Weihbischof Vorrath weiht Maximilian Strozyk zum Diakon

In einem feierlichen Gottesdienst in seiner Bochumer Heimatkirche St. Meinolphus-Mauritius ist Priesteramtskandidat Maximilian Strozyk am Sonntag zum Diakon geweiht worden. In seiner Predigt verdeutlichte Weihbischof em. Franz Vorrath die Aufgaben des Diakons an Hand des im Bergbau für die Sanitäter verwendeten Begriffs der „Heildiener“.

Festlicher Gottesdienst in St. Meinolphus-Mauritius, Bochum

In einem feierlichen Gottesdienst in seiner Bochumer Heimatkirche St. Meinolphus-Mauritius ist Priesteramtskandidat Maximilian Strozyk am Sonntag von Weihbischof em. Franz Vorrath zum Diakon geweiht worden. In seiner Predigt verdeutlichte Vorrath die Aufgaben des Diakons an Hand des im Bergbau für die Sanitäter verwendeten Begriffs der „Heildiener“. „Auch ein Diakon ist im Sinne unseres Glaubens ein ,Diener des Heils‘, einer, der dafür Sorge trägt, dass Menschen ihr Heil finden“, sagte Vorrath. Beim Thema „heil“ gehe es jedoch nicht um einen „gelegentlichen Ausflug in Spiritualität“, sondern die Heiligung des ganzen Lebens. Schließlich sei das deutsche Wort „heilig“ sprachgeschichtlich mit der Bedeutung „ganz, gesund, unversehrt“ (z.B. englisch: „whole“ - ganz) verbunden.

Vorrath erinnerte an die Berufungsgeschichte des jungen Diakons, der neben Theologie auch Theaterwissenschaften studiert hat, und der ihm weder von außergewöhnlichen Situationen noch von „großen unübersehbaren Zeichen“ berichtet habe. „Die Wirklichkeit, wie Maximilian Strozyk sie beschrieben hat, ist da viel leiser und weniger bestimmend“, so Vorrath. „Da spricht den jungen Maximilian ein Jugendkaplan an und sagt: ,Wenn mein Fahrrad vor der Sakristeitür steht, dann kommst du einfach rein und läufst bei den Messdienern mit.‘“ Später dann habe Strozyk als junger Pfadfinder gelernt, dass Glaube und Leben zusammen gehören, „er findet Vorbilder bei Alltagsmenschen, die ihm, wie er sagt, ,die Verbindung zum Glauben hergestellt haben, auch in den Zeiten, in denen ich die Verbindung gar nicht so gesucht habe‘“, zitierte ihn der Weihbischof und ergänzt: „Es sind, wie es scheint die kleinen Sätze und Hinweise am Rande, die uns auf etwas aufmerksam machen, was wir selbst gar nicht sehen und entdecken können.“

Vorrath zitierte aus der Enzyklika „Deus caritas est - Gott ist Liebe“, in der Papst Benedikt XVI schreibt: „Wer Liebe schenken will, muss selbst mit ihr beschenkt werden“. Dies bedeute, „dass ein ,Heildiener‘ selbst in Verbindung mit Gott bleiben und leben muss“, so Vorrath. Wer aus diesem Anruf Gottes heraus handele und seinen Dienst tue, der sei „im doppelten Sinne ein ,Heildiener‘. Er ist auf Gott und gleichzeitig auf seine Mitmenschen ausgerichtet.“ Wer so lebe, sehe die Übersehenen, höre die Überhörten, habe heilsame Worte und Taten für die an Leib und Seele Aufgeriebenen. „So ist er ein wahrer ,Heil-Diener‘, an dem Gott sein begonnenes Werk vollenden wird“, schloss Vorrath seine Predigt.

Anschließend nahm er Strozyk sein Weiheversprechen ab, bevor er durch Auflegen der Hände und das Weihegebet den Heiligen Geist auf den jungen Mann herabrief und ihm als Zeichen für seinen Dienst als Diakon das Evangelienbuch überreichte. Auf dem Weg zu der für das Pfingstfest im kommenden Jahr geplanten Priesterweihe wird Strozyk zunächst als Diakon weiter in der zur Pfarrei St. Laurentius gehörenden St. Josef-Gemeinde im Essener Stadtteil Steele-Horst tätig sein. Dort absolvierte der neue Diakon bereits sein Jahrespraktikum. (tr)

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