Was ein Buchsbaumzweig mit Jesus zu tun hat

Palmsonntag ist das Tor zur Karwoche. Mit Buchsbaumzweigen wird in vielen Gemeinden des Ruhrbistums an den Einzug Jesu in Jerusalem gedacht.

Einen großen Berg Buchsbaumzweige und einige Rollen Rosendraht – mehr benötigen die Messdienerinnen und Messdiener der Gemeinde Zur Heiligen Familie in Essen- Margarethenhöhe nicht, um ihre traditionellen Palmwedel zu binden. Schon seit vielen Jahren treffen sich die Ministranten, wie in vielen Gemeinden des Ruhrbistums, kurz vor dem Palmsonntag, um in mühevoller Handarbeit mehr als einhundert Wedel zu fertigen. Frisch gebunden, werden die Zweige dann kurz vor der Prozession zu Palmsonntag an die Gemeindemitglieder verteilt, natürlich kostenlos. „Viele Gemeindemitglieder spenden jedoch etwas für die Messdienerarbeit“, freut sich Florian Krugmann, Oberministrant der Gemeinde, über die Wertschätzung der Arbeit.  

Im Rahmen des Gottesdienstes zu Palmsonntag werden die Palmwedel dann gesegnet und in vielen Gemeinden in einer Prozession durch den Ort getragen. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Christen auf der ganzen Welt erinnern sich an diesem Tag an den Einzug Jesu in Jerusalem. Auf dem Rücken eines Esels sitzend, ist Jesus in die Stadt eingezogen und wurde von den Menschen begeistert begrüßt. Der Überlieferung nach schwenkten die Menschen in Jerusalem zur Begrüßung Palmzweige, welche in der damaligen Zeit als ein Zeichen der Königswürde galten. Diesem Umstand verdankt das Fest auch seinen Namen.

Der Brauch der Palmsegnung und der anschließenden Prozession ist bereits seit dem achten Jahrhundert bekannt. Da in Deutschland keine Palmen wachsen, binden Menschen hier vielerorts Zweige des Buchsbaumes zu Wedeln zusammen. In zahlreichen Familien ist es Tradition, die gesegneten Zweige im Haus hinter ein Kreuz zu stecken. (ja)

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