilnehmer zum Schweigemarsch

Angesichts der Bedrohung durch die IS-Milizen und eine immer schwierigere Versorgung spitzt sich die Lage der Flüchtlinge im Nord-Irak weiter zu. „Die Situation wird immer schlimmer, aber die Hilfe nimmt spürbar ab“, sagte der Erzbischof von Mossul, Emil Shimoun Nona, am Montag bei einem kurzen Besuch in Essen. Morgen wird er die deutschen Bischöfe bei ihrer Herbstvollversammlung in Fulda, dann in Rom den Vatikan über die Lage unterrichten. „Der Winter steht vor der Tür. Wir brauchen dringend Nahrungsmittel, medizinische Versorgung und Unterkünfte“, so Nona. Auch die militärische Lage bleibe prekär. „Es sind nur wenige und kleine Gebiete, die die Kämpfer aus den Händen des ,Islamischen Staates‘ zurück erobern konnten.“

Der chaldäische Bischof ruft zur Teilnahme am Schweigemarsch am 26. September in der Essener Innenstadt auf. „Wir brauchen Eure Hilfe. Wir brauchen Euer Gebet“, so Nona. „Dass Menschen hier in Essen für uns auf die Straße gehen, stärkt unsere Hoffnung und unseren Glauben.“ Der Marsch beginnt um 18 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Hirschlandplatz und endet mit einem Friedensgebet gegen 19 Uhr im Essener Dom. Das Ruhrbistum und der Caritasverband für das Bistum Essen, Organisatoren der Aktion, erwarten mehrere hundert Teilnehmer.

Gleichzeitig wird Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck die Aktion „Bekennen.Beten.Spenden." eröffnen, die in den kommenden Monaten auf die Situation verfolgter Christen im Nahen Osten aufmerksam machen soll. Unter anderem werden dabei chaldäische Christen in Pfarreien, Verbänden und Schulen über die Lage in ihrer Heimat berichten. Vier Ikonen der beiden Heiligen Kosmas und Damian, der in Syrien geborenen Schutzpatrone der Stadt Essen, derer die Kirche am 26. September gedenkt, gehen nach der Veranstaltung auf eine Reise durch das Bistum. Die ersten Stationen sind die Pfarreien St. Getrud (Essen-Innenstadt), St. Nikolaus (Essen-Stoppenberg, Sitz der chaldäischen Gemeinde), St. Barbara (Mülheim) und St. Lamberti (Gladbeck).

Bischof Nona sprach auch mit Vertretern von Bistum und Caritas. Diese hatten bei seinem letzten Besuch Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen zugesagt. Mit Spendengeldern konnte die Caritas jetzt Unterkünfte für 60 Familien organisieren - und sie ruft weiter zu Spenden auf:

Spendenkonto:
Caritasverband für das Bistum Essen e.V.; Stichwort: „Flüchtlinge Nord-Irak“
IBAN DE75 3606 0295 0000 0144 00BIC GENODED1BBE
oder Konto 14400 bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 360 602 95

Mehr Infos und Materialien zum Schweigemarsch und zur Aktion „Bekennen. Beten. Spenden.“ gibt es hier. (mik)

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