Wallfahrt in den Spuren des seligen Nikolaus Groß

Zu einer Pfarrwallfahrt in den "Spuren des seligen Nikolaus Groß" lädt die Mülheimer Pfarrei St. Barbara für den 17. September 2011 ein. Die Wallfahrt will den Märtyrer als Kämpfer für die Gewissensfreiheit in den Blick nehmen und der heutigen Verfolgten und Unterdrückten gedenken.

Mülheimer Pfarrei St. Barbara gedenkt der heutigen Verfolgten und Unterdrückten

Den „Spuren des seligen Nikolaus Groß“ folgt die Pfarrwallfahrt der Mülheimer Pfarrei St. Barbara, zu der für Samstag, 17. September, eingeladen wird. „Anlässlich des 10. Jahrestages der Seligsprechung von Nikolaus Groß am 7. Oktober wollen wir den Märtyrer als Kämpfer für die Gewissensfreiheit in den Blick nehmen und das Gedenken auf die Verfolgten und Unterdrückten der heutigen Zeit übertragen“, so Pfarrer Manfred von Schwartzenberg.

Zur Wallfahrt, die in Mülheim beginnt und über Essen nach Hattingen-Niederwenigern, der Heimat von Nikolaus Groß, führt, haben sich bislang schon über 350 Teilnehmer angemeldet. Es gibt besondere Programme für Messdiener, Kommunionkinder, Firmlinge, Senioren, für Radfahrer, Wanderer und andere Gruppen. 

Eröffnet wird die Wallfahrt mit einer Statio um 10.00 Uhr  in der Mülheimer Pfarrkirche St. Barbara, Schildberg 84. Später geht es mit dem Rad oder dem Bus zum Essener Hauptbahnhof. Vom Heinrich-Reiser-Platz (Haus der Technik) ziehen die Teilnehmer um 12.00 Uhr in einer „Bittprozession für Verfolgte“ schweigend über die Kettwiger Straße zum Burgplatz, wo eine Kundgebung zum Thema „Christenverfolgung heute“ stattfindet. Um 13.00 Uhr treffen sich alle zum Gebet im Essener Dom, vor der Goldenen Madonna genauso wie in der Nikolaus-Groß-Kapelle, wo eine Wallfahrtskerze entzündet wird. Sie trägt das Zeichen der verfolgten Christen: den Fisch.

Nach dem Mittagsimbiss geht es auf unterschiedlichen Wegen zur Gedenkstätte in St. Mauritius in Hattingen-Niederwenigern, wo um 17.30 Uhr gemeinsam Eucharistie gefeiert wird.

Nikolaus Groß war ein Kind des Ruhrgebietes und stammte aus einer typischen Arbeiterfamilie. Er setzte sich als christlicher Gewerkschafter nachhaltig für die Bergarbeiter und deren Familien ein. Er war Chefredakteur der „Westdeutschen Arbeiterzeitung“ und suchte die offensive Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus. Wegen seiner Teilnahme am Widerstand gegen die menschenverachtende und lebenszerstörende Praxis des „Dritten Reiches“ wurde er am 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Der siebenfache Familienvater handelte aus tiefem Glauben. Er investierte in sein Leben,  weil er davon überzeugt war, dass schreiendes Unrecht nicht toleriert werden darf. Für seine Haltung und Hingabe sprach ihn Papst Johannes Paul II.  am 7. Oktober 2001 selig.

Weitere Informationen zur Pfarrwallfahrt gibt es im Internet unter www.barbarakirche.de. (do)

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