Ökumene auf dem Mülheimer Kirchenhügel

Nah zusammen stehen die Kirchtürme der evangelischen Petrikirche und der katholischen Kirche St. Mariae Geburt in der Innenstadt in Mülheim. Diese Nähe wird in vielfältigen ökumenischen Initiativen gelebt. Darüber informiert jetzt der aktuelle Gemeindebrief.

Auch in diesem Jahr haben sie ihre Osternachtsgottesdienste gemeinsam begonnen, die katholischen und die evangelischen Christen auf dem Mülheimer Kirchenhügel. Pfarrer Michael Janßen und Pfarrerin Karla Unterhansberg segneten auf einem Platz zwischen den Kirchen das Osterfeuer und bereiteten die beiden Osterkerzen, um dann im Anschluss – der jeweiligen Liturgie entsprechend – die Osternacht in der Petrikirche und in der Marienkirchezu feiern. An dem einen Osterfeuer auf dem Kirchplatz wurde dann der gemeinsamen Osterglauben im Anschluss an die Gottesdienste in den Kirchen weiter gefeiert.

Diese ökumenische Gestaltung der Osternacht ist nur eines von vielen Elementen, durch die in der Mülheimer City die Verbundenheit zwischen den Konfessionen gelebt wird. Das zeigt der aktuelle Gemeindebrief, der neben den ökumenischen Aktivitäten auch in mehreren Artikeln unter anderem über die Geschichte der Ökumene und über die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Mülheim sowie das Mülheimer Bündnis der Religionen berichtet.

Selbstverständlich sind der Mülheimer Stadtmitte die ökumenischen Gottesdienste zu verschiedenen aktuellen Anlässen, unter anderem am Buß- und Bettag, das ökumenische Abendgebet nach Taizé, die ökumenischen Gottesdienste für die anonym Bestatteten, der jährliche Weltgebetstag der Frauen und der ökumenische Bibeltag für Kinder. 2015 haben die Nachbargemeinden zum ersten Mal ein ökumenisches Friedensgebet veranstaltet. Sehr beliebt sind die ökumenischen Kirchenhügelfeste. Ein besonderes Erlebnis waren die ökumenischen Fahrten nach Rom. Bei der Konfirmation und Erstkommunion wird jeweils ein Grußwort gesprochen. Es gibt den Austausch der Gemeindenachrichten bzw. Gemeindebriefe. Seit Jahrzehnten wird das Martinsfest gemeinsam auf dem Kirchenhügel gefeiert. Der Ökumenekreis  trifft sich regelmäßig. Ebenso treffen sich die Pfarrerinnen und Pfarrer zum gegenseitigen Gedankenaustausch. Ein weiteres sehr schönes Zeichen der Verbundenheit ist das ökumenisches Familienzentrum auf dem Kirchenhügel.

"Wer hätte vor 50 Jahren in unseren Kirchen gedacht, dass das einmal möglich sein wird", schreibt Pfarrer Michael Janßen im Vorwort des Gemeindebriefes und verbindet damit die Hoffnung, dass der Weg der Ökumene die Christen noch weiter zusammen führt.

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