Ruhrbischof Overbeck predigt auf der Bergehalde

Zum 18. Mal sind die Christen aus dem Ruhrbistum eingeladen, am Karfreitag, 6. April 2012, gemeinsam mit Ruhrbischof Overbeck den Kreuzweg auf der Bergehalde Prosper-Haniel in Bottrop zu gehen und betend und schweigend des Leidens und Sterbens Jesu zu gedenken. Mit der Kollekte werden minderjährige Schwangere unterstützt.


Kollekte unterstützt minderjährige schwangere Frauen

Die enge Verbundenheit zwischen Kirche und Bergbau im Ruhrgebiet rückt auch in diesem Jahr am Karfreitag, 6. April, mit der gemeinsamen Begehung des Kreuzweges auf der Berge-Halde Prosper-Haniel in Bottrop in den Vordergrund. Zum 18. Mal sind Christen aus dem Ruhrbistum eingeladen, gemeinsam den Kreuzweg auf der an der Stadtgrenze Bottrop/Oberhausen gelegenen Halde zu beten.

Die Andacht beginnt um 9.30 Uhr. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck wird die Gläubigen begleiten und an jeder Station entlang des Kreuzweges eine kurze Betrachtung sowie die Predigt am Gipfelkreuz halten. Auch Bergwerksdirektor Wolfram Zilligen wird den Kreuzweg gemeinsam mit den anderen Gläubigen beten.

Die diesjährige Kollekte ist eingebunden in die Familienkampagne 2012 des Bistums Essen (www.familienfan.de), die unter dem Motto „Bindung macht stark“. steht. Deshalb wird um eine Spende für die Unterstützung minderjähriger Schwangerer gebeten. Die katholischen Schwangerenberatungsstellen im Bistum Essen bieten speziell für minderjährige schwangere Frauen Wochenendfahrten an. Dort können sich die Mädchen gemeinsam mit anderen werdenden Müttern auf das künftige Leben mit Kind vorbereiten. Hier ist Zeit für alle Fragen. Fachlichen Rat und persönliche Begleitung erhalten sie von Beraterinnen, Hebammen und Kinderkrankenschwestern. Wichtig ist der Austausch mit Frauen in ähnlicher Situation. Auch nach der Geburt begleiten Ansprechpartnerinnen den Weg in den neuen Lebensabschnitt. Mit den Spenden werden die jungen Frauen in einer existenziellen Lebensentscheidung gestärkt.   

Die 15 Kreuzwegstationen, die von der verstorbenen Künstlerin und Ordensfrau Tisa von der Schulenburg (Schwester Paula), dem Oberhausener Künstler Adolf Radecki sowie Auszubildenden des Bergwerks Prosper-Haniel geschaffen wurden, sind einzigartig in ihrer Art und Präsentation. Jede Station besteht aus einer Kupfertafel mit je einer Darstellung der Leidensgeschichte Christi und einem Element aus der Arbeitswelt des Bergbaus. Ergänzt werden sie durch Schrifttafeln, auf denen Aussagen bekannter Persönlichkeiten der Kirche zu lesen sind. Die Elemente der Haldengestaltung sind auch Ausdruck der Verbindung von Arbeit, Kirche und Umwelt.

Ausgangspunkt des Weges am Karfreitag ist der Sportplatz der alten Berufsschule östlich der Kreuzwegbrücke (Bottrop, Fernewaldstraße). Parkmöglichkeiten sind auf dem Betriebsgelände von Prosper-Haniel, zu erreichen von der B 223, vorhanden. Für ältere und behinderte Menschen wird ein Bus-Pendelverkehr eingerichtet. (do)


Flyer zur Kollekte "Schwangerenhilfe" beim Haldenkreuzweg 2012

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