von Cordula Spangenberg

Wechsel bei den Missionsärztlichen Schwestern

Kristina Wolf übernimmt die Leitung der deutschen Missionsärztlichen Schwestern von der Bottroperin Gertrud Dederichs. Schwester Gertrud wechselt nach London in die Weltzentrale des Ordens.

Eine kleine, hochengagierte Ordensgemeinschaft

Die Leitung der Missionsärztlichen Schwestern in Deutschland hat Schwester Kristina Wolf aus Frankfurt von Schwester Gertrud Dederichs aus Bottrop übernommen. Die 550 Schwestern des Ordens der Missionsärztlichen Schwestern arbeiten weltweit in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen und verbessern vor allem die Situation benachteiligter Frauen. In Deutschland sind 26 Schwestern tätig, zusätzlich sind acht der deutschen Schwestern im Ausland eingesetzt. 1959 hatte der Orden sich im Bistum Essen niedergelassen. In Bottrop arbeiten derzeit fünf Schwestern in Krankenhausseelsorge und Sozialarbeit, als Chirurgin und Physiotherapeutin. In Essen-Rüttenscheidleben vor allem die älteren Schwestern des Ordens, darunter die 100-jährige Schwester Gabriela Ehrlich.

Die neue Koordinatorin Schwester Kristina Wolf (48) hat sich vor 14 Jahren den Missionsärztlichen Schwestern angeschlossen. Derzeit arbeitet sie als Pastoralpsychologin und Geistliche Begleiterin im Meditationszentrum „Heilig Kreuz“ des Bistums Limburg in Frankfurt. Weil seit der Generalversammlung ihres Ordens im Jahr 2016 der Teamgedanke gestärkt werden soll, teilt Schwester Kristina sich ihre neuen Leitungsaufgaben mit Schwester Beate Harst, Krankenhaus- und Hospizseelsorgerin in Bottrop, und Schwester Monika Ballani, die in der Behindertenpastoral des Erzbistums Berlin tätig ist. Schwerpunktaufgabe des Leitungsteams wird sein, den Kontakt zur Weltgemeinschaft des Ordens zu pflegen, den Personaleinsatz der Schwestern in Deutschland zu planen und die Interaktion untereinander zu fördern.

Der Kontakt zu den Mitschwestern in einer „so lebendigen, aktiven Gemeinschaft“ seit das Befriedigendste an ihrer sechsjährigen Amtszeit als Koordinatorin gewesen, befindet die scheidende Leiterin Schwester Gertrud Dederichs in der Rückschau. Gemeinsam habe man die Entwicklung von Gesellschaft und Kirche beobachtet und bei Bedarf schnell reagiert, zum Beispiel im Blick auf die Flüchtlings-Dynamik in Deutschland. Ein schöner Erfolg sei auch gewesen, dass sich in diesen Jahren sieben neue Schwestern im Rahmen der „Ewigen Profess“ der kleinen, hochengagierten Ordensgemeinschaft in Deutschland angeschlossen hätten. Schwester Gertrud selbst wird Ende 2016 mit Erreichen der Altersgrenze aus ihrem Beruf als Krankenhausseelsorgerin im Marienhospital Bottrop ausscheiden und im kommenden Jahr nach London übersiedeln, um dort die Verantwortung für die Finanzen der Weltgemeinschaft der Missionsärztlichen Schwestern zu übernehmen.

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