Vor 30 Jahren rollte der erste Hilfstransport nach Polen

Rund 4800 Tonnen Hilfsgüter wurden nach Polen transportiert. Aus der Hilfe der ersten Tage ist eine langjährige Partnerschaft entstanden.

Es gibt keine große Feier, keine großen Reden, obwohl es Gründe dafür gäbe: Vor 30 Jahren, am 8. April 1981, setzte sich der erste Hilfskonvoi der Caritas im Ruhrbistum mit dem Ziel Polen in Bewegung. „Es war eine Fahrt in die Ungewissheit“, erinnert sich Rudi Löffelsend, ehemaliger Leiter der Auslandshilfe der Caritas im Bistum Essen. Hintergrund waren die damalige schlechte soziale Lage und die politischen Unruhen im Lande.

Geprägt von den Eindrücken des ersten Transportes, engagierten sich in den kommenden Jahren zahlreiche Helfer aus dem Ruhrbistum ehrenamtlich bei der Organisation und Durchführung weiterer Hilfstransporte. So wurden alleine bis 1990 rund 4.800 Tonnen Hilfsgüter nach Polen geschafft. „Die Polenhilfe im Ruhrbistum ist fast zu einer Volksbewegung geworden“, freute sich Kardinal Hengsbach seinerzeit über das große Engagement.

Nach dem Wegfall des Kommunismus in Polen konnte sich die Caritas dort neu etablieren. In Kooperation mit dem Deutschen Caritasverband unterstützte das Bistum Essen vor allen Dingen die polnischen Diözesen Köslin und Kattowitz durch den Austausch von Fachkräften, sowie durch Hospitationen und Wissenstransfer. Aus dieser langjährigen gemeinsamen Arbeit der Caritasverbände entstand die Partnerschaft des Bistums Essen mit dem Erzbistum Kattowitz. (ja, cde)

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