Monat der Weltmission: Ägypten im Blickpunkt

Im Monat der Weltmission rückt das Missionswerk missio die Arbeit der katholischen Kirche Ägyptens in den Blick, die sich trotz der angespannten Lage im Land weiter für die Menschen einsetzt. Schwester Amira Ayoub aus Kairo ist bis Ende der Woche im Bistum Essen unterwegs.

Schwester Amira aus Kairo zu Gast im Ruhrbistum

Mit Hoffen und Bangen erleben die Christen Ägyptens zurzeit die politischen Umbrüche in ihrem Land. Sie wünschen sich einen wirklichen demokratischen Wandel und einen Staat, in dem auch sie als Christen frei leben können, ohne diskriminiert zu werden. Eine von ihnen ist Schwester Amira Ayoub, die bis zum 20. Oktober im Bistum Essen unterwegs ist und über ihre Arbeit berichtet.

Wenn sie an ihre Arbeit denkt, dann denkt sie immer auch an einen Bibelvers: „Was du dem geringsten meiner Brüder getan hast, das hast du mir getan.“ „Ich versuche, dem Auftrag Jesu zu folgen“, erzählt die Ordensschwester, die 1948 in Alexandria geboren wurde. Heute leitet sie eine Schule in Kairo, die sich um Kinder aus armen Gegenden kümmert, Kinder von Müllsammlern und Analphabeten.

Auch die moralische Unterstützung wird benötigt

Ihren Schülern fehlt es an vielem: Nahrung, Bildung, Zuwendung. Es sei nicht gerade leicht, den Kindern zu helfen, sagt Schwester Amira, vor allem angesichts der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten in Ägypten. „Es ist schwer, den Kindern Sicherheit zu geben in einer Zeit, die von Revolution und Konflikten zwischen den Bevölkerungsgruppen geprägt ist.“ Das schwierigste sei jedoch, genügend Geld aufzutreiben.

Deshalb ist die Schulleiterin dankbar über jede Hilfe: Das Missionswerk missio trägt mit seiner finanziellen Unterstützung dazu bei, dass die Programme trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten fortgeführt werden können. Wichtig sei aber auch die moralische Unterstützung, wenn man sich für die Mittellosen und die Minderheiten in einem Land mit verschiedenen Konfessionen einsetzt. Dass die Konfessionszugehörigkeit in Ägypten einen immer größeren Stellenwert einnimmt, ist für Schwester Amira auch Grund zur Sorge. Sie glaubt sogar, dass eine Auswanderungswelle von Christen droht, wenn man ihnen nicht menschlich und finanziell den Rücken stärkt. Dennoch will sie weiterkämpfen, denn: „Mission bedeutet, sein Leben im Namen Gottes in den Dienst an den Armen zu stellen, ihnen beizustehen, für ihre Würde zu kämpfen, damit sie Verantwortung übernehmen und aufrecht durchs Leben gehen.“

Der Monat der Weltmission wird jedes Jahr weltweit im Oktober begangen und ist die Solidaritätsaktion der katholischen Kirche weltweit. Durch Spenden und Kollekten am 27. Oktober, dem diesjährigen Sonntag der Weltmission in Deutschland, unterstützen Sie die ärmsten Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien. (sw/missio)

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