Papst Benedikt XVI. würdigt Dialogprozess in Deutschland

Vier deutsche Bischöfe, unter ihnen Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, informierten Papst Benedikt XVI. über den aktuellen Stand des Dialogprozesses.


Sechs Wochen vor seiner mit Spannung erwarteten Deutschlandreise ist Papst Benedikt XVI. mit vier Bischöfen des Landes zu einem letzten Abstimmungsgespräch zusammengetroffen. Abweichend vom vatikanischen Protokoll, das für den August eigentlich keine Sonderaudienzen vorsieht, ließ er sich am Samstag in Castelgandolfo vor allem über die jüngste Dialog-Initiative der deutschen Kirche informieren.

Der Papst gab den deutschen Oberhirten - an ihrer Spitze der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, und der Münchner Kardinal Reinhard Marx - ausdrücklich Rückenstärkung. Der Dialogprozess sei ein geistlicher Weg der Erneuerung, so Papst Benedikt XVI. Dieser Prozess enthalte wichtige Impulse für den Weg der Kirche in die Zukunft. Benedikt XVI. ermutigte die deutschen Bischöfe, in diese Richtung weiter zu gehen - gerade mit Blick auf die bevorstehenden Feiern zum 50. Jahrestag des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965).

Fast drei Stunden dauerte die Papstaudienz für Zollitsch und die drei Mitglieder der von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzten Steuerungsgruppe, der neben Kardinal Marx noch die Bischöfe Franz-Josef Overbeck und Franz-Josef Bode angehören.

Die direkte Information des Papstes schien der Bischofskonferenz notwendig, damit der Dialogprozess nicht schon am Beginn durch unnötige Missverständnisse belastet würde, so ein Sprecher der DBK. Schon seit einigen Jahren haben die deutschen Bischöfe die Praxis ihrer US-Kollegen übernommen, sich mit dem Papst und der zuständigen Kurienspitze nach Sitzungen ihrer Vollversammlung und sonstigen Ereignissen unmittelbar in Verbindung zu setzen und sie durch Besuche im Vatikan direkt zu informieren. (kna, ja)

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