Mutter Teresa - "Eine Heilige im Himmel"

Gemeinsam mit den Missionarinnen der Nächstenliebe, dem von Mutter Teresa gegründeten Orden, feierte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck den 100. Geburtstag des "Engels von Kalkutta". "Für uns ist Mutter Teresa eine Heilige im Himmel", sagte der Ruhrbischof.

Jubiläumsfeier zum 100. Geburtstag Mutter Teresas

Essen. Die Heiligsprechung Mutter Teresas stagniert, obwohl sie bereits sechs Jahre nach ihrem Tod 1997 selig gesprochen wurde. Ein stichhaltiges Wunder für den wissenschaftlichen und theologischen Beweisgang würde fehlen, so eine Mitarbeiterin der Römischen Heiligsprechungskongregation. Dennoch betonte Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck während des Festgottesdienstes zum 100. Geburtstag des „Engels von Kalkutta“: „Für uns ist Mutter Teresa eine Heilige im Himmel.“

Gemeinsam mit den Missionarinnen der Nächstenliebe, dem von Mutter Teresa gegründeten Orden, feierte der Ruhrbischof am 26. August in St. Getrtrud in Essen das Jubiläum der Ordensfrau. Es sei der „Durst Jesu“ nach ihrer Liebe, der sie umgewandelt und zu ihrer Berufung geführt habe, sagte der Ruhrbischof, während er neben einem großen Porträt der Ordensgründerin stand. „Wer auf den Durst Jesu so antwortet, dass er sich zu dessen Werkzeug macht, der ist ein betender Mensch.“ Er sprach aber auch über die geistliche Dunkelheit, die Mutter Teresa Jahrzehnte lang ertragen musste. „Erst spät erkannte sie, dass sich Gott in dieser Dunkelheit mitzuteilen versuchte“, erklärte der Ruhrbischof. Denn erst nachdem man die Abwesenheit Gottes kennengelernt habe, könne man die Erfahrung der Einheit mit Gott machen. „Sie hat in der Dunkelheit der Armen gelebt.“

Auch ein Schreiben Papst Benedikts XVI. wurde am Ende des Gottesdienstes verlesen. Darin betonte der Papst die Bedeutung Mutter Teresas. Sie sei ein beispielhaftes Vorbild an christlichen Tugenden gewesen. Die Ordensleute müssten sich –  als ihre geistigen Kinder – stets an der Seligen Teresa ausrichten. Den Armen und Kranken zu dienen, sei weiterhin ihre Aufgabe.

Nach dem Gottesdienst luden die Schwestern in den Pfarrsaal ein. Dort warteten ein Imbiss sowie ein Film über Mutter Teresa auf die Besucher. Es wurde gegessen und über den „Engel aus Kalkutta“ gesprochen. Die Missionarinnen der Nächstenliebe zeigten sich ergriffen von der Predigt des Bischofs und konnten ihm nur zustimmen. „Die Liebe Gottes hat Mutter Teresa ganz in Besitz genommen“, ist sich Schwester Nada sicher. Ihre Botschaft wolle man weiterschenken. Und auch Schwester Lumena versucht das Leben der Seligen Teresa in Worte zu fassen: „Es war eine Gabe Gottes, die Dunkelheit zu verstehen.“ Auch wenn Mutter Teresa es selbst nicht gemerkt habe, konnte sie das ausstrahlen, was Gott ihr gegeben habe. „Empathie und Einfühlung waren ihre Stärken“, beschrieb die Schwester ihre Ordensgründerin. Das Mitleiden mit anderen Menschen könne Gott nur wenigen Menschen zumuten.

Wer mehr über Mutter Teresa erfahren möchte, kann noch bis zum 5. September, täglich von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr, die Ausstellung „Mutter Teresa – Leben, Spiritualität und Botschaft“ besuchen. Ausstellungsort ist der Pfarrsaal der St.-Barbara-Kirche, Elisenstraße 9, 45139 Essen. (bod) 

Predigt von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck

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