St. Hildegardis-Gymnasium: „Vor Ort zu helfen ist super“

Sie sind gespannt auf das, was sie erwartet. 14 Schülerinnen des Duisburger St. Hildegardis-Gymnasiums in Duisburg absolvieren im Januar ein Sozialpraktikum bei der Caritas in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo.

Schülerinnen des Duisburger St. Hildegardis-Gymnasiums freuen sich auf Sozialpraktikum in Sarajevo

„Wir müssen uns warm anziehen.“ – Das meint Heribert Hölz, Initiator und Motor der Bosnienhilfe des Caritasverbandes Duisburg, nicht nur hinsichtlich der Jahreszeit. Denn wenn vom 19. bis 30. Januar 14 Schülerinnen des Bischöflichen St. Hildegardis-Gymnasiums in Duisburg ins winterliche Sarajevo, die Hauptstadt von Bosnien und Herzegowina, fahren, werden sie im Rahmen ihres Sozialpraktikums sicherlich auch Situationen ausgesetzt sein, die erst einmal verarbeitet werden müssen, die unter die Haut gehen. „Die Schülerinnen werden ein Land kennen lernen, das in Europa außergewöhnlich ist“, so Hölz. Auch 15 Jahre nach Ende eines schrecklichen Krieges gebe es dort Menschen, die „absolut nichts“ hätten, Menschen ohne Lebensperspektiven.

So werden die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 11 während ihres Sozialpraktikums im Caritaszentrum Sarajevo die vielschichtigen Probleme der Menschen hautnah erleben. Arbeit gibt es genug, zum Beispiel in der Suppenküche, in der täglich rund 300 warme Mahlzeiten für bedürftige Menschen zubereitet und dann verteilt werden. Und auf der Tour zu einsamen, alten und kranken Menschen, zu Familien, für die der Kampf ums Überleben seit 15 Jahren zum Alltag gehört, werden sich die Schülerinnen ihr eigenes Bild machen können von der Lebenswirklichkeit in Bosnien. Engagieren können sich die Mädchen auch im Kindergarten und Hort und sich an Angeboten für Analphabeten, Nicht-Sesshaften und zurückgekehrten Flüchtlingen beteiligen.

Das Thema „Bosnien“ ist für so manche Schülerin nicht unbekannt. Denn schon in den vergangenen Jahren haben sie einiges über das Balkanland aus dem Munde von Heribert Hölz erfahren, haben für die Duisburger Bosnienhilfe Pakete gepackt.   
Vor Ort zu helfen und mit anzupacken, das findet Alina Walschus super. „Wir werden sicherlich die Erfahrung machen, dass es viele Menschen gibt, denen es noch schlechter geht, als wir vermuten“, so die Schülerin. Darüber zu berichten und andere zum Helfen anzustecken, das wollen die Mädchen nach ihrer Rückkehr. Gespannt sind sie, was in Sarajevo auf sie zukommen wird.

Begleitet werden die Schülerinnen von Religionslehrer Martin Powik. Er war schon dreimal in Bosnien und begleitete schon 2004 eine Gruppe von Schülerinnen beim Sozialpraktikum in der bosnischen Stadt Zenica. Powik hält es für wichtig, dass Schülerinnen die Möglichkeit erhalten, „eine prägende Erfahrung zu machen“. Ihn selber habe die  kulturelle Vielfalt, aber auch die bittere Armut in Bosnien-Herzegowina beeindruckt.
Dass sich 14 Schülerinnen für den Bosnien-Einsatz gemeldet haben, darüber freut sich der kommissarische Schulleiter Dr. Christoph Oster. „Ihr werdet euch um die kümmern, die es am meisten nötig haben“, betont er. Das sei ein „wichtiges Stück Schulkultur“.

Untergebracht sind die Schülerinnen im Mädcheninternat des Katholischen Schulzentrums in Sarajevo. „So können sie auch zu bosnischen Mitschülerinnen Kontakte knüpfen und erfahren sicherlich auch auf diesem Weg eine Menge über Land und Leute“, freut sich Heribert Hölz. Einige Touren ins Land sollen diese Eindrücke vervollständigen. Die Spannung wird steigen, bis es am 19. Januar von Köln-Bonn mit dem Flugzeug in die frühere Olympiastadt Sarajevo geht. (do)

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