von Thomas Rünker

Palmsonntags-Gottesdienst eröffnet die Karwoche im Dom

Palmweihe auf dem Domhof und feierliche Prozession in den Dom. Tradition der Palmprozessionen besteht bereits seit dem Mittelalter.

Feierliche Liturgie mit Weibischof Zimmermann.

Mit der Weihe der Palmzweige durch Weihbischof Wilhelm Zimmermann auf dem Domhof, der feierlichen Palmprozession und der anschließenden Messfeier haben die Katholiken im Essener Dom am Sonntag, 20. März, die Karwoche eröffnet.

Der Palmsonntag ist der erste Tag dieser „Heiligen Woche“, in der die Christen des Leidens und Sterbens Jesu gedenken. Wie am Dom versammeln sich die Katholiken in vielen Gemeinden des Ruhrbistums an diesem Sonntag zunächst vor der Kirche zur Segnung ihrer Palmsträuße, um dann in Erinnerung an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem in einer Prozession in das Gotteshaus einzuziehen. Für die Palmsträuße oder -stöcke werden im deutschsprachigen Raum fast immer Buchsbaumzweige oder Weidenkätzchen-Büschel verwendet. Der Evangelist Matthäus schreibt über den Ritt Jesu auf einem Esel vom Ölberg hinunter in die Stadt: „Viele Menschen breiteten auf dem Weg ihre Kleider aus, andere schnitten Zweige von den Bäumen und streuten sie auf die Straße.“

Eine wachsende Neigung, die biblischen Berichte über Leiden, Tod und Auferstehung Jesu chronologisch nachzuvollziehen, führte wahrscheinlich bereits im vierten oder fünften Jahrhundert dazu, des Einzugs in Jerusalem in Form einer Prozession zu gedenken. Im elften und zwölften Jahrhundert war die Palmsonntags-Prozession in vielen Teilen des Abendlandes schon Tradition. In der Messfeier am Palmsonntag wird erstmals in der Karwoche vom Leiden und Sterben Jesu berichtet – oft lesen mehrere Sprecher den biblischen Text mit verteilten Rollen.

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