Wege in ein Leben ohne Suchtmittel aufzeigen

Sein 30-jähriges Bestehen feiert der Kreuzbund – Diözesanverband Essen - am 27. Juni 2009. Eröffnet wird der Geburtstag der Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige mit einem Gottesdienst im Essener Dom.

Kreuzbund im Bistum Essen feiert sein 30jähriges Bestehen
 
 
Sein 30-jähriges Bestehen kann in diesem Jahr der Kreuzbund – Diözesanverband Essen -  feiern. Ihren Geburtstag eröffnet die Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige am Samstag, 27. Juni, 18.30 Uhr, mit einem Festgottesdienst im Essener Dom, Burgplatz, den Monsignore Dr. Wilhelm Tolksdorf, Leiter des Dezernates Pastoral im Bistum Essen, feiert. Anschließend wird zur Begegnung mit einem Rahmenprogramm in den Pfarrsaal St. Gertrud, Essen-Mitte, Rottstraße 38, eingeladen.

Der Kreuzbund, ein Fachverband der Caritas, bietet Suchtkranken und Angehörigen Hilfe. Er ist ein wichtiges Bindeglied im System der Suchtkrankenhilfe und arbeitet mit Fachkliniken, Beratungsstellen, Verbänden und Organisationen zusammen. Der Kreuzbund bietet als zahlenmäßig größter deutscher Sucht-Selbsthilfeverband Suchtkranken und Angehörigen Hilfe in 1.600 Gruppen, in denen sich bundesweit wöchentlich rund 30.000 Menschen treffen. Die Mitglieder und ehrenamtlichen Helfer/-innen unterstützen dabei, Wege in ein suchtmittelfreies Leben zu finden. Sie informieren über Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. Durch individuelle Hilfe sollen die Gesundungschancen für suchtbetroffene Menschen und Angehörige erhöht und Suchtkranke wieder eingegliedert werden in Familie, Beruf und Gesellschaft.

Im Bereich der Gesundheits- und Sozialpolitik vertritt der Kreuzbund die Interessen seiner Mitglieder, leistet Aufklärungsarbeit, fördert präventive Maßnahmen und setzt suchtpolitische Initiativen um. Die Folgen des Suchtmittelmissbrauchs werden häufig erheblich unterschätzt. Deshalb informiert der Kreuzbund in Schulen, am Arbeitsplatz und in der Öffentlichkeit, um die Menschen für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Suchtmitteln zu sensibilisieren.

Viele örtliche Kreuzbund-Gruppen sind älter als der Diözesanverband Essen, der erst 21 Jahre nach Gründung des Ruhrbistums, und zwar im Jahr 1979 gegründet wurde. 
 
Die Anfänge des Kreuzbundes in Essen reichen bis in das Jahr 1898 zurück. Damals wurde in Essen-Rellinghausen, in der Gemeinde St. Lambertus, die erste „Mäßigkeitsgruppe“ gebildet. Gemeinsam mit der Ordensgemeinschaft der Kamillianer bemühte sich diese Gruppe um die Errichtung einer eigenen „Heilstätte für Trunksüchtige“. Diese wurde 1901 in Essen-Heidhausen gegründet und war die erste Einrichtung dieser Art in Deutschland. Weitere Gruppen wurden 1909 in der Münsterpfarrei in der Essener Innenstadt und 1910 in Oberhausen gegründet.
 
Derzeit zählt der Kreuzbund im Bistum Essen 124 Gruppen in acht Stadtverbänden und einem Kreisverband. Hier treffen sich wöchentlich fast 2.000 Menschen, Betroffene sowie Angehörige, zum Gespräch. (do)

 
Anzahl der Kreuzbund-Gruppen im Diözesanverband Essen:

Duisburg  22
Mülheim    9
Oberhausen  18
Bottrop   11
Gladbeck    8
Essen   31
Gelsenkirchen    9
Ennepe/Ruhr    8
Bochum    8     

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