Neue „Stolpersteine“ in Essen

Stolpersteine sind kleine, in den Bürgersteig eingelassene Messingtafeln, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern sollen. Anlässlich der Verlegung fünf neuer Gedenktäfelchen in Essen, lädt das Medienforum des Bistum Essen für Dienstag, 6. Dezember, zu einer Podiumsdiskussion ein.

Podiumsdiskussion im Medienforum des Essener Generalvikariats

Anlässlich der Verlegung fünf neuer „Stolpersteine“ in der Essener Innenstadt findet am Dienstag, 6. Dezember, um 19.30 Uhr ein Podiumsdiskussion im Medienforum des Bistums Essen (Zwölfling 14, Essen-Mitte) statt. Stolpersteine sind kleine, in den Bürgersteig eingefügte Messingtafeln, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Die Gedenktafeln werden von dem Kölner Künstler Gunter Demnig gestaltet. Von 2004 bis heute wurden in der ganzen Stadt über 250 Stolpersteine verlegt. Sie markieren die Orte, an denen die Opfer zuletzt wohnten.


Gesprächspartner der Podiumsdiskussion sind:

  • Barbara Heitfeld, Referendarin an der B.M.V.-Schule, Essen. Zusammen mit ihren Schülerinnen hat sich Heitfeld mit dem Schicksal einer jüdischen Familie beschäftigt und sich für die Verlegung von Stolpersteinen zur Erinnerung an diese Familie eingesetzt.
  • Dr. Volker van der Locht, Folkwang Universität der Künste, Essen. Van der Locht hat sich hat sich wissenschaftlich mit dem Schicksal der Opfer von Zwangssterilisation und Euthanasie in Essen beschäftigt.
  • Jürgen Wenke, Diplom-Psychologe, Bochum. Wenke war einige Jahre Berater bei Rosa-Strippe e.V. und hat das Schicksal von Menschen erforscht, die wegen ihrer Homosexualität in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden.
  • Heidi Zeidler. Zeidler wird von Erfahrungen ihrer jüdischen Familie während der NS-Zeit berichten.

Der Eintritt ist frei, um Voranmeldung beim Medienforum (0201.2204-274 oder unter medienforum@bistum-essen.de) wird gebeten. (ms)

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