Reformen setzen Bereitschaft zur Veränderung voraus

Veränderungen in der Kirche sind ohne eine ernsthafte Bereitschaft jedes Einzelnen, sich selbst "reformieren" zu lassen, nicht möglich. Das unterstrich Geneneralvikar Klaus Pfeffer beim Ökumenischen Gottesdienst zum Symposion "Reform und Reformation der Kirche" in Bochum.


Veränderungen in der Kirche verlangen nach Ansicht von Generalvikar Klaus Pfeffer, Essen, eine Veränderungsbereitschaft jedes einzelnen Christen. „Jeder weiß, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Es wird natürlich nach Veränderungen gerufen, vor allem nach einer Veränderung, für die andere zuständig sind“, betonte er am Freitag, 27. September, beim Ökumenischen Gottesdienst zum Symposion „Reform und Reformation der Kirche“ in Bochum.  

Manchmal sei er sich nicht sicher, ob es in der Kirche tatsächlich eine Reform-Freudigkeit gebe, eine ernsthafte Bereitschaft, sich selbst reformieren zu lassen. Es werde über die großen kirchenpolitischen Fragen gestritten. „Aber das Gespräch stockt, wenn es um die Frage geht, was es denn für mich persönlich bedeutet, unter den veränderten gesellschaftlichen Bedingungen Christ zu sein und welche konkreten Konsequenzen das hat“, so der Generalvikar.

Das Bistum Essen habe in einem „mühsamen und dennoch lohnenswerten“ Dialogprozess ein Zukunftsbild entworfen, das die Vision einer erneuerten Kirche aufscheinen lasse. Dieser Weg setze jedoch eine Veränderungsbereitschaft bei jedem einzelnen voraus. „Aber der Mensch verändert sich nicht gerne.  Es muss ihn etwas treffen und berühren, ganz tief im Herzen“, betonte Pfeffer. Es sei immer eine tiefe, innere Gotteserfahrung, die Menschen dazu befähige, Reformen und Reformationen möglich zu machen, die die Kirche jederzeit brauche. „Christ-Sein und Kirche-Sein sind ohne die existenzielle Verbindung mit Jesus Christus nicht möglich“, so der Generalvikar.

Der Ökumenische Gottesdienst, bei dem die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche, Margot Käßmann, predigte, war eingebettet in ein Symposion, das die Evangelisch-Theologische und Katholisch-Theologische Fakultät der Ruhr-Universität Bochum vom 26. bis 28. September veranstalteten. (do)

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