Priesterweihe im Essener Dom

Weihbischof Franz Vorrath, Diözesanadministrator des Bistums Essen, weiht am Freitag, 29. Mai, zwei Diakone zu Priestern. Der feierliche Weihegottesdienst beginnt um 18 Uhr im Essener Dom.

Weihbischof Franz Vorrath, Diözesanadministrator des Bistums Essen, weiht am Freitag vor Pfingsten, 29. Mai, zwei Diakone zu Priestern. Der feierliche Weihegottesdienst beginnt um 18.00 Uhr im Essener Dom.

Geweiht werden der 39jährige Albert Akohin. Die Heimatgemeinde Akohins, der in Atakampe/Togo geboren wurde, ist die Lüdenscheider Gemeinde St. Joseph und Medardus. Während seiner Diakonatszeit war Albert Akohin zuletzt in der Duisburger Gemeinde Liebfrauen tätig.

Ebenfalls geweiht wird der Oberhausener Thomas Köster. Der 40-Jährige stammt aus der Gemeinde St. Josef, Oberhausen-Sterkrade-Schmachtendorf. Von 1995 bis 2007 arbeitete Köster als Pastoralreferent im Bistum Trier. Während seiner Diakonatszeit war er in St. Marien, Schwelm, tätig. (dr)

Stichwort: Priesterweihe

Nach katholischem Verständnis ist die Weihe ein Sakrament, d.h. ein sichtbares Zeichen, durch das Amtsträger der Kirche zu ihrem bevollmächtigten Dienst bestellt werden. Das Weihesakrament entfaltet sich in drei Stufen: die Weihe zum Bischof, die Weihe zum Priester und die Weihe zum Diakon. Die Priesterweihe erfolgt im Rahmen einer feierlichen heiligen Messe durch einen Bischof. Auf diese Weise soll zum Ausdruck kommen, dass der Priester am Priestertum des Bischofs und seiner Sendung teil hat und als Mitarbeiter der Bischöfe zum Dienst am Volk Gottes berufen ist. Nach dem Evangelium werden die Kandidaten namentlich aufgerufen. Sie erklären: "Ich bin bereit." Der für ihre Ausbildung verantwortliche Priester versichert dem Bischof, dass die Kandidaten des Priesteramtes würdig sind. Danach versprechen die Weihekandidaten dem Bischof und seinen Nachfolgern Gehorsam, den Dienst der Sakramente und der Verkündigung zu übernehmen und den Armen und Notleidenden zu helfen. Nach dem Gesang der Allerheiligenlitanei folgt die zentrale Handlung der Priesterweihe. Durch Handauflegung und das anschließende Weihegebet weiht der Bischof die Männer zu Priestern. Auch alle anderen anwesenden Priester legen ihnen die Hände auf. Danach folgt das Anlegen der Priestergewänder, die Salbung der Hände mit Chrisam, die Überreichung von Brot und Wein für die Eucharistiefeier sowie der Friedensgruß. Anschließend feiern die Neupriester gemeinsam mit dem Bischof die heilige Messe. Zum Priester können nach römisch-katholischem Recht nur Männer geweiht werden. Die Priesteramtskandidaten haben sich durch ein Propädeutikum (sechsmonatige Einführungsphase zur spirituellen und pastoralen Vorbereitung auf das Studium), das (mindestens) fünfjährige Theologie- und Philosophiestudium, eine vertiefende Ausbildung im Priesterseminar (Pastoralkurs) sowie durch die Tätigkeit als Diakon in einer Gemeinde auf die Priesterweihe vorbereitet. (© lou)

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