Vom Ruhrgebiet nach Lateinamerika

Heide Siepmann und Christian Düben starten als Freiwillige in das Projekt "Seitenwechsel". Beide machen sich im August auf den Weg nach Managua in Nicaragua, wo sie zwölf Monate lang als Freiwillige in dem Projekt des Amigonianer-Ordens "Zukunft für Straßenkinder" im "Hogar Zacarias Guerra" mitarbeiten werden.


Jugendliche aus dem Bistum Essen starten in das Projekt "Seitenwechsel"

Es ist geschafft: Das Abitur haben Heide Siepmann und Christian Düben (beide 19, aus Essen) nun endlich in der Tasche. Zwölf Jahre Schule sind vorbei, ein neuer Lebensabschnitt liegt vor ihnen. Und wie bei vielen ihrer Mitschüler beginnt die Zukunft mit Reisevorbereitungen. Während die einen den wohlverdienten Urlaub antreten, starten Heide und Christian als Freiwillige mit dem Bistum Essen in das Projekt "Seitenwechsel" . Beide machen sich im August auf den Weg nach Managua in Nicaragua, wo sie zwölf Monate lang als Freiwillige in dem Projekt des Amigonianer-Ordens "Zukunft für Straßenkinder" im "Hogar Zacarias Guerra" mitarbeiten werden.

Die Entscheidung, nach dem Abitur erst einmal "irgend etwas anderes" zu machen, steht für Heide und Christian bereits seit Monaten fest. "Mir ist es wichtig, Auslandserfahrungen zu sammeln. Außerdem bin ich neugierig darauf, wie die Menschen in anderen Kulturen leben. Ich will wissen, wie das so ist, auf der anderen Seite der Welt zu wohnen" fasst Heide ihre Beweggründe für eine Bewerbung bei "Seitenwechsel" zusammen. "Das Jahr hilft mir dann auch hoffentlich auch bei der Frage nach meinen Berufswünschen weiter" fügt sie noch schnell hinzu. Für Christian bietet der Seitenwechsel eine Chance, die Perspektive zu wechseln und zu neuen Ansichten zu kommen. Motiviert hat ihn zudem der Wunsch, Menschen in Armut zu helfen: "Durch meine Arbeit in Nicaragua kann ich zum Beispiel daran mitwirken, dass die Kinder vor Ort eine Zukunft haben", so der Abiturient. Dass der Seitenwechsel kein Urlaub wird, ist beiden bewusst. "Ich habe schon ein komisches Gefühl in der Magengegend, wenn ich dran denke, wie lange ich weg sein werde" erzählt Heide. "Aber das wird schon" ergänzt sie schnell mit einem Lächeln. Für Christian stellt diese Vorstellung hingegen kein Problem dar: "Angst habe ich allerhöchstens vor dem Flug", grinst der Neunzehnjährige.

Viel Zeit zum Grübeln bleibt den beiden bis zu ihrem Abflug eh nicht mehr, denn die Terminkalender sind voll: Abiball, Abschiedspartys, Einkäufe und Packlisten lassen Heide und Christian vorerst nicht zur Ruhe kommen. "Wir wollen die nächsten Wochen außerdem dafür nutzen, um Spender zu werben" erzählt Christian. "Wenn wir Projekte mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort durchführen möchten, dann müssen wir das Geld dafür selber auftreiben. Jeder von uns hat ein eigenes Spendenkonto vom Bistum bekommen und einen Unterstützerkreis gegründet." Wie die Projekte konkret aussehen werden, dass wissen die beiden Neunzehnjährigen noch nicht. "Aber wir werden regelmäßig Rundmails an die Familie, Freund und Bekannte schicken und von unseren Ideen berichten. Wer will, der kann dann einen beliebigen Betrag für das jeweilige Projekt überweisen." ergänzt Heide.

Hintergründe: Das Projekt "Seitenwechsel" ist ein Freiwilligendienst für junge Menschen aus dem Ruhrbistum, die sich nach der Schule, der Ausbildung oder dem Studium für ein Jahr ehrenamtlich im Bereich der Entwicklungshilfe engagieren wollen. Die Projekte im Ausland gehen auf langjährige Partnerschaften von weltkirchlich engagierten Gruppen bzw. Kirchengemeinden des Bistums zurück. "Seitenwechsel" ist ein, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) anerkannter Träger der "Weltwärts"-Programme. Insgesamt entsendet das Ruhrbistum in diesem Jahr fünf junge Frauen und Männer nach Lateinamerika. Neben Heide Siepmann und Christian Düben sind dies Miriam Ritter (19, aus Gelsenkirchen) und Ngan Truong (19, aus Duisburg), die für ein Jahr im Hogar de Ninos in Santa Cruz (Bolivien) mitarbeiten werden sowie Kathrin Hobrecht (19, aus Essen), die bereits im Juli für ein Jahr nach Linares (Chile) abgereist ist.

Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiter der Zentralabteilung Weltkirche, Mission, Orden, Geistliche Gemeinschaften unter der Rufnummer 0201/2204-260 zur Verfügung. Wer die Freiwilligen durch Spenden unterstützen will, kann sich an die Zentralabteilung Weltkirche wenden. (ms)

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