Vom Frieden Gottes singen

Erstmal machten sich auch drei Chöre aus dem Ruhrbistum auf zum Festival der Pueri Cantores in Paris. Im Mittelpunkt des Treffens junger Nachwuchsmusikerinnen und -musiker stand vor allem das gemeinsame Singen.


Chöre aus dem Ruhrbistum beim Festival der Pueri Cantores in Paris

„Cantemus, cantemus in viis Domini” schallt es in der Metro-Station. Solch ein Gesang ist hier in der Regel nicht zu hören, in diesen Tagen kommt es aber häufiger vor. Mehr als 5000 Kinder und Jugendliche aus kirchlichen Chören bevölkern in diesen Tagen Paris. Sie gehören zum internationalen Verband der Pueri Cantores, der weltweiten Vereinigung von katholischen Knaben-, Mädchen-, Kinder- und Jugendchören. Natürlich singen sie nicht nur in der Metro-Station, sondern vor allem in den Kirchen von Paris. Zumeist sind es dann gleich mehrere hundert junge Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen Ländern, die sich gemeinsam zur Messfeier, zum Konzert oder zum Gebet für den Frieden versammeln.

Erstmals nehmen auch drei Chöre aus dem Ruhrbistum an diesem Festival teil. So haben sich die „Schola canentinum St. Lamberti“ aus Gladbeck unter der Leitung von Konrad Suttmeyer, die „Klosterspatzen“ aus Oberhausen unter Leitung von Veit Jürgen Zimmermann und der Jugendchor der Chorsingschule St. Mariä Himmelfahrt aus Mülheim Saarn unter Leitung von Werner Schepp auf den Weg in die französische Metropole gemacht. Begleitet werden die Gruppen durch Pastor Marius Linnenborn aus Essen, dem Geistlichen Assistent des Deutschen Chorverbandes Pueri Cantores.

Auch wenn touristische Klassiker wie der Eiffelturm, Notre Dame und der Louvre im Reiseplan der jungen Sängerinnen und Sänger nicht fehlen dürfen, steht das gemeinsame Singen im Zentrum der Begegnung.

Gerade dies ist nämlich eines der zentralen Anliegen der Pueri Cantores, seitdem ihre Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg von Paris aus ihren Anfang nahm. Der französische Priester und Chorleiter Fernand Maillet hatte mit seinem eigenen Knabenchor schon viele Reisen unternommen und die Gründung zahlreicher Chöre, die in der Liturgie singen, angestoßen. So entstand ein internationales Netzwerk mit freundschaftlichen Verbindungen zwischen den Chören. Maillet war überzeugt, dass das gemeinsame Singen junger Menschen im Gottesdienst und das Beten für den Frieden ein wichtiger Baustein für die Versöhnung und den Frieden in der Welt sind.

Bereits 1947 versammelten sich zum ersten Mal Chöre aus verschiedenen Ländern in Paris. Seitdem treffen sich die Pueri Cantores etwa alle zwei Jahre an einem anderen Ort, jedoch alle fünf Jahre in Rom. So ist dieses Chortreffen in Paris nun eine Rückkehr an den Ursprungsort. Als Leitwort steht über dem Chorfestival die Vision von Fernand Maillet: „Morgen werden alle Kinder der Welt den Frieden Gottes singen”. (lin, ja)

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