Religionsunterricht in der religiös pluralen Gesellschaft

Mit der Situation und der Zukunft des Religionsunterrichts in der religiös pluralen Gesellschaft befassen sich die "49. Essener Gespräche zum Thema Staat und Kirche" am 17. und 18. März 2014 in der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg" in Mülheim. Gefragt wird hier auch nach dem Unterschied nzwischen neutraler und konfessioneller Werteerziehung.



49. Essener Gespräche in der „Wolfsburg“ in Mülheim

„Religionsunterricht in der religiös pluralen Gesellschaft“ – um dieses Thema geht es bei den "49. Essener Gesprächen zum Thema Staat und Kirche" am 17. und 18. März in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim.

Ein Bestandteil des staatlichen Erziehungs- und Bildungsauftrages ist der schulische Religionsunterricht. Zu den heutigen Rahmenbedingungen des grundgesetzlich garantierten konfessionellen Religionsunterrichts gehört ein deutlicher Rückgang von Schülerinnen und Schülern mit christlichem Bekenntnis. Dagegen steigt der Anteil muslimischer Schülerinnen und Schüler ebenso kontinuierlich wie der Anteil der Bekenntnislosen. Vor diesem Hintergrund werden die kirchlich verantworteten Inhalte und insbesondere die Konfessionalität des Religionsunterrichts zunehmend in Frage gestellt und im schulischen Alltag immer weniger beachtet. Weitere Faktoren wie beispielsweise die Auswirkungen einer größeren Freiheit der einzelnen Schule oder moderner religionspädagogischer Konzepte kommen hinzu.

Wie kann auf diesen Befund reagiert werden? In welchem rechtlichen – auch kirchenrechtlichen – Rahmen sind interkonfessionelle Kooperationen möglich? Welche Anforderungen an einen verfassungskonformen islamischen Religionsunterricht bestehen? Welche Funktionen haben die – je nach Landesrecht unterschiedlich ausgeprägten – Angebote von Ethik- und Weltanschauungsunterricht? Worin besteht der Unterschied zwischen einer neutralen und einer konfessionellen Werteerziehung?

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt dieser Tagung, zu der Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck eingeladen hat und die vom ehemaligen Bundesverfassungsrichter Professor Dr. Paul Kirchhoff, Heidelberg, geleitet wird. Referenten sind u.a. Professor Dr. Stefan Korioth, München, Professor Dr. Friedrich Schweitzer, Tübingen, Professor Dr. Wilhelm Rees, Innsbruck, Dr. Ismail H. Yavuzcan, Tübingen, und Professor Dr. Janbernd Oebbecke, Münster. (do)  

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