Teilen: Konkreter Dienst am Menschen

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat vier Männer im Essener Dom zu ständigen Diakonen geweiht. Overbeck wünschte den Neugeweihten Gottes Segen dafür, Anspruch und Zuspruch der Weihe in Einklang für den Dienst am Nächsten bringen zu können.

Vier Kandidaten zu ständigen Diakonen geweiht

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat am Samstag, 16. November 2013, vier Männer im Essener Dom zu Diakonen geweiht. Zu Beginn des feierlichen Gottesdienstes wurden die Weihekandidaten vorgestellt: Günter Althoff aus der Gemeinde St. Peter und Paul in Duisburg (Einsatzort: Pfarrei St. Michael, Duisburg), Stephan Koch aus der Gemeinde St. Ludger in Duisburg (Einsatzort: Pfarrei Liebfrauen, Duisburg), Bernd Kopetsch aus der Gemeinde Liebfrauen in Bochum (Einsatzort: Pfarrei Liebfrauen, Bochum) und Branko Wositsch aus der St. Jospeh in Mülheim an der Ruhr (Einsatzort Pfarrei St. Ludgerus, Essen). Alle vier verheirateten Männer werden ihr Kirchenamt neben einem regulären zivilen Beruf ausüben. Nach der Weihe erhielten die Neugeweihten zum Zeichen ihres bleibenden Dienstes Stola und Dalmatik, das liturgische Gewand des Diakons, sowie das Evangelienbuch. Den Abschluss der Weihehandlung bildete der Friedensgruß als Zeichen der Gemeinschaft.

Dass Teilen der konkrete Dienst am Menschen und somit ein zentraler Aspekt der Diakonie sei, betonte Bischof Overbeck in seiner Predigt. Im Dienst des Diakons werde das Prinzip des Teilens, welches zu den grundlegenden Elementen des Christseins gehöre, konkret. Denn schon das Evangelium trage den Auftrag in sich, die Frohe Botschaft mit anderen Menschen zu teilen und sie im Alltag zu verwirklichen, so der Ruhrbischof weiter. Dieses Handeln müsse stets von einer "wachsamen Wahrnehmung der Nöte in der heutigen Zeit" geprägt sein. Zudem müsse das Amt des Diakons von Stille, Herausforderung und Demut bestimmt sein. "Es geht immer um Gott und die Menschen und nicht um den Amtsträger – niemals", betonte Overbeck. Dies könne gelingen, wenn das Beten in all seinen Facetten als Grundlage allen Handelns verstanden werde. Mit Blick auf die Lebenssituation der Weihekandidaten mahnte Overbeck ein Dienstverständnis an, welches sicher stelle, dass auch "Ehe und Familie genügend Aufmerksamkeit" erhielten.

Als Vorbereitung auf das Sakrament der Weihe haben die Kandidaten vier Jahre in der Regel an zwei Wochenenden pro Monat vor allem Theologie studiert und sind in Schulungen zur pastoralen Praxis auf den Einsatz in der Gemeinde vorbereitet worden. Diese Ausbildung wird auch zwei Jahre nach der Weihe fortgesetzt. Die katholische Kirche unterscheidet zwischen dem Diakon als Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe und als eigenständiges Amt, das auch verheirateten Männern ab dem 35. Lebensjahr offensteht. Das Amt des Ständigen Diakons kann haupt- oder nebenamtlich ausgeübt werden. Diakone werden durch den Bischof geweiht. Damit überträgt er ihnen die Vollmacht, zu predigen, die Taufe und die heilige Kommunion zu spenden und kirchliche Begräbnisse vorzunehmen. Hauptaufgabe des Diakons ist die Unterstützung der Pfarrer in der Gemeindeseelsorge und Gemeindecaritas. Außerdem werden sie in speziellen Seelsorgeaufgaben – Krankenhaus, Altenheim, Gefängnis – eingesetzt. In feierlichen Gottesdiensten assistiert der Diakon dem Priester. (ja)

Predigt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (PDF)

Allerheiligenlitanei während der Weihe (Audio)

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