Über 1000 Senioren unterwegs zur Goldenen Madonna

Über 1000 Seniorinnen und Senioren aus gesamten Ruhrbistum machen sich am 12. Juni 2010 auf den Weg zur Goldenen Madonna. Auf dem Essener Burgplatz werden sie gemeinsam mit Weihbischof Franz Vorrath Eucharistie feiern.

Festlicher Gottesdienst auf dem Burgplatz in Essen

600 Liter Gulaschsuppe, 2.000 Liter Kaltgetränke, 26 Busse, 14 mobile WCs, 1.000 Sitzplätze im Zelt, fünf Verpflegungsstationen, Sanitätswagen, ein Infostand der Altenhilfe der Caritas im Ruhrbistum, 100 Helfer von der Caritas und Pflegeschülerinnen und Schüler, 25 Priester und Ordensleute, 20 Musiker des Bergbauorchesters und die Eucharistische Ehrengarde, die mit 25 Leuten vertreten ist. Soweit ein paar Zahlen, die den logistischen Aufwand der Seniorenwallfahrt am Samstag, 12. Juni, kennzeichnen.

Sie hat im Bistum Essen schon eine Tradition. In den vergangenen Jahren führte sie immer zum Gnadenbild der „Schmerzhaften Mutter“ ins Zisterzienser-Kloster  in Bochum-Stiepel. Ziel der diesjährigen Wallfahrt ist im Kulturhauptstadtjahr der Burgplatz in der Essener City, direkt neben dem Dom. Die Patres aus Bochum-Stiepel werden ebenfalls mit einer Delegation erwartet. Sie werden eine Kopie des Gnadenbildes aus Bochum-Stiepel mitbringen. So kommt es zu der bedeutsamen Begegnung der „Mutter vom Guten Rat“ (im Volksmund „Goldene Madonna“) mit der „Schmerzhaften Mutter“. Dadurch treffen zwei kunstgeschichtlich bedeutsame Frauenfiguren aufeinander, die Schutzpatronin der Stadt Essen und die Pieta des einzigen Marien-Wallfahrtsortes im Ruhrbistum.

„Wir wollen dieses Jahr mitten ins Herz der Kulturhauptstadt ein deutliches Zeichen setzen: Die Kulturhauptstadt ist für alle Menschen, auch für alte. Diese kommen nämlich etwas zu kurz im offiziellen Programm der RUHR.2010“, meint der Direktor des Caritasverbandes für das Bistum Essen, Andreas Meiwes. „Das wollen wir ändern, wenn wir jetzt rund 1.000 Seniorinnen und Senioren aus den Altenhilfeeinrichtungen des Bistums im wahrsten Sinne des Wortes ‚auf die Achse‘ bringen, auf den Burgplatz mitten in die Essener City.“

Alte Menschen seien Kulturschaffende. „Sind sie es doch, die diese Region zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Sie sind es, die diese Region wieder aufgebaut haben und durch ihren Fleiß und ihre Ausdauer das Fundament dafür gelegt haben, dass wir heute Kulturhauptstadt sind“, so Meiwes. Es sei Kultur, wenn Seniorinnen und Senioren sich zu dieser Wallfahrt auf den Weg machen, um die Heilige Messe mit Weihbischof Franz Vorrath, dem Bischofsvikar für die Caritas, um 11.30 Uhr zu feiern, miteinander zu singen und zu beten und damit ein Zeugnis des Glaubens abzulegen. „Es ist auch ein deutliches Zeichen, dass ohne sie nichts ging und nichts geht in dieser Region“, betont der Caritasdirektor in seinem Grußwort im Wallfahrtsheft.

Die Seniorenwallfahrt ist eine Idee des „Stiepeler Kreises“, einer Gruppe von engagierten Leuten aus der Altenpflege, die sich mit spirituellen und ethischen Fragen beschäftigt. Sie ist Teil der Caritas-Jahreskampagne 2010, die unter dem Titel „Experten fürs Leben“ alte Menschen mit ihrer Lebenserfahrung in den Mittelpunkt stellt. Die Kampagne wirbt auch darum, alte Menschen mit ihren speziellen Bedürfnissen und Wünschen ernst zu nehmen. (cde/do)

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