Programme für Benachteiligte nicht zurückfahren

Die Caritas in NRW fordert die Kommunen auf, auch zukünftig auf dem Arbeitsmarkt Programme für Benachteiligte anzubieten.

Caritas in NRW warnt  vor Folgen steigender Arbeitslosigkeit

Die Caritas in NRW warnt vor den Folgen steigender Arbeitslosigkeit im Zuge der Wirtschaftskrise. „Vor allem Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte werden überproportional betroffen sein, wenn die Krise auf den Arbeitsmarkt voll durchschlägt“, sagte der Münsteraner Diözesan-Caritasdirektor Heinz-Josef Kessmann.

Zu befürchten sei gleichzeitig, dass die Kommunen bei sinkenden Einnahmen Beratungsangebote und Arbeitsmarktprogramme zurückfahren werden. „Das trifft wiederum zuerst die Schwächeren“, warnte Kessmann, der auch Bundesvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft „Integration durch Arbeit“ (IDA) im Deutschen Caritasverband ist. Die Nähe zum ersten Arbeitsmarkt dürfe aber nicht das ausschlaggebende Kriterium für eine Förderung arbeitsloser Menschen sein, fordert die Caritas in NRW. Ein sozialer Arbeitsmarkt fördere die Integration benachteiligter Menschen in Arbeit.

„Die Wählerinnen und Wähler sollten sich vor der Kommunalwahl die Konzepte und Ideen der Lokalpolitiker für den lokalen Arbeitsmarkt genau anschauen“, empfahl Kessmann. Die Kommunen dürften in ihrem Bemühen nicht nachlassen, auch zukünftig auf dem Arbeitsmarkt Programme für Benachteiligte anzubieten. Außerdem könnten sie sich verpflichten, Betriebe zu beauftragen, die am Arbeitsmarkt benachteiligte Menschen beschäftigen, regte Kessmann an.

Er schlage Kooperationen der Akteure des regionalen Arbeitsmarktes im Bereich der Gesundheits- und Sozialwirtschaft beispielsweise mit der Freien Wohlfahrtspflege vor.

Die Caritas im Bistum Essen bietet 2.673 Ausbildungsstellen für junge Leute in Schulen in Trägerschaft der Caritas oder caritativen Einrichtungen an, zum Beispiel Krankenhäusern. „Die Caritas im Ruhrbistum ist damit ein wichtiger Partner für die Zukunft junger Menschen“, so Andreas Meiwes, Diözesancaritasdirktor im Bistum Essen. Einige Schulen hätten neue Klassen für Hauptschulabgänger zum Schuljahrsstart 2009 eingerichtet.


Ausbildungsplätze im Bereich der Caritas im Ruhrbistum:

1593 Plätze im medizinisch-pflegerischen Bereich, Krankenpflege (936), Hebamme (75) Physiotherapie (60), Logopädiatrie (30) medizinisch-technische Assistenten (48), Kinderkrankenpflege (215)

722 Plätze im Bereich Erziehung und verwandte Berufe in zwei Fachschulen in Essen und Gladbeck (hier sind noch einige Plätze frei, auch für Hauptschüler)

318 Plätze im Bereich der Altenpflegeausbildung (vier Fachseminare in  Bochum , Gelsenkirchen , Duisburg , Essen),
40 Plätze im Bereich Jugendberufshilfe bei der „Boje“ in Essen (handwerklicher Bereich)

Informationen zu den Ausbildungsstellen bei der Caritas im Bistum Essen  erteilen:
- für den Bereich Erziehung, Jugendberufshilfe; Frau Bültmann, Tel.: 0201-81028- 511; 
- für den Bereich medizinisch-pflegerische Ausbildung: Frau Naguschewski, Tel.: 0201-
  81028- 133;
- für den Bereich Altenpflege: Frau Brix, Tel.: 0201-81028-140 (cde/do)

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse