Werdener Stein- und Bronzeplastik des 11. Jahrhunderts

Herausragende Kunstwerke aus Erzmetall und Sandstein aus der Blütezeit des Werdener Klosters stehen im Mittelpunkt der Sonderausstellung „Werdener Stein- und Bronzeplastik des 11. Jahrhunderts“, die die Schatzkammer St. Ludgerus in Essen-Werden vom 27. März bis 23. August 2015 zeigt.


Sonderausstellung in der Schatzkammer St. Ludgerus

Nicht nur Dom und Domschatz Essen und das Ruhr Museum sind Orte der Ausstellung „Werdendes Ruhrgebiet. Spätantike und Frühmittelalter an Rhein und Ruhr“, sondern auch die Schatzkammer St. Ludgerus in Essen-Werden, Brückstraße 54. Dort wird vom 27. März bis 23. August die Sonderausstellung „Werdener Stein- und Bronzeplastik des 11. Jahrhunderts“ gezeigt.  

In dieser Ausstellung steht die Blütezeit des Werdener Klosters mit seinen herausragenden Kunstwerken aus Erzmetall und Sandstein im Mittelpunkt. Dies sind vor allem Objekte, die zur Ausstattung der Abteikirche in Werden entstanden. Das Werdener Benediktinerkloster wurde im Jahr 799 durch den Friesenmissionar und späteren Bischof von Münster, Liudger, gegründet. Die gute Lage an der Ruhr ließ das Kloster zu einem wichtigen wirtschaftlichen und geistigen Zentrum wachsen. Werden bildete, neben dem fünfzig Jahre später entstandenen und rund sieben Kilometer entfernten Frauenstift in Essen, ein herausragendes Zentrum der Religion, Bildung und Kunst.


Werdener Bronzekruzifix

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen das so genannte Werdener Bronzekruzifix, das älteste Großkruzifix des Mittelalters aus Erzmetall und die qualitätsvollen Steinreliefs mit geistlichen Männern und Frauen vom Grab des hl. Liudger. Leihgaben aus dem Schnütgen Museum in Köln und dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin ergänzen die Sammlung. Zusammen mit den Werdener Sandsteinreliefs, die vermutlich zu einer Grabtumba des hl. Liudger gehörten, präsentieren die Kunstwerke die hohe künstlerische Qualität einer Werkstatt in Essen oder Werden. Es zeichnet sich in Essen-Werden ein lokaler Stil im 11. Jahrhundert heraus. Die Künstler waren vermutlich für die einflussreichen Konvente in Werden und Essen tätig. Somit fand im 11. Jahrhundert eine gegenseitige künstlerische Befruchtung statt, die noch heute die Kunstwerken aus Stein und Bronze widerspiegeln und die außerordentliche Stellung der Werkstatt im Frühmittelalter hervorhebt.

Einige Kunstwerke aus dem Bestand der Werdener Schatzkammer St. Ludgerus sind während der Sonderausstellung nicht in der Sammlung, sondern als Höhepunkte der Ausstellung im Ruhr Museum Essen zu sehen. Von den Werdener Stücken sind dies vor allem diejenigen, die zur Verehrung des hl. Liudger beigetragen haben, wie der so genannte Kelch des heiligen Liudger, der fränkische Reliquienkasten und die antike Pyxis mit der ältesten Weihnachtsdarstellung Deutschlands.

Geöffnet ist die Sonderausstellung in der Schatzkammer St. Ludgerus in Essen Werden, Brückstraße 54, dienstags bis sonntags von 10.00 bis 12.00 Uhr und von 15.00 bis 17.00 Uhr.

Am 25. April und 27. Juni, jeweils von 14.00 bis 15.00 Uhr, wird eine öffentliche Führung zur Sonderausstellung angeboten. Individuelle Gruppenführungen sind auf Anfrage unter Tel.: 0201/491801 zu buchen.

Öffentliche Kombi­-Führungen durch die drei Ausstellungsstandorte mit Bustransfer finden am 28.3., 11.4., 9.5., 13.6., 11.7., 8.8. und 22.8.2015 statt. Start ist jeweils um 10.30 Uhr. Anmeldung bei der EMG – Essen Marketing GmbH, Tel.: 201/88 720-0, oder per E-Mail an info@essen-marketing.de. (dk/do)

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