Weihbischof Grave weiht neue Klinik-Kapelle in Mülheim ein

Patienten, Mitarbeitern und Gästen des St. Marien Hospitals steht jetzt ein neuer Gottesdienstraum zur Verfügung, in dem auch Kunstwerke der alten Kapelle installiert wurden.

Ein Werk der Künstler Ernst und Christoph Rasche

Im Mülheimer St. Marien-Hospital sind Leib und Seele offenbar besonders eng miteinander verbunden: Zwei Tage nach Eröffnung des modernen Bistros „Café Maria“ hat das katholische Krankenhaus an der Kaiserstraße am Wochenende seine neue Kapelle eingeweiht. Im Rahmen einer Festmesse weihte Weihbischof em. Dr. Franz Grave gemeinsam mit Stadtdechant Pfarrer Michael Janßen die Kapelle und den Altar. Bis auf den letzten Platz war der Raum während dieser außergewöhnlichen Feier gefüllt. Zahlreiche Patienten und Mitarbeiter verfolgten das Ereignis zudem via Live-Übertragung an Bildschirmen.

Der Künstler Ernst Rasche hat gemeinsam mit seinem Sohn Christoph Rasche die Klinikkapelle gestaltet. „Das war ein spannendes Projekt. Die Kapelle ist ein bedeutender Teil meines künstlerischen Lebenswerkes“, sagte der 89-Jährige mit funkelnden Augen. Dem Krankenhaus hat Rasche im Vorfeld ein kostbares Relief gestiftet, das in der Kapelle seinen Platz gefunden hat.

Weihbischof Grave (rechts) im Gespräch mit dem Künstler Ernst Rasche. Foto: Matthias Duschner

„Ein spiritueller Raum für alle Menschen“

„Wir möchten allen Menschen in wichtigen Lebenssituationen einen spirituellen Raum bieten“, betont Hubert Brams als Geschäftsführer des zur Contilia-Gruppe gehörenden St. Marien-Hospitals. Ganz unabhängig vom jeweiligen Glauben soll die Krankenhauskapelle jedem Besucher offen stehen. Das versinnbildlicht schon die Doppelflügel-Tür durch ihre schlichte, aber anspruchsvolle Gestaltung mit sandgestrahltem Glas. Der eingearbeitete Willkommensgruß „All meine Quellen entspringen in Dir“ hat seinen Ursprung in der christlichen Liturgie, lässt jedoch keine Religion außen vor. Während moderne Elemente in das Gestaltungskonzept eingeflossen sind, wurden Kunstgegenstände aus der alten Kapelle – Triptychon, Tabernakel und Kreuz – erhalten.

Reliefbild aus dem Jahr 1520

Das aus dem Jahr 1520 stammende dreiteilige Reliefbild ist inmitten der Gemeinde platziert worden. Dagegen wurde der Tabernakel nahe dem quadratischen Altar positioniert. Hinter ihm „schwebt“ nun das massive Kreuz mit Christuskorpus. Künftig wird die Kapelle nicht nur für Gottesdienste, sondern als Raum der Begegnung auch für besondere Veranstaltungen genutzt. Immer wieder begegnet dem Betrachter in der Kapelle das Motiv der Rose, das für die Königin der Blumen steht und Sinnbild für die Mutter Jesu Christi ist. So wird der Altarraum von drei Fenstern mit Bleiverglasung eingerahmt, bei denen das Innere des jeweiligen Fensterbildes ein mundgeblasenes Einzelstück einer Rose zeigt. Auch im angrenzenden Verabschiedungsraum findet sich ein solches Fenster, das durch den fließenden Übergang der Rose im Relief auf Teile der Wand den Lauf des Lebens symbolisiert. (SK/tr)

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