Mit neuem Leiter ins neue Schuljahr

Rüdiger Göbel ist neuer Leiter des Bischöflichen Gymnasiums am Stoppenberg in Essen. Seit Anfang August hat er in der Schule schon reichlich zu tun.

Rüdiger Göbel ist Direktor des Gymnasiums am Stoppenberg

Still ist es auf dem Schulhof des Gymnasiums am Stoppenberg in Essen. Wo sonst die Schüler in ihrer Pause den Platz beleben und ihre freie Zeit verbringen, herrscht absolute Leere. Es sind Ferien, und die meisten Schüler genießen die schulfreie Zeit in den eigenen vier Wänden.

Doch der Schein trügt. Im Gebäude herrscht geschäftiges Treiben. Denn die letzte Woche der Ferien ist für die Lehrer bereits die Vorbereitungsphase für das neue Schuljahr. Da müssen Tische verrückt, Klassenräume neu gestaltet, der Stundenplan erstellt und natürlich Konzepte für die Unterrichtsstunden entwickelt werden.
Auch Oberstudiendirektor Rüdiger Göbel, der am 3. August das Amt des Schulleiters übernommen hat, ist vor Ort. Für ihn begann die Vorbereitungszeit schon wesentlich früher: „Als sich herausstellte, dass ich neuer Schulleiter werden würde, musste natürlich viel Organisatorisches geklärt werden.“ Das Schulsystem ist vielfältig und erfordert einen genauen Durchblick.

Der „Newcomer“, wie er sich gern selbst bezeichnet, war zuvor Lehrer und Oberstufenkoordinator am Collegium Augustianum Gaesdonck in Goch. Seine Fächer: Biologie und Erdkunde. Das Gymnasium am Stoppenberg ist nun für ihn eine neue Herausforderung: „Ich muss mich hier erstmal ganz neu einfinden. Mein Vorgänger Heinz Bleck hat hier ein tolles Konzept geschaffen,“ erklärt der Vater von zwei Kindern. Und das möchte er auch weiter fortführen. 56 Lehrer und elf Referendare warten bereits gespannt darauf, den „Neuen“ bei der Lehrerkonferenz kennen zu lernen.

Bis dahin hat Rüdiger Göbel aber noch viel zu tun: Gleich zu Beginn seiner Amtszeit wird er auf die Probe gestellt. Denn nicht nur das aktuelle Thema „Schweinegrippe“ erfordert einen besonders feinfühligen Umgang, auch ungeplante Baumaßnahmen rauben dem Pädagogen buchstäblich den letzten Nerv: „Im Keller hat es wegen des starken Regens Überschwemmungen gegeben.“ Die komplette Etage müsse renoviert werden. Auch die Aula der Schule stehe bis Montag noch nicht zur Verfügung. Dort sollte eigentlich der Empfang für die neuen Schüler stattfinden.

Trotz allem wird weiter fleißig daran gearbeitet, dass am Montag die neuen Schüler und auch die „alten Hasen“ eine saubere Schule vorfinden. 117 „Fünftklässler“ dürfen dann erstmals ihre frisch gestrichenen Klassenräume betreten.

Seit 1960 ist das Schulzentrum am Stoppenberg als Ganztagsschule. Das Konzept: „Lernen mit Kopf, Herz und Verstand“. Dies war auch ein Grund, warum sich Rüdiger Göbel auf die Stelle des Schulleiters beworben hat: „Das Konzept ist einfach einmalig. Anders als in anderen Einrichtungen sind wir hier nicht nur auf Leistungen und Noten fixiert.“ Wichtig sei vor allem die Förderung der Kreativität, so der gebürtige Essener. Deshalb gibt es für die Schüler Textil- und Handwerksunterricht. Für den neuen Direktor ist neben der Entwicklung des Gymnasiums auch die Zusammenarbeit mit der Real- und Hauptschule in dem Zentrum von Bedeutung. Mit Blick auf die Zukunft soll diese weiter ausgebaut werden.
 
Rüdiger Göbel ist optimistisch, dass die Schule am Montag für die Schüler gerüstet ist. Freuen dürfen sich die Schüler vor allem auf eines: Statt der üblichen 45-Minuten wird der Unterricht auf 65 Minuten verlängert. „Dies bietet nicht nur Vorteile für die  Unterrichtsgestaltung. Auch das Mittagessen kann so gemeinsam stattfinden“, erklärt Göbel noch. Und es wird klar: Am Gymnasium am Stoppenberg brechen buchstäblich „neuen Zeiten“ an. (sh)

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