Mit Liturgie Menschen in ihrer Seele berühren

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom haben das Essener Domkapitel und die Stadtkirche von Essen das Hochfest der Heiligen Kosmas und Damian gefeiert. Die beiden Märtyrer werden nicht nur als Patrone der Kathedralkirche, sondern auch als Patrone der Stadt Essen verehrt.

Weihbischof Zimmermann und Pfarrer Pingel als Domkapitulare eingeführt

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Essener Dom haben am Sonntag, 28. September, das Essener Domkapitel und die Stadtkirche von Essen das Hochfest der Heiligen Kosmas und Damian gefeiert. Die beiden Märtyrer werden nicht nur als Patrone der Kathedralkirche, sondern auch als Patrone der Stadt Essen verehrt. 


Zu Beginn des Pontifikalamtes, das Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck gemeinsam mit Dompropst  Msgr. Thomas Zander und dem Essener Stadtdechanten Dr. Jürgen Cleve zelebrierte, wurden zwei neue Domkapitulare in ihr Amt eingeführt: Weihbischof Wilhelm Zimmermann als residierender Domkapitular und Wolfgang Pingel, Pfarrer der Gelsenkirchener Pfarrei St. Hippolytus als nicht-residierender Dompkapitular.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof daran, dass die Pflege der Liturgie im Dom, vor allem das Gebet, zu den wichtigen Aufgaben des Domkapitels gehört.  Overbeck: „Was die heiligen Kosmas und Damian mir ihrer Heilkunst an Menschen in Not und Krankheit vollbracht haben, das wird vor allem Aufgabe der Liturgie sein, nämlich Menschen in ihrer Seele zu berühren, um als wache Kirche anziehend zu wirken auf Suchende, auf solche, in denen Gott bereits seit langer Zeit wirkt und die einen Raum der kirchlichen Gemeinschaft wollen.“ Gerade deshalb sei zu fragen, wie die durch Tradition überlieferte Liturgie heute so gefeiert werden kann, „dass Menschen angezogen werden, nach Heil zu suchen, weil sie nicht nur in den Gebrechlichkeiten ihres Körpers Hilfe benötigen, sondern Balsam für ihre Seele in ihrer oft so zerrissenen Welt und der notvollen alltäglichen Arbeit brauchen“. 


Neben der klassischen Liturgie müssten deshalb auch andere Formen entwickelt werden,  so der Bischof weiter, „die durch unser Beten, durch die Stille, durch die Verkündigung und durch unser Singen ermöglichen und helfen, dass Gott unsere Seele berührt“. Overbeck: „Unser Dom und alle Kirchen unseres Bistums mögen Orte einer solchen lebendigen Auseinandersetzung mit Liturgie sein, die nicht ins Beliebige fällt, sondern die Einheit und Lebendigkeit der Kirche wahrnimmt und sich zugleich als zeitgemäß und gegenwartsfähig erweist.“ (ul)

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