Wattenscheider Sternsinger fahren zur Bundeskanzlerin

Eine Gruppe der Kolpingfamilie Westenfeld repräsentiert beim traditionellen Empfang im Berliner Kanzleramt am Dienstag das Bistum Essen

Treffen mit mehr als 100 Sternsingern aus ganz Deutschland

Eine Sternsinger-Gruppe der Bochum-Wattenscheider Kolpingfamilie Westenfeld wird am Dienstag, 5. Januar 2016, beim traditionellen Empfang im Berliner Kanzleramt dabei sein. Zusammen mit Gruppenleiterin Stefanie Höller werden Nina Jost (16), Simon Brähler (14), Carina Mönkemeyer (15) und Luis Jost (12) Bundeskanzlerin Angela Merkel als Vertreter des Bistums Essen mit ihren Liedern und Gebeten den Weihnachtssegen ins Kanzleramt bringen und alles Gute für das neue Jahr wünschen. „Wir müssen extra drei Lieder auswendig lernen“, berichtet Höller. Doch die Lieder dürften für die routinierten Sternsinger das kleinste Problem sein – alle vier sind schon mindestens seit zehn Jahren dabei, wenn Kinder und Jugendliche in der Wattenscheider Pfarrei St. Gertrud durch die Straßen ziehen und um Spenden für notleidende Kinder in aller Welt bitten.

Die Wattenscheider werden in Berlin nicht nur die Kanzlerin treffen, sondern auch gut 100 andere Sternsinger aus ganz Deutschland. Sie alle wurden per Los ausgewählt, um als Vertreter ihrer Region nach Berlin zu fahren. Vorher mussten sie allerdings ein Bilderrätsel lösen und ein Sternsingerlied erkennen, das nur durch Symbole des Kurznachrichtendienstes Whatsapp dargestellt war. „Ich musste in bisschen knobeln, aber die Kinder haben ,Stern über Betlehem‘ sofort erkannt“, sagt Höller.

Die anderen Sternsinger treffen die Kinder aus Wattenscheid bereits am Montagabend. Da dürfte dann wohl auch über die schönsten Sternsinger-Gewänder gefachsimpelt werden. „Natürlich nehmen wir nur unsere besten Gewänder und Kronen mit“, sagt Höller. Die Stoffe haben die Kinder eigens noch mit goldenen Kragen und Borten verschönert.

Derweil müssen die Bürger in Wattenscheid nicht fürchten, wegen der Fahrt der Sternsinger zur Bundeskanzlerin womöglich selbst nicht besucht zu werden. Die Sternsinger-Aktion laufe wie gewohnt, heißt es bei der Kolpingfamilie, die das Sternsingen in Westenfeld bereits zum 38. Mal organisiert. (tr)

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