Politik mit dem Einkaufskorb

Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Nur was sich gut verkauft, wird letztlich auch produziert. Diese einfache Logik macht sich das ökumenisches Projekt "Zukunft einkaufen" zu Nutze.

Angebot und Nachfrage bestimmen den Markt. Nur was sich gut verkauft, wird letztlich auch produziert. Diese einfache Logik macht sich ein ökumenisches Projekt zu Nutze. Die Initiative "Zukunft einkaufen" möchte für die politische Dimension des persönlichen Konsumverhaltens sensibilisieren und auf die "Marktmacht" der beiden großen Kirchen in Deutschland aufmerksam machen.

Im Rahmen dieser Zielsetzung steht auch die Anfang Mai 2010 beginnende bundesweite Kampagne „Heute für die Zukunft einkaufen – Ökofair geht jeden an“. Die Kampagne unter der Schirmherrschaft von Katrin Göring-Eckardt, Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, und Alois Glück, Vorsitzender des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, richtet sich entsprechend ebenso an Kirchen und kirchliche Einrichtungen wie auch an Privatpersonen. Sie informiert über Hintergründe und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den "ökofairen" Konsum. Die Projektverantwortlichen geben als Ziel an, "dass eine ökologische und sozial verträgliche Produktion das ausschlaggebende Kriterium in der Beschaffung wird". Eine im Zusammenhang mit der Aktion stehende Plakatreihe wird erstmalig auf dem kommenden ökumenischen Kirchentag, 13. Mai, in München im Zentrum Umwelt und Ressourcen ausgestellt.

Auf der Website des Projektes beschreiben die Initiatoren ihr Anliegen wie folgt:

Das Projekt "Zukunft einkaufen"

Die Katholische und Evangelische Kirche in Deutschland haben als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands mit ihren Kirchengemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungsstellen sowie diakonischen und caritativen Einrichtungen eine große, vielfach noch schlummernde Nachfragemacht für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. Dies gilt besonders für die Bereiche Energie, Büro, Großhaushalt, Transport und Verkehr sowie technische Gebäudeausrüstung.

Mit dem Projekt "Zukunft einkaufen" soll dauerhaft die Beschaffung der Kirchen an ökologischen und sozialen Standards ausgerichtet werden. Damit wird ein wichtiger Beitrag sowohl für eine nachhaltige Entwicklung als auch für die Glaubwürdigkeit der Katholischen und Evangelischen Kirche geleistet. Gleichzeitig sollen über die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen Impulse für einen nachhaltigen Konsum in den privaten Bereich gegeben werden.

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