Spenden für die Flutopfer in Serbien und Bosnien

Die Menschen auf dem Balkan kämpfen gerade mit den Folgen einer der größten Flut-Katastrophen der jüngsten Geschichte. Die Caritas im Ruhrbistum ruft zur Spendenaktion auf.

Hilfe aus dem Ruhrbistum für Menschen im Balkan

„Serbien befindet sich in der größten Naturkatastrophe der jüngeren Geschichte. Die Situation ist dramatischer, als sie in Berichten beschrieben oder auszudenken ist, vor allem, wenn man bedenkt, dass während der letzten 100 Jahre Europa von schweren Zyklonen und Überschwemmungen diesen Ausmaßes verschont geblieben ist“, so Miodrag Zivkovoic, Koordinator bei der Caritas für die Erzdiözese Belgrad. Ähnliche Hilferufe erreichen die Caritas im Ruhrbistum auch aus anderen Teilen Ost- und Südosteuropas, aus Bosnien etwa. Pfarrer Karlo Visaticki aus Gradiska, berichtet von dramatischen Überschwemmungen.

Die Caritas für die Erzdiözese Belgrad berichtet in ihren Statusreports über die dramatische Situation in den Kleinstädten und Dörfern im Westen Serbiens. Die Pegel der Flüsse der Sava und Kolubara sind hier dramatisch gestiegen. Einige Orte wie Obrenovac und das Umland sind fast komplett überschwemmt. Etwa 5.500 Menschen mussten evakuiert werden, hauptsächlich Frauen, Kinder und ältere Menschen, während die meisten Männer als Freiwillige bei der Verstärkung der Deiche mithelfen. Die Caritas Belgrad berichtet von dramatischen Rettungsaktionen, Menschen die mit Helikoptern und Booten von ihren Dächern gerettet werden mussten. Aus einer Schule in Valjevo, die als Evakuierungscenter eingerichtet worden war, mussten ca. 1.200 Menschen gerettet werden.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Mai, so berichten es die Kollegen der Caritas Belgrad aus Šabac, sei es einigen Tausenden Freiwilliger gelungen, die Innenstadt vor der Flut mit Wällen aus Sandsäcken zu schützen. In Šabac wurde die Zentrale der Fluthilfe errichtet. Die Caritas dort ist damit beschäftigt, Mahlzeiten für die Flutopfer zu bereiten und die freiwilligen Helfer/innen zu versorgen. In der Nacht vom 18. auf den 19. Mai bedrohten weitere Überschwemmungen der Sava die Städte Šabac, Sremska Mitrovica und die niedrigeren Stadtteile von Belgrad.

Schätzungen gehen von ca. 500.000 Betroffenen allein in Serbien aus. Evakuiert wurden etwa 20.000 Menschen. Sammelunterkünfte wurden u.a. in Belgrad errichtet in Sporthallen und Schulen. Viele Opfer sind bei Freunden und Verwandten untergekommen. Die Gesamtzahl der Opfer kann erst beziffert werden, wenn die Wassermassen abgeflossen sind.

Was wird gebraucht?

Miodrag Zivkovic berichtet, dass in dieser ersten Phase der Nothilfe vor allem Gummistiefel, Gummihandschuhe, Desinfektionsmittel, Frischwasser, Lebensmittelkonserven, Hygieneartikel, Babyartikel, Kleidung und Schuhe benötigt werden. In der zweiten Phase des Wiederaufbaus werden Saatgut, Möbel, Baumaterialien und Tierfutter gebraucht. Die Caritas Belgrad koordiniert ihre Hilfen mit den lokalen Katastrophenhilfezentren und den Kommunen.

Wie hilft die Caritas?

Die Caritas organisiert gemeinsam mit den Gemeindecaritas in Sabac und Valjevo, die im ständigen Kontakt mit den örtlichen Krisenstäben stehen, den Ankauf und Transport von Hilfsgütern. Sie verpflegt Opfer und Helfer. Die Caritas Valjevo unterstützt ältere Menschen in den Nothilfecamps. Die Caritas-Wäscherei arbeitet rund um die Uhr und versorgt die Menschen mit frischer Kleidung. Überschwemmte Straßen erschweren die Hilfen vor Ort. Zurzeit werden verstärkt Konserven an Bedürftige ausgegeben.

Der Transport von Hilfsgütern aus dem Bistum ist nicht vorgesehen. Die Caritas im Ruhrbistum ruft zu Geldspenden auf, um die Partner vor Ort zu unterstützen:

Empfänger: Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
Stichwort: „Flutopfer 2014“
IBAN DE75 3606 0295 0000 0144 00
BIC GENODED1BBE
Kontonummer 14 400, BLZ 360 602 95 (Bank im Bistum Essen)

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
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