Stichwort: Partnerbistum Hongkong

Die besondere Verbindung zwischen den Diözesen Essen und Hongkong besteht seit 1961. Das zwei Jahre zuvor gegründete Ruhrbistum sollte nach dem Willen seines ersten Bischofs Dr. Franz Hengsbach „von der Geburtsstunde an seine Einbettung in die Weltkirche aktiv erleben und zugleich durch eine Kollekte für weltkirchliche Aufgaben jeweils am Gründungstag, am 1. Januar, seine Dankbarkeit gegenüber Gott bezeugen“. Die ersten aus diesem Anlass gehaltenen Kollekten waren für das Apostolische Vikariat Kaohsiung auf Formosa (Taiwan) bestimmt. Die finanzielle Hilfe aus dem Ruhrbistum ermöglichte unter anderem den Bau einer Missionsstation, der Kirche St. Altfrid in Chaochow sowie die Kirche St. Ludgerus in Chingliau.

Seit 1962 ist die Kollekte am Gründungstag des Ruhrbistums für das Bistum Hongkong bestimmt. Die Erträge der ersten Patenschaftskollekten ermöglichten unter anderem den Bau der Kirchen „Mutter vom Guten Rat“, „St. Cosmas und Damian“ und „St. Altfrid“ sowie des Sozialzentrums St. Stephan. Später unterstützten die Spenden aus dem Ruhrbistum die vielfältigen Aufgaben der Caritas Hongkong. So konnten unter anderem im Caritas Medical Center eine Abteilung für Kinder mit geistigen Behinderungen, eine Station für Altersheilkunde und Krebskranke sowie ein Hospiz eingerichtet werden. Auch den vielen vietnamesischen Flüchtlingen, der sich die Caritas Hongkong annahm, kam das Geld aus Deutschland zugute. Seit Anfang der 1990-er Jahre werden mit den Erlösen der „Hongkong-Kollekte“ vor allem Projekte der katholischen Kirche in der Volksrepublik China unterstützt. Aus der „Patenschaft“ von einst hat sich im Verlaufe der Jahre eine Partnerschaft zwischen den beiden Diözesen entwickelt.(ul) 
 

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