Orgellandschaft Ruhr – Ein Jahr mit der Königin

Mit rund 480 Konzerten an über 70 Spielorten wird das ökumenische Projekt „ORGELLANDSCHAFT RUHR. EIN JAHR MIT DER KÖNIGIN“ als weltweit größtes Orgelfestival einen besonderen Platz im Kulturhauptstadtjahr 2010 einnehmen.

Weltweit größtes Orgelfestival mit 470 Konzerten an rund 70 Orten

Mit rund 480 Konzerten an über 70 Spielorten wird das ökumenische Projekt „ORGELLANDSCHAFT RUHR. EIN JAHR MIT DER KÖNIGIN“ als weltweit größtes Orgelfestival einen besonderen Platz im Kulturhauptstadtjahr 2010 einnehmen. „Das Projekt ist eine Antwort auf den Vorwurf des Kirchturmdenkens“, sagte Dr. Michael Schlagheck, Beauftragter des Bistums Essen für die Kulturhauptstadt Ruhr.2010,  in Essen vor der Presse. Denn erstmalig werden die verschiedenen kirchlichen und kommunalen Orgelfestivals und Konzertreihen im Ruhrgebiet miteinander vernetzt. Beteiligt sind nicht nur Organisten aus der Region, sondern sie kommen auch aus den Partnerstädten der Ruhrgebietskommunen. „Hier gibt es eine der dichtesten Orgellandschaften weltweit“, so Schlagheck. Mit dem Projekt werde eine „neue Aufmerksamkeit in der Region“ geschaffen. 

Getragen wird das Projekt von den katholischen Bistümern Essen, Münster und Paderborn, den evangelischen Landeskirchen im Rheinland und von Westfalen sowie von der RUHR.2010 GmbH im Rahmen von TWINS2010. Dieses Projekt  steht für Austausch von Ideen, Zusammenlegung von Ressourcen und Zusammenarbeit in konkreten Kulturprojekten zwischen dem Ruhrgebiet und seinen Partnern. „Ich bin glücklich, dass das Projekt ORGELLANDSCHAFT RUHR genau dies umsetzt und jetzt diese Phase erreicht hat“, betonte Christina Kemnitz vom Projektmanagement TWINS2010.

„Unser Ziel ist es, vor allem Nachwuchsmusiker zu fördern und Kompositionen aus den jeweiligen Ländern der Partnerstädte zu Gehör zu bringen“, so Stefan Glaser, Projektleiter der Orgellandschaft Ruhr. Die Palette der Veranstaltungen an den bedeutsamen Orgeln im Ruhrgebiet reiche – so Glaser - von Einzelkonzerten an den so genannten „Orgelpunkten“ bis hin zu den Konzertreihen und Festivals von internationaler und regionaler Bedeutung. Zu den bekannten Interpreten gehören unter anderem der Komponist Peter Planyavsky, früherer Organist am Stephansdom in Wien, und der englische Konzert-Organist Roger Fisher, Woodford, Essex.

Dass die 1250 Kirchen im Ruhrgebiet mit ihren über 1000 Musikerinnen und Musikern dazu beitragen, „dass die Kirche der größte Kulturträger in Deutschland ist“, darauf wies Pfarrer Andreas Volke, Essen, Geschäftsführende Leitung des Evangelischen Kulturbüros Ruhr.2010, hin. Dieses Projekt mit seiner einzigartigen Vernetzung solle keine Eintagsfliege bleiben, sondern solle der „Beginn für die Schaffung einer überregionalen musikalischen Infrastruktur“ sein. 

Eröffnet wird das Projekt „ORGELLANDSCHAFT RUHR. EIN JAHR MIT DER KÖNIGIN“ mit einem Konzert von Olivier Latry, Organist an der Kathedrale Notre Dame in Paris, am 15. Januar 2010 im Essener Dom und einem anschließenden Empfang in der benachbarten evangelischen Marktkirche. Das umfangreiche Programmbuch des ökumenischen Projekts erscheint nach Angaben der Veranstalter im August.

Wer die 60 Orgeln aus dem gesamten Veranstaltungsgebiet in Bild und Text kennen lernen möchte, kann sich auf eine Buch freuen, dass von der Fachstelle Kirchenmusik im Bistum Essen mitfinanziert und vom Verlag Bachem, Köln, im Januar 2010 herausgegeben werden wird.(ul/do)

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