Schweißtreibende Feuertaufe für Overbeck

Ruhrbischof Overbeck besucht das Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop und bekräftigt die Verbundenheit von Bergbau und Kirche im Ruhrgebiet.

Erste Grubenfahrt als neuer Ruhrbischof


"Ich habe genauso geschwitzt, wie früher. Allerdings war es damals noch etwas enger", kommentiert Franz-Josef Overbeck lachend seine erste Grubenfahrt als Ruhrbischof auf dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop. Er sagt das kohlegeschwärzt und in Bergmannskluft. Gerade hat er in über 1000 Meter Tiefe den Streb besichtigt, den Ort, an dem die Steinkohle abgebaut wird - ein wahrer Wust aus Wasserdampf, Lärm und schwerem Gerät. Was sich da durch den dunklen Streb auf die Besuchergruppe zuarbeitet bezeichnet Reviersteiger Peter Seketer stolz als seinen "Ferrari". Der "Doppelwalzenlader" bricht mit jedem Gang fast einen Meter Kohle aus dem Flöz. An einem Tag erzielt Seketer mit seiner Mannschaft so bis zu zehn Meter Abbaufortschritt - sein Anteil an den insgesamt fast 15 Millionen Tonnen, welche die RAG Aktiengesellschaft jährlich absetzt.

Ruhrbischof Overbeck, der bereits während seines Theologiestudiums in einem Industriepraktikum erste Erfahrungen unter Tage gesammelt hat, versteht die Grubenfahrt als Zeichen der Solidarität mit dem Bergbau. "Unser Bistum gäbe es nicht, hätte es nicht Kohle und Stahl gegeben", so Overbeck. In Fortführung des Selbstverständnisses des ersten Bischofs von Essen, Kardinal Hengsbach, betont der neue Ruhrbischof weiter: "Wir sind die Stimme der Kirche für diesen Bereich". Entsprechend sieht Overbeck in seiner Grubenfahrt so etwas "wie die Feuertaufe des Ruhrbischofs".

Auch Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG, begrüßt den Termin als Geste der Verbundenheit. Tönjes wie auch der Betriebsratvorsitzende, Ludwig Ladzinski, verweisen auf den großen Zusammenhalt von Bergbau und Kirche in der Region. Dieser Einklang drücke sich unter anderem im Kreuzweg auf der Halde Haniel oder in der Gemeinsamen Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau aus. "Die gemeinsame Arbeit liegt mir am Herzen", bekräftigt Ladzinski. (pp)

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