Schwangeren-Beratungsstellen kritisieren Sparpläne der Bundesregierung

"Sollte das geplante Sparpaket der Bundesregierung in Kraft treten, wird sich die finanzielle Situation für viele Menschen weiterhin verschlechtern", fürchtet Irmgard Handt vom Essener SkF.

"Sollte das geplante Sparpaket der Bundesregierung in Kraft treten, wird sich die finanzielle Situation für viele Menschen weiterhin verschlechtern", fürchtet Irmgard Handt Fachdienstleiterin der Schwangerschaftsberatungsstellen des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Essen-Mitte. Die Beratungszahlen des Skf zeigten nach Ansicht Handts, "wie häufig sich Frauen, Paare und Familien in einer wirtschaftlich prekären Situation befinden und eine Hilfe für notwendige Anschaffungen in der Schwangerschaft benötigen".

Im ersten Halbjahr des Jahres 2010 kamen 2.350 Personen in die Essener Beratungsstellen. 1.662 Frauen, um Beratungsgespräche in Anspruch zu nehmen, zusätzlich fanden 205 Gruppenveranstaltungen zum Thema Sexualaufklärung und Prävention statt. 452 schwangere Frauen beantragten bereits im ersten Halbjahr 2010 Mittel aus der Bundesstiftung „Mutter und Kind – Schutz des ungeborenen Lebens“.

"Betroffene, die von geringen Einkünften leben, ergänzenden Hilfen oder HARTZ IV-Bezieher, können die Kosten, die durch die veränderte Lebenssituation entstehen, nicht ohne Unterstützung bewältigen", warnte die Fachdienstleiterin.

Nach § 2 des Schwangerschaftskonfliktgesetzes hat jede Frau und jeder Mann das Recht, sich in Fragen der Sexualaufklärung, Verhütung und Familienplanung sowie in allen eine Schwangerschaft berührenden Fragen von einer hierfür vorgesehenen Beratungsstelle informieren und beraten zu lassen. (cg/pp)

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