Optimale Möglichkeiten für eigenständiges Lernen

Ein Selbstlernzentrum geht jetzt im Bischöflichen St. Hildegardis-Gymnasium in Duisburg in Betrieb. Es ermöglicht den Schülerinnen - unterstützt durch moderne Medientechnik - ein eigenständiges Arbeiten und Lernen, und das in einer ruhigen Atmosphäre.

Neues Selbstlernzentrum für das St. Hildegardis-Gymnasium Duisburg

„Das ist richtig cool hier!“ Alexandra ist begeistert. Sie und ihre Mitschülerinnen der Jahrgangsstufe 11 sitzen vor den Computer-Monitoren im neuen Selbstlernzentrum des Bischöflichen St. Hildegardis-Gymnasiums in Duisburg und recherchieren im Internet. „Jetzt können wir hier selbstständig und in Ruhe arbeiten, Hausaufgaben machen oder Referate vorbereiten“, freut sich die Schülerin. Freistunden könne sie hier jetzt für das eigene Arbeiten viel besser nutzen. Ihre Nachbarin Victoria nickt zustimmend. „Ja, dieser neue Raum bietet uns jetzt Supermöglichkeiten für das eigenständige Lernen oder für Gruppen- und Projektarbeit.“

Auch Schulleiter Dr. Christoph Oster und seinen Kolleginnen und Kollegen freuen sich über das neue Selbstlernzentrum, das offiziell am 23. September seine Tore für die Schülerinnen der Sekundarstufe II öffnet. „Das pädagogische Ziel der gymnasialen Ausbildung ist der Erwerb von Kompetenzen, die ein hohes Maß an Selbstständigkeit zum Ziel haben“, betont der Schulleiter. Das neue Zentrum biete dazu ideale Voraussetzungen.


Flexible Raumgestaltung ermöglicht Einzel- und Gruppenarbeit

Die elf Computerarbeitsplätze stellen verschiedene Anwendungsprogramme zur Verfügung, die auch in den drei Computerräumen der Schule vorhanden sind. Auch ist es möglich, das eigene Notebook anzuschließen. Der für die Schülerinnen angeschaffte Kopierer ist gleichzeitig als Drucker nutzbar. „Die Einrichtung des Raumes ist so flexibel konzipiert, dass sowohl Einzelarbeiten als auch Projektarbeiten in Gruppen stattfinden können“, so Oster. Dank einer an der Decke installierten Beamer-Anlage könne der Raum auch für Konferenzen und Fachtagungen genutzt werden. „Die teilweise noch leeren Regale zeigen, dass es in den kommenden Monaten darum gehen wird, aktuelle Literatur und zeitgemäße Lern- und Arbeitsmaterialien anzuschaffen und bereit zu stellen“, erläutert der Schulleiter. Für einzelne Fächer sollen hier themenbezogenen Materialpakete den Schülerinnen zur Verfügung gestellt werden. 

Hell und freundlich ist der Raum, in dem vorher die meist wenig genutzte Schülerbibliothek mit einem nicht mehr ganz aktuellen Medienbestand untergebracht war. „Doch wir wollen diese Bibliothek konzeptionell neu errichten“, so Oster. Die Bau- und Einrichtungskosten (schallgedämmte Decke, Fußboden, Heizkörper, Mobiliar) hat das Bistum Essen als Schulträger übernommen. Der Förderverein der Schule hat elf Computerarbeitsplätze finanziert und den Kopierer bereitgestellt. „Doch mit Blick auf weitere notwendige Anschaffungen wären neue Sponsoren für die Schule sehr hilfreich“, betont der Schulleiter.

Nach dem Bau der Schulmensa (2010) und der Errichtung eines Oberstufenzentrums mit elektronischen Tafeln (2011/2012) ist die Fertigstellung des Selbstlernzentrums ein weiterer Schritt zur Schaffung optimaler Arbeits- und Lernbedingungen für die Schülerinnen. „Bei allen Projekten sind immer ganz viele beteiligt“, betont Christoph Oster, vom Schulträger über Schülerinnen und Lehrerkollegium bis hin zu verschiedenen Kooperationspartnern.


Kooperationsvertrag mit der Stadtbibliothek

So haben Fachleute aus der Stadtbibliothek Duisburg bei der Erstellung des Selbstlernzentrums beratend mitgewirkt. Auch wenn schon seit einigen Jahren Schule und Bibliothek zusammenarbeiten, ist jetzt die Kooperation in einem Vertrag festgeschrieben und in einen größeren konzeptionellen Rahmen eingebunden worden. „Wir verstehen uns als Mediendienstleiter und Bildungspartner für Schulen“, so Jens Holthoff, Mitarbeiter der Stadtbibliothek. Zum einen gehe es um das „Lernen mit Medien“, zum anderen um die „Stärkung der Medienkompetenz“. Neben der fachlichen Beratung seitens der Stadtbibliothek sind regelmäßige Bibliotheksbesuche in verschiedenen Jahrgängen und zu unterschiedlichen Anlässen bereits abgesprochen. Auch finden mittlerweile Fachsitzungen in der Stadtbibliothek statt. Diese ist für die Schülerinnen zu Fuß schnell erreichbar. Außerdem können sie sich jetzt aus dem Selbstlernzentrum heraus direkt in die Datenbank der Bibliothek einloggen.


Historische Studie erschienen

„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ – Dass dieses Sprichwort nicht nur auf das St. Hildegardis-Gymnasium des 21. Jahrhunderts zutrifft, sondern auch auf dessen Vorgängerschulen, führt eindrucksvoll eine historische Studie vor Augen, die jetzt unter dem Titel „Das St. Hildegardis-Gymnasium und seine Vorgängerschulen. Eine Studie über die Zeit von 1898-1998“ erschienen ist. Verfasst haben sie zwei ehemalige Lehrkräfte der Schule, Dr. Ingrid Buchloh (1969-2004) und Albert Heinemann (1972-2007). Beide unterrichteten auch das Fach Geschichte. „Also war das Interesse an historischer Recherche schon immer da“, so Heinemann.

Wichtig war es beiden, einmal die Geschichte der Schule darzustellen und noch lebende Zeitzeugen zu befragen. Rund ein Jahr Arbeit steckt in der 120 Seiten umfassenden Schrift. Die Autoren recherchierten, führten Gespräche, fragten nach Fotos und durchkämmten Archive, vom Archiv der Stadt und der Pfarrei Liebfrauen (früher St. Joseph) über das Schularchiv bis hin zu Quellen bei der Ordenskongregation der Schwestern „Unserer Lieben Frau“ in Mülhausen. „Wir wollten das schulische Leben beleuchten, mit seinen Höhen und Tiefen, wollten dabei Erfolge, Probleme und Widrigkeiten des Schulalltags benennen“, so Buchloh. Mit der Schrift wolle man ehemaligen aber auch kommenden Schüler- und Lehrergenerationen  „ein Stück Erinnerungskultur“ vermitteln. Erhältlich ist die Studie zum Preis von 12,00 Euro im St. Hildegardis-Gymnasium, Realschulstraße11, 47051 Duisburg, Tel.: 0203/92 97 50. (do)

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