Ordensleute öffnen die Klostertüren

Klöster sind für Viele eine fremde Welt. Fernsehen und Literatur bedienen oft Klischees von einem Klosterleben hinter dicken Mauern, abgeschnitten von der Welt, entbehrungsreich und monoton. Dass diese Bilder wenig mit der klösterlichen Lebenswirklichkeit zu tun haben, davon kann man sich beim "Tag der offenen Klöster" am 10. Mai selbst überzeugen.



„Tag der offenen Klöster“ am 10. Mai 2014


Hohe Mauern, ein abgegrenzter Klausurbereich, Gebete zu ungewöhnlichen Zeiten – für Außenstehende ist ein Kloster meist eine völlig fremde Welt. Nicht wenig Menschen meinen, Ordensleben sei von gestern. Dabei wissen sie oft nur wenig vom tatsächlichen der Ordensfrauen und –männer. Ihre Lebensform ist Vielen nur noch aus Büchern und Fernseh-Serien bekannt. Doch diese Bilder haben wenig mit der Lebenswirklichkeit im Kloster zu tun. Einen ungewöhnlichen Blick hinter Klostermauern ermöglicht jetzt der „Tag der offenen Klöster", zu dem die Ordensgemeinschaften für Samstag, 10. Mai, erstmals deutschlandweit einladen.

„Wir möchten Menschen, die um uns herum und mit denen wir nicht mehr so häufig in Kontakt sind, zu uns einladen und ihnen die Möglichkeit geben, einmal zu sehen, wie wir leben, was unser Leben ausmacht, was uns bewegt“, erläutert Schwester Kerstin-Marie Berretz OP aus Oberhausen. Sie ist Arenberger Dominikanerin, Vorstandsmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Berufungspastoral der Orden (AGBO) und arbeitet außerdem in der Diözesanstelle für Berufungspastoral im Bistum Essen. Sie hat den „Tag der offenen Klöster“ organisiert. Ordensleute seinen heute nicht mehr so häufig auf der Straße zu sehen wie früher. „Deshalb möchten wir unsere Türen aufmachen und Menschen einladen, mit uns ins Gespräch zu kommen. So lernen auch wir sie besser kennen“, betont die Ordensfrau.


"Unser Leben ist sehr schön"

Dass dieser Tag auch für das klösterliche Leben werben will, gibt sie offen zu. „Natürlich, weil unser Leben sehr schön ist. Wir möchten Menschen auch einladen zu entdecken, was unser Leben ausmacht“, so Schwester Kerstin-Marie. Jeder können einmal „alle die vorhandenen wilden Bilder und Vorstellungen“ überprüfen, in Gesprächen, beim Grillen oder Kaffeetrinken.

Rund 19.300 Ordensfrauen und knapp 4.700 Ordensmänner, davon rund 3.140 geweihte Priester, leben in Deutschland (Stand Ende 2012). Sie gehören 324 eingetragenen Frauen- und 109 Männerorden an. Im Bistum Essen gibt es über 70 verschiedene Ordensgemeinschaften mit rund 330 Ordensfrauen und 70 Ordensmännern. Davon kommen allein 100 Ordensleute aus Indien. (do)


Im Ruhrbistum öffnen am 10. Mai 2014 u.a. folgende Ordensgemeinschaften ihre Türen (Übersicht als PDF-Datei):

Augustiner Chorfrauen, Kloster B.M.V.
Bardelebenstr. 9
45147 Essen
Sr. M. Beate Brandt
E-Mail: m.beate@bmv-essen.de

Franziskusschwestern der Familienpflege Franziskushaus
Laarmannstr. 26
45359 Essen
Sr. Judith Schmidt
E-Mail: info@franziskusschwestern.de
www.Franziskusschwestern.de

Missionsärztliche Schwestern Bottrop
Scharnhölzstr. 37
46236 Bottrop
Sr. Beate Harst MMS
E-Mail: mmsbottrop@hotmail.com
www.missionsaerztliche-schwestern.org

Arenberger Dominikanerinnen Vincenzhaus
Wörthstr. 61
46045 Oberhausen
www.arenberger-dominikanerinnen.de

Sisters of the Adoration of the Blessed Sacrament
(Schwestern von der Anbetung des Allerheiligsten Sakraments)
St. Barbara Hospital
Barbara Str. 1
45964 Gladbeck
Sr. Clottilda
E-Mail: sabsgladbeck@gmail.com

Schwestern Unserer Lieben Frau
Marienstr. 8
47169 Duisburg
Sr. Bernadett Maria Kramer SND
E-Mail: sr.bernadett.snd@gmx.de
www.snd-deutschland.de

Karmel Kommunität
Karmelplatz 7
47051 Duisburg
Renate Reichert und Pater Hermann Olthof
www.karmeliten.de/orte/duisburg/index.html

Zisterzienserkloster Stiepel
Am Varenholt 9
44797 Bochum
E-Mail: info@kloster-stiepel.de www.kloster-stiepel.de

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