Pater Rainer van Doorn gestorben

Verstorben ist im Alter von 83 Jahren Pater Rainer van Doorn von der Prämonstratenser-Abtei in Duisburg-Hamborn. Sein unermüdliches seelsorgliches Engagement galt vor allem Menschen in Not. Beigesetzt wird der Verstorbene am Samstag, 22. Juni, im Kreuzgang der Abtei.


Ein Herz für die Armen, Obdachlosen und Benachteiligten

Verstorben ist am Samstag, 15. Juni, im Alter von 83 Jahren Pater Rainer van Doorn von der Prämonstratenser-Abtei in Duisburg-Hamborn. In der Abteikirche und der St. Franziskus-Kirche in Hamborn läuteten die Totenglocken. Die Abtei hat seither Halbmast geflaggt. Das Seelenamt für den Verstorbenen wird am Samstag, 22. Juni, 10.00 Uhr, in der Abteikirche, An der Abtei 2, gefeiert. Anschließend ist die Beisetzung im Kreuzgang der Abtei Hamborn.

Pater Rainer wurde als Wilhelm van Doorn am 14. April 1930 in Dinther, einem kleinen Dorf in den Niederlanden geboren. Er besuchte das Gymnasium der Prämonstratenser im Nachbardorf Heeswijk. 1951 trat er in die Abtei Berne ein und erhielt als Novize der Prämonstratenser, die in den Niederlanden “Norbertiner” genannt werden, das weiße Ordenskleid und den Ordensnamen Rainer. Unter anderem die Predigt des “Speckpaters” Werenfried van Straaten, eines Prämonstratensers aus der Abtei Tongerlo in Belgien, der nach 1945 die Verbrüderung der Deutschen, Holländischen und Belgischen Katholiken forderte, hat ihn dazu motiviert und bewogen, sich für ein Ordensleben in Deutschland zur Verfügung zu stellen, zur Versöhnung der Völker und zur Re-Christianisierung der vielen Deutschen, die dem Nationalsozialismus gefolgt waren.

Sein Abt entsandte ihn in das neu gegründete Kloster Rot an der Rot in Schwaben. Nach Studienjahren bei den Benediktinern in Beuron wurde er am 22. April 1957 in Rot an der Rot zum Priester geweiht. 1959 wurde der Konvent der Roter Prämonstratenser nach Duisburg-Hamborn verlegt. Dr. Franz Hengsbach, der damals neue Bischof des soeben gegründeten Bistums Essen hatte darum gebeten. Bis 1966 war Pater Rainer in St. Johann in Hamborn Kaplan. Danach wechselte er in die Pfarrei Haslach in Oberösterreich. 1969 kehrte er nach Hamborn zurück, wo er bis 1975 Kaplan an St. Joseph (Alt-Hamborn) war.

Dann folgten die wichtigsten Jahre seines Wirkens und die Erfüllung all dessen, was er sich für sein priesterliches Wirken ersehnt und erhofft hatte. 1975 wurde er Pfarrer an St. Franziskus auf dem Ostacker. In den 38 Jahren seines Wirkens als „guter Hirte“ auf dem Ostacker stand ihm Christel Plöderl zur Seite, die ihm aus Oberösterreich als Haushälterin nach Hamborn gefolgt war. Beide erhielten für ihr herausragendes Engagement insbesondere an der armen Bevölkerung, den Obdachlosen und Benachteiligten, das Bundesverdienstkreuz und weitere Auszeichnungen. Nach Beiden ist je ein Haus in Duisburg benannt. Pater Rainer erhielt zudem 1992 den Heinrich-Brauns-Preis.

„Pater Rainer und Fräulein Christel haben das Wort Jesu in die Tat ihres Lebens umgesetzt: ‚Was ihr dem geringsten Nächsten getan habt, das habt ihr mir getan‘”, so Abt Albert Dölken.  Auf die Frage eines Journalisten, was ihm als Priester wichtig sei, hat er einmal geantwortet: „Ich möchte als Priester und Seelsorger ein Freund der mir anvertrauten und mit mir lebenden Menschen sein, ihnen in guten und vor allem in schwierigen Zeiten zur Seite stehen und sie möglichst etwas von diesem liebenden Gott spüren lassen.“ (do)

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