„Wann wohl das Leid ein Ende hat…“

Die Schriftstellerin Ilse Weber wurde 1944 in Auschwitz ermordet – ihre Gedichte und Lieder leben heute noch. Für Montag, 30. Januar, lädt das Medienforum im Bistum Essen ein, Webers Werke in besonderer Art und Weise zu erleben.


Gedichte und Lieder von Ilse Weber im Medienforum des Bistums Essen

Die Schriftstellerin Ilse Weber wurde 1944 in Auschwitz ermordet – ihre Gedichte und Lieder leben heute noch. Anlässlich des nationalen Holocaust-Gedenktages am 27. Januar lädt das Medienforum des Bistums Essen für Montag, 30. Januar, ein, Webers Werke in besonderer Art und Weise zu erleben. Die Opernsängerin Michaela Sehrbrock wird sowohl eine Reihe unvertonter als auch vertonter Gedichte präsentieren. Michaela Steingötter begleitet die Sängerin am Klavier.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 5,00 Euro. Karten sind im Vorverkauf bei Medienforum (Zwölfling 14, 45127 Essen) erhältlich. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. Essen und der Katholische Erwachsenen- und Familienbildung im Bistum Essen statt.

Hintergrundinformationen:
Die tschechisch-jüdische Schriftstellerin Ilse Weber wurde am 11.01.1903 in Witkowitz bei Mährisch-Ostrau geboren und starb – wie auch ihr Sohn Tomás – am 6.10.1944 im KZ Auschwitz. Die Familie zog 1940 nach Prag und wurde von dort am 06.02.1942 in das KZ Theresienstadt deportiert. Dort begann Ilse Weber, Gedichte zu schreiben sowie einige auf ihrer Laute zu Liedern zu vertonen. Während die Lieder, die Ilse Weber gemeinsam mit den Kindern und Mithäftlingen sang, teilweise als Trostgesänge dienten, spiegeln die Gedichte den grausamen Alltag des Lagerlebens wider. Kurz vor dem Transport ins KZ Auschwitz gelang es ihrem Ehemann, die Lied- und Gedichttexte im Boden eines Geräteschuppens einzumauern. Nach dem Krieg kehrte er als Überlebender nach Theresienstadt zurück, um die Texte in Sicherheit zu bringen. (ms)

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