Studie: Seelsorger im Ruhrbistum zufriedener als Durchschnitt

Ergebnisse der bundesweiten Seelsorgestudie beim Tag der Pastoralen Mitarbeitenden in Essen vorgestellt. Kein Einfluss auf Zufriedenheit durch Größe der pastoralen Einheit.

Die Seelsorger im Bistum Essen sind zufriedener mit ihrem Leben und ihrer Arbeit als die Durchschnittsbevölkerung. Das hat jetzt die Forschungsgruppe Seelsorgestudie beim Tag der Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hotel Franz in Essen bekannt gegeben. Die repräsentative Studie wurde in fast ganz Deutschland unter Priestern, Diakonen sowie Pastoral- und Gemeindereferentinnen durchgeführt.

Die Lebens- und Arbeitszufriedenheit sei laut Studie bei Seelsorgenden stärker miteinander verbunden, als in der Normalbevölkerung. Mehr als die Hälfte der Zufriedenheit mit der Tätigkeit hinge ab von der individuell wahrgenommenen Anerkennung und Wertschätzung, von der Qualität des Vorgesetzten, von der Autonomie bei der Arbeit, einem visionären Team und dem Organisationsklima.

Größe der pastoralen Einheit spielt keine Rolle

Ein weiteres Ergebnis der Seelsorgestudie: Die Größe der pastoralen Einheit – also der Pfarrei oder Gemeinde – hat keine direkt nachweisbaren Konsequenzen auf die Belastung, die Gesundheit und die Zufriedenheit. Entscheidend sei vielmehr die Eigendynamik der pastoralen Einheit im Rahmen der Vorgaben des Bistums. Entscheidend sei, was an Gutem in einer Pfarrei passiere. Neben der eigenen Spiritualität ebenfalls wichtig für die Zufriedenheit der pastoralen Mitarbeitenden: Die Tätigkeit muss zur Person passen. Die gegenseitige Wertschätzung der Stärken und Schwächen ist laut Studie der zentrale Schlüssel für eine gelingende Entwicklung.

Professor Dr. Christoph Jacobs von der Forschungsgruppe Seelsorgestudie rief vor rund 250 Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch dazu auf, mehr in die Gesundheit zu investieren um Burnout, Unzufriedenheit und gesundheitlichen Belastungen entgegenzuwirken. (sw)

Weitere Informationen unter www.seelsorgestudie.de

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