missio eröffnet Monat der Weltmission in Essen

Unter dem Leitwort ‚Geh und handle genauso’ stellt missio im Monat der Weltmission das Engagement indischer Ordensschwestern in der Nachfolge Mutter Teresas in den Blickpunkt. Am 3. Oktober wird die Kampagne mit einem Gottesdienst im Essener Dom eröffnet.

Indische Ordensschwestern engagieren sich für schwache und ausgegrenzte Menschen

„Unter dem Leitwort ‚Geh und handle genauso’ stellt missio im Monat der Weltmission das Engagement indischer Ordensschwestern in der Nachfolge Mutter Teresas in den Blickpunkt“, sagte missio-Präsident Prälat Klaus Krämer auf der Pressekonferenz anlässlich der Eröffnung des Monats der Weltmission in Essen. „Mit Programmen zur Bildung, Gesundheitsvorsorge und Förderung von Frauen und Mädchen setzten sich indische Ordensschwestern für die Ärmsten der Armen ein. Ihre Botschaft: Unabhängig von Kaste, Religion oder Geschlecht sind vor Gott alle Menschen gleich.“

Schwester Namrata Joseph, die dem Orden der Klarissen-Franziskanerinnen angehört, berichtete über die schwierige Situation von Frauen und Mädchen. Mit Aufklärungsprogrammen wenden sich die Schwestern deshalb gegen Kinderehen, Mädchenhandel und die Abtreibung weiblicher Föten. „Wir wollen mit Einkommen schaffenden Programmen und Selbsthilfegruppen für die Frauen den Kreislauf der Armut brechen“, erklärte Schwester Namrata. „Wir Christen engagieren uns besonders in den entlegenen Dörfern, dort, wo ansonsten keine Entwicklung stattfindet. Wir bauen Schulen und Gesundheitsstationen, vermitteln den Menschen Selbstbewusstein und klären sie über ihre Rechte auf“, sagt Schwester Namrata. „Dies wird von Hindufundamentalisten als Bedrohung angesehen.“

Der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck erklärte, dass die Schwestern unter ständiger Beobachtung stünden. „Die Provokation ihres christlichen Engagements besteht darin, sich den Armen zuzuwenden und Rechte einzuklagen. Die Christen in Indien brauchen unsere Solidarität. Wir können sie unterstützen, damit sie ihre schwierige und oft riskante Arbeit tun können.“

Die Kampagne startet am 3. Oktober 2010 um 10 Uhr mit einem feierlichen Pontifikalamt im Essener Dom. Um 15 Uhr treten in der Essener Lichtburg im Rahmen der Kulturveranstaltung „Fantastisches Indien“ die Sängerin Patricia Kelly und die indische Tanzgruppe Nrityarpan auf. Darüber hinaus berichten indische Ordensfrauen und Vertreter missios über aktuelle Projektarbeit in Indien.

missio unterstützt die vielfältige Arbeit der Ordensfrauen. 147 Projekte von und mit Schwestern konnten 2009 unterstützt werden. Gleichzeitig finanzierte missio die Ausbildung von mehr als 3000 indischen Schwestern. Denn ohne die nötige fachliche und geistliche Qualifikation wäre ein intensives Engagement für Menschen in Not nicht möglich.

Mit der Kollekte, die am Sonntag der Weltmission, dem 24. Oktober, bundesweit in den katholischen Gottesdiensten gehalten wird, sammelt missio für die ärmsten Diözesen der Weltkirche. (Bettina Tiburzy/missio)

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