Ruhrbistum stärkt den interreligiösen Dialog

Mit einem neuen Arbeitskreis unter der Leitung von Weihbischof Wilhelm Zimmermann setzt das Bistum Essen neue Impulse in der Zusammenarbeit mit Muslimen, Juden und anderen Religionsgemeinschaften.

Arbeitskreis mit Weihbischof Zimmermann setzt neue Impulse

Das Bistum Essen möchte die Zusammenarbeit mit anderen Religionsgemeinschaften in der Region, vor allem zwischen Christen, Juden und Muslimen verstärken und hat jetzt einen Arbeitskreis Interreligiöser Dialog ins Leben gerufen. „Dieser Arbeitskreis soll den interreligiösen Dialog auf den verschiedenen Ebenen in unserem Bistum initiieren, fördern und vernetzen“, erläutert Geschäftsführer Detlef Schneider-Stengel, persönlicher Referent von Weihbischof Wilhelm Zimmermann. Zimmermann verantwortet als Bischofsvikar für den interreligiösen Dialog das Thema im Ruhrbistum. Neben aktuellen Themen, zum Beispiel der Gestaltung multireligiöse Feiern, werden künftig auch besondere interreligiöse Projekte und Bildungsveranstaltungen Tätigkeitsschwerpunkte des neuen Arbeitskreises sein.

Für das Bistum Essen spielte der interreligiöse Dialog schon seit seiner Gründung Ende der 1950er Jahre eine besondere Rolle. Schließlich ist gerade das Ruhrgebiet in den vergangenen Jahrhunderten immer eine Region gewesen in der sich Menschen aus verschiedenen Ländern und mit verschiedenen Religionen niedergelassen haben. Kamen mit den Anwerbeabkommen für Gastarbeiter in den 60er- und 70er-Jahren viele Muslime in die Region, folgten ihnen nach der Öffnung Osteuropas in den 90er-Jahren Juden vor allem aus den Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Die Globalisierung der Flüchtlingsströme und der Migration bewirkt, dass ebenfalls Hindus aus Afghanistan und Sri Lanka und auch Buddhisten aus Vietnam, China und Thailand an Rhein, Ruhr und Lenne Heimat finden. Und die gegenwärtigen kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten und in Afrika führen dazu, dass weiterhin viele Menschen mit verschiedenen Religionen ins Bistum Essen kommen.

Gerade vor diesem aktuellen Hintergrund hat sich nun der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog im Ruhrbistum konstituiert. Seine Mitglieder kommen aus den verschiedenen beruflichen Bereichen der Kirche im Bistum Essen, zum Beispiel aus der Seelsorge, aus Schule, Erziehung, Bildung und aus dem Diözesanrat, dem obersten Laiengremium im Ruhrbistum. Den Vorsitz hat Weihbischof Wilhelm Zimmermann. Den Mitgliedern sei es wichtig, vor allem die bestehenden interreligiösen Dialogforen vor Ort zu unterstützen, betont Schneider-Stengel. „Zudem wollen wir dort, wo es sinnvoll und hilfreich ist, neue interreligiöse Aktivitäten angeregt und dafür Hilfen gegeben werden.“ Interessierte sollen für diese Aufgabe geschult und auf den ersten Schritten fachkundig begleitet werden.

Künftig wird der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog einen eigenen Internetauftritt erhalten und einen regelmäßig erscheinenden Newsletter versenden. Für weitere Informationen über den Arbeitskreis und Anmeldungen für den Newsletter steht Geschäftsführer Schneider-Stengel persönlich zur Verfügung, entweder telefonisch (Tel.: 0201/2204-622) oder per E-Mail. (dss/tr)

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