"Schöpfer" der Adveniatkrypta verstorben

Der Schöpfer der Bilderwelt der Essener Adveniatkrypta ist tot. Am 12. Januar starb im Alter von 90 Jahren der Maler, Bildhauer und Theologe Emil Wachter.

Führung durch die Adveniatkrypta erinnert an ihn
 
Der Schöpfer der Bilderwelt der Essener Adveniatkrypta ist tot. Der Maler, Bildhauer und Theologe Emil Wachter starb am 12. Januar im Alter von 90 Jahren. Von 1981 bis 1983 schuf Wachter die Betonreliefs, die bis heute die Gewölbe und Wände der neu geschaffenen Adveniatkrypta (Westkrypta) des Essener Domes schmücken.

Geboren wurde Wachter am 29. April 1921 in Neuburgweier in der Nähe von Karlsruhe. Nach Reichsarbeitsdienst, Einsatz als Soldat in Russland und Frankreich und Kriegsgefangenschaft nahm er das schon im Krieg kurzzeitig begonnene Studium der Theologie und Philosophie in Freiburg wieder auf. Nach seinem Abschluss 1948 wandte er sich doch seiner „alten Liebe“, der Bildenden Kunst, zu. Auf ein Semester an der Kunstakademie in München folgten fünf Jahre an der Kunstakademie in Karlsruhe. Nur wenige Jahre später – 1958 – wurde er selbst Dozent an der Karlsruher Kunstakademie, wo er bis 1963 lehrte. Danach war er als freischaffender Künstler tätig. 1983 wurde er zum Professor ernannt.

Wachters künstlerisches Werk ist vielfältig, stark geprägt von seinem christlichen Glauben und der Auseinandersetzung mit der Botschaft Christi für die heutige Welt. Die Techniken, mit denen Emil Wachter arbeitete, waren breit gefächert. Vom Aquarell über Tuschezeichnungen, Ölgemälde, Plastiken, Glasarbeiten bis zu Deckengemälden reicht das künstlerische Repertoire. Viele Studienreisen inspirierten ihn in seinem künstlerischen Schaffen. Bekannt ist er für die von ihm entwickelten Betonreliefs, mit denen er die Autobahnkirche St. Christophorus in Baden-Baden ausgestaltete. Noch im Oktober 2011 ehrte das Museum Würth in Künzelsau Wachter zu seinem 90. Geburtstag mit einer großen Retrospektive.

Die Essener Domschatzkammer erinnert an den Künstler und Theologen mit einer Führung durch die Adveniatkrypta. "Hier kleidete Wachter in der ihm eigenen Formensprache die Bitten des „Vater unser“ in Beton", schildert Dr. Ina Germes-Dohmen, Museumspädagogin in der Domschatzkammer. (lü/gedo)

Termin der Führung:
Samstag, 4. Februar, um 15.00 Uhr
Kosten pro Person 3 €
Treffpunkt: Domschatzkammer


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