von Norbert Nikolai

Norbert Nikolai au dem Weg nach Peru

Pastor Norbert Nikolai macht sich auf den Weg nach Peru, nicht mit dem Flugzeug, sondern mit einem riesigen Frachtschiff ...

Leben – zwischen Windstärke und Dünung!

Acht Tage Atlantischer Ozean zwischen Antwerpen und Santo Domingo. Ohne Landsicht übers Wasser. Der Kapitän umfährt die vielen Tiefs mit südlichen Bögen. Und doch ist das stürmische Klima gut zu spüren. Das mitreisende und seefahrterfahrene Ehepaar Linden macht mir den Unterschied zwischen Dünung und Wellen klar: Wasser, welches ganz woanders durch Sturm bewegt wird, wirft weite Kreise und lässt auch mich auf der „Bahia blanca“ nicht unbewegt. Ein ganz schönes Auf und Ab – das ist Dünung! Wenn der Wind vor Ort dann noch die Stärke von 7 bis 8 erreicht, dann gibt das Wellen, die auch auf einem 150 m langen Containerschiff alles ins Taumeln bringen.

Da denke ich: “Irgendwie sind wir immer auch mit bewegt von den tiefen Erschütterungen unserer Zeit – ein Erdbeben im ärmsten Land der Karibik, ein Krieg um Demokratie oder Ressourcen, eine Finanzkrise, ein misslungenes Pokern, um die ökologische Zukunft dieser Welt…! Wir schwimmen in der Dünung der Welt auf und ab und vor Ort, in unserem kleinen Leben, bestimmt dann noch die ganz persönliche Windstärke den Wellengang. Man könnte sich im Taumel verlieren.“

Ich konzentriere mich noch einmal auf eine ganz andere Art von Dünung. Jesus geht zum Beten auf den Berg. (Mk 6, 45-52) Aller Windstärke zum Trotz gelingt es ihm so, seine Freunde auf dem Wasser zu erreichen. Trockenen Fußes, auch ohne Boot! Da wirft einer vor unserer Zeit einen Stein ins Wasser und die Dünung, die Bewegung kann auch heute mich noch tragen, von Kontinent zu Kontinent, von Tief zu Tief. Echt beeindruckend!

Euer  Norbert Nikolai

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