Nedim Gürsel las aus „Allahs Töchter“

Premiere für das Medienforum des Bistums Essen. Erstmals wurde es zum Veranstaltungsort der zur Zeit stattfindenden "Deutsch-türkischen Buchmesse Ruhr". Der international bekannte Autor Nedim Gürsel las aus seinem Roman „Allahs Töchter“.



Medienforum beteiligt sich an Deutsch-Türkischer Buchmesse Ruhr

Zum ersten Mal war das Medienforum des Bistums Essen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Integration im Bistum Essen Gastgeber und Veranstalter im Rahmen der zurzeit stattfindenden "Deutsch-türkischen Buchmesse Ruhr". Der international bekannte Autor Nedim Gürsel las im Medienforum aus seinem Roman „Allahs Töchter“.

Das Buch erschien 2008 in Türkisch und eroberte in diesem Jahr in einer Übersetzung von Barbara Yurtdas die Feuilletons aller überregionalen Zeitungen. Gürsel, seit 1999 Direktor des Pariser Centre Nationale de la Recherche Scientifique, setzt sich in seinem viel besprochenen Roman mit der Geschichte seiner türkischen Heimat, dem Leben seines Großvaters und den Mythen und Legenden aus der Frühzeit des Islam auseinander. In der Türkei hatte ihm dies eine Anklage wegen des Verdachts auf Blasphemie eingebracht. Einnehmend, phantastisch und erhellend ist Nedim Gürsels weit in die Vergangenheit – bis zu Allahs Töchtern ausgreifender Entwicklungsroman eines türkischen Jungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts.

In der Lesung mit anschließender, lebhafter Diskussion präsentierten Autor und Übersetzerin den rund 50 Gästen einen bemerkenswerten Roman über Glauben und Glaubensverlust im Spannungsfeld von Tradition und Moderne, der dazu anregen konnte, eigene Tabus und Vorurteile zu überprüfen.

So schloss Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums, den Abend mit der Aussage: „Das Medienforum ist davon überzeugt, dass moderne Gegenwartsliteratur Menschen durch Sprache und literarische Ästhetik mit gesellschaftlich relevanten Themen auf kreative und künstlerisch wertvolle Weise konfrontieren und zu einer lohnenswerten Auseinandersetzung anregen kann.“ (do)

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