NRW-Verdienstorden für Münzexperte Kramer

Der ehemalige Studiendirektor des Bischöflichen St. Hildegardis-Gymnasiums in Duisburg, Heinrich-Josef Kramer, hat sich maßgeblich für die Münzsammlungen der Domschatzkammer und des Essener Ruhr-Museums engagiert. Dafür hat ihn die stellvertretende Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann jetzt mit dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet.

Engagierter Münzfachmann für Domschatzkammer und Ruhr-Museum

Für seine Verdienste um die Erforschung der Münzen des Essener Domschatzes und den Aufbau einer entsprechenden Sammlung sowie für sein Engagement für die Münz-Sammlung des Ruhr-Museums hat Heinrich-Josef Kramer jetzt den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten.

Der frühere Studiendirektor am Bischöflichen St. Hildegardis-Gymnasium in Duisburg beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Münzkunde (Numismatik) und hat sich im Laufe der Zeit zu einem herausragenden Kenner von Münzen und Medaillen entwickelt. Nach seiner Verabschiedung aus dem Schuldienst hat er damit begonnen, sich um den Aufbau einer Sammlung von Münzen und Medaillen des Stiftes Essen für die Essener Domschatzkammer zu kümmern. Die Essener Äbtissinnen hatten ab dem Hochmittelalter über 800 Jahre lang das Münzrecht und durften somit eigene Münzen prägen lassen. 

Heinrich-Josef Kramer sammelte Spenden und Sponsorengelder und gründete und erweiterte die Sammlung. Seit 2009 wird sie in der neu gestalteten Domschatzkammer ausgestellt. Sein im Zuge der Recherchen entstandenes Buch gilt heute als Standardwerk auf dem Gebiet der Numismatik.

Über die Recherchen für die Schatzkammer kam Kramer auch in Kontakt mit dem Ruhr Museum. Seit 25 Jahren betreut er dort die Münzsammlung des Museums und hat in dieser Zeit rund 13.000 Münzen, Medaillen, Marken, Zeichen, Plaketten, Orden und Banknoten geordnet, bewertet und inventarisiert. Zudem beobachtet Heinrich-Josef Kramer den europäischen Münzmarkt, nimmt an vielen Münzauktionen teil und bietet privaten Münzsammlern regelmäßig eine kostenlose Münzsprechstunde an.

Durch eine Dauerausstellung werden seit 2010 im Ruhr-Museum in der ehemaligen „Kohlenwäsche“ auf Zollverein die bedeutendsten Zeugnisse der numismatischen Ruhrgebietsgeschichte präsentiert. (tr)

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