Sich gemeinsam gegen Kinderarmut stark machen

Insgesamt 151.000 Euro hat die Spendenaktion gegen Kinderarmut im Bistum Essen erbracht. 21 auf Dauer angelegte Projekte werden aus dem Spendenerlös gefördert.

151.000 Euro für Aktion des Bistums Essen

Kinderarmut zeigt sich nach Ansicht von Diözesanadministrator Weihbischof Franz Vorrath neben beeinträchtigten Entwicklungsbedingungen und eingeschränkten Zukunftsperspektiven vor allem in materieller, kultureller, gesundheitlicher und sozialer Unterversorgung. „Innerhalb des Bistums Essen stellt Kinderarmut eine Herausforderung für Pfarreien, Verbände, kirchliche Einrichtungen und Organisationen dar“, betonte Vorrath in Essen bei der Vorstellung des Ergebnisses der Aktion „Gemeinsam gegen Kinderarmut. Spenden & stark machen“.

Der Weihbischof erinnerte daran, dass es seit Gründung des Ruhrbistums immer ein Grundanliegen sei, „solidarisch mit den Menschen in Armut und Not zu sein“. Vorrath: „Wo es in dieser Region ‚brennt‘, lässt die Kirche die Betroffenen nicht allein.“ Sich gemeinsam gegen Kinderarmut stark zu machen, gehöre zum Selbstverständnis des Bistums Essen. „Mit unseren Trägern setzen wir auf die Zukunft der Kinder und treten dafür ein, dass sie hier gut leben und lernen können“, sagte der Diözesanadministrator. Die Spendenaktion des Bistums Essen sei „ein Zeichen der Solidarität zum Ruhrgebiet“.   

Rund 151.000 Euro sind bei dieser Aktion an Spenden eingegangen, die im vergangenen Jahr anlässlich des Bistumsjubiläums gemeinsam mit dem  Diözesanrat der katholischen Frauen und Männer in Bistum Essen ins Leben gerufen wurde. Einzelspenden, Kollekten sowie der Erlös (50.000 Euro) des von der Evonik Industries gesponserten "Halleluja-Cups" im Wattenscheider Lorheide-Stadion haben zu diesem – so der Weihbischof – „großartigen Ergebnis“. Vorrath dankte dem früheren Bischof, Dr. Felix Genn, und dem Diözesanrat für diese Initiative sowie allen Spendern für die große Unterstützung.

Als „vollen Erfolg“ wertet auch Björn Enno Hermans vom Vorstand des Diözesanrates die Initiative gegen Kinderarmut. Es sei gelungen, „an vielen Orten Konkretes anzustoßen und zu ermöglichen“, vor allem auch ehrenamtliches Engagement.

„Insgesamt 21 auf Dauer angelegte Projekte wurden nach festgelegten Kriterien aus dem Spendentopf gefördert“, so Monsignore Jürgen Schmidt, Vorsitzender der Vergabekommission. Dabei lagen die Zuschüsse zwischen 400 und 18.000 Euro. Empfänger waren neben Pfarreien, kirchlichen Verbänden und Einrichtungen auch nicht-kirchliche Organisationen. „Wir haben in erster Linie nicht auf die Träger von Initiativen geschaut, sondern auf die Armut der  Kinder“, betonte Schmidt. Die geförderten Initiativen reichen von Hausaufgabenhilfe und Schulmaterialbörse über Kleiderkammer und Beiträge zu Fahrten und Ausflügen bis zu Anschubfinanzierungen für Patenschaften von Grund- und Sonderschülern aus benachteiligten Familien oder für ein bilinguales Musikprojekt für Kinder mit Migrationshintergrund. (do)

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